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Offenes WLAN darf frei genutzt werden [Gerichtsurteil]

Das Urteil des Landgerichts Wuppertal bedeutet in erster Linie eines: Wer nicht möchte, dass Fremde über seinen eigenen Internetanschluss surfen, muss sein WLAN mit einem Passwort absichern. Eigentlich komisch, dass man hierfür tatsächlich ein Urteil braucht, und das nun schon in der zweiten Instanz. Was denkt sich denn die Staatsanwaltschaft dabei? Das wäre so, als ließe ich meine Wohnungstüre offen und beschwerte mich dann, dass etwas gestohlen wäre. Jede Versicherung würde mich auslachen. In solchen Konstellationen entscheiden die Gerichte nicht immer mit gesundem Menschenverstand, dieses Mal aber schon. Das Urteil gibt vielen Usern nun die Sicherheit, dort surfen zu können, wo ein WLAN offen zur Verfügung steht. Gewollt oder ungewollt.

Das eigentliche Surfen über einen fremden Internetanschluss via WLAN ist also nicht strafbar, sofern das Netzwerk nicht geschützt ist. Wie es sich dann allerdings mit der Haftung verhält, wenn der Surfer strafrechtlich relevante Dinge im Netz macht, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht werden wir hierzu schon bald etwas von Udo Vetter auf dessen Blog lesen. Ich bin ja nicht vom Fach.

Google scannt private WLAN-Netze

Im Rahmen der Erfassung von öffentlichen Straßen beim Projekt Street View, hat Google nebenbei WLAN-Netze gescannt und die Daten gespeichert. Das sorgt wieder für großen Ärger, der überwiegend von Datenschützern kommt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zeigte sich geschockt vom Geschäftsgebahren Googles. Der Konzern wiederrum entgegnet den Kritikern, dass es nichts neues sei WLAN-Zugangspunkte zu protokollieren und Google bisher solche Daten von externen Firmen gekauft habe.

In der Tat ist es nichts Neues, dass via WLAN eine sehr exakte Positionsbestimmung möglich ist und solche Datensätze exisiteren. Ich habe mit dem Titel “Sie wissen wo du bist” auf dieser Seite schon im Juni letzten Jahres darüber berichtet. Wieso kommt also erst jetzt die Krtik auf, dass Google so etwas macht, wenn andere Firmen dies seit Jahren tun? Die Antwort ist leicht: Es ist nicht irgendein Unternehmen, es ist die “Datenkrake” Google. Weiterlesen »

WLAN überall

Ich sitze gerade in der Bibliothek der Hochschule Wismar. Studenten können hier grenzenlos surfen, mit einer großzügigen Flächenabdeckung. Das Ganze gibt es sogar gratis! Vor wenigen Minuten saß ich noch auf der herrlichen Grünfläche des Campusgeländes, auf der ebenfalls das schnurlose Internet perfekt funktioniert.

In solchen Momenten werde ich nachdenklich. Wie wird wohl die Zukunft aussehen? Wie lange wird es noch dauern, bis man in Deutschland flächendeckend surfen kann?

Einen guten Ansatz hat das Unternehmen “FON” geschaffen. Die Idee dahinter ist simpel: User auf der ganzen Welt stellen ihre Bandbreite anderen Usern zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie entweder eine finanzielle Beteiligung oder aber die Möglichkeit weltweit alle FON-Hotspots kostenlos und uneingeschränkt zu nutzen.

Mitmachen kann jeder. Für einen geringen Betrag von 5 Euro plus Versand, kann man sich den benötigten vorkonfigurierten Router nach Hause bestellen und somit “Fonero” werden. Knapp 70.000 Menschen können sich zum jetzigen Zeitpunkt als “Foneros” bezeichnen. Das ist erst der Anfang, aber ein wichtiger erster Schritt in das “Überall-Online”.