Koggentreffen

koggen.jpgDas Wetter war an diesem Wochenende wieder auf unserer Seite. Das Klima war ideal, um in Wismar das Koggentreffen zu besuchen. “Koggenwas?”, wird sich der ein oder andere jetzt denken. Mir ging’s da ähnlich. Hansekoggen sind alte Segelschiffe, die früher für den Handel eingesetzt wurden. Zum Schutz vor Piraten waren viele dieser Hansekoggen auch mit Kanonen ausgestattet. Beim Koggentreffen versammeln sich verschiedene alte Schiffe um auszufechten, welche Kogge am besten restauriert und zusammengebaut wurde. Zumindest habe ich dieses Treffen so verstanden und hoffe, dass ich mich nicht irre. Zu dem Spektakel gab es auch eine kleine Essensmeile und einige wenige Fahrgeschäfte. Nicht zu vergessen, die Möglichkeit einen Rundflug über Wismar zu machen. Der Norddeutsche Rundfunk hatte sogar eine Bühe aufgebaut, auf der während unsereres Aufenthalts eine Band die Originalversion von Klaus und Klaus’ “An der Nordseeküste” performten. Scheint aus Schottland zu kommen, der Song. Im Original klingt er übrigens auch nicht gut.

Bevor es am Sonntag zum Koggentreffen ging, waren Katharina und ich Samstagabend noch im Kino. Den Simpsons-Kinofilm wollten wir uns beide nicht entgehen lassen. Ich bin mit einem Lächeln aus dem Kino rausgekommen, was schonmal FÜR den Film spricht. Der Humor passt, die Storyline gefällt mir, kurzum: Empfehlenswert für die Lachmuskeln und Arnold Schwarzenegger bekommt auch sein Fett weg.

Dass das Wochenende wie immer zu kurz war, muss ich nicht extra erwähnen. Aber es war wie immer schön und die sieben Stunden Zugfahrt haben sich mehr als gelohnt.

Ich komme rum

nino.jpgEin weiteres Mal liegt ein Spitzenwochenende mit Katharina hinter mir. Das Timing stimmte wieder. Die Stadt Wismar feierte in diesen Tagen ihr 777-jähriges Bestehen und lud zeitgleich zum “Schwedenfest” ein, das jedes Jahr die Festlichkeit Nummer Eins in der Region darstellt. Für die musikalische Untermalung sorgten unter anderem Boney M. und Nino de Angelo (“Jenseits von Eden”, hier mit einem lecker Apfel zu sehen). Auch wenn es vielleicht peinlich klingen mag, aber der Kerl hat echt ne geniale Stimme und die Songs waren mehr als nur annehmbar.

Am Hafen standen anlässlich der Feierlichkeiten Militärschiffe aus verschiedenen europäischen Ländern. Die Engländer hatten ihres sogar mit einem mit Maschinengewehr bewaffneten Mann bewacht. Dagegen machten sich die Deutschen über einen alkoholisierten Einwohner lustig, der orientlierungslos die Liegemöglichkeiten einer Parkbank erforschte. Eine Digicam hielt seine akrobatischen Kunststücke fest und sorgte für grinsende Gesichter an Bord des Schiffs.

Für Nahrungssättigung sorgten diverse Crepes und eine halbe Meter lange Wurst. Auch an der Cocktailbar haben wir uns ausgetobt – mit alkoholfreien Cocktails versteht sich. Wie es aussieht gibt es bald ein sowieso schon überfälliges neues Kochlöffelchen. Es gab nämlich einen leckeren Kartoffelauflauf, den wir ohne Rezept, auf gut Glück in den Ofen geschoben haben. Mit Erfolg!

Nach drei Stunden Schlaf, sieben Stunden Fahrt und fünf Stunden Sendung bin ich jetzt hier vorm Laptop mit deutlichen Übermüdungssymptomen vorzufinden. Richtig müde bin ich trotz alledem nicht. Ich konnte hin und wieder ein paar Minuten im ICE die Augen zumachen. Schon am Mittwoch steht meine nächste Fahrt an. Für Star FM werde ich live von der Games Convention in Leipzig berichten.

Wismar – Berlin – Nürnberg

berlinkw.jpgIrgendwer hatte behauptet, ich hätte zur Zeit Urlaub. Auf dem Papier stimmt das ja, was ich aber am Freitag mitgemacht habe, war die Grenze meiner Leistungsfähigkeit. Und trotzdem war es ein verdammt genialer Tag. Um kurz vor halb fünf klingelte der Wecker. Katharina und ich mussten uns vorerst wieder örtlich trennen. Dieses Mal ging es jedoch nicht wie sonst über Hamburg zurück in die fränkische Heimat. Ich habe mich spontan für einen kleinen Umweg über Berlin entschieden. Frei nach dem Motto: Was der Herr Lehnert kann, kann ich schon lang’. Die durch den Umweg bedingte, längere Fahrzeit fiel nicht ins Gewicht, da der Aufenthalt in Berlin knappe 5 Stunden betrug.
 

Zunächst traf ich Maureen, eine ehemalige Kollegin von Star FM Berlin. Nach einem kurzen Abstecher im Star Bucks sind wir via S-Bahn vom neuen – im Übrigen wirklich optisch sehr gelungenen – Berliner Hauptbahnhof in Richtung Star FM gefahren. Eine Tageskarte ermöglichte mir an diesem Tag die Fahrt mit sämtlichen Verkehrsmitteln des Berliner ÖPNV. Maureen hat mir den Hackeschen Markt gezeigt, der inzwischen zu einer Art Künstlerviertel geworden ist. Hier befinden sich aber auch die Räumlichkeiten von Star FM. Zum ersten Mal habe ich die Kollegenschaft kennengelernt, die man sonst nur via Telefon in Redaktionskonferenzen zu hören bekommt. Endlich hat man ein Bild zu der Stimme. Man könnte sagen, ich fühlte mich fast wie ein Radiohörer, der nicht weiß, wie der Moderator aussieht, den er täglich hört. Nach kurzem Aufenthalt und Erkundung der Redaktionsräume und des Studios, musste ich weiterziehen, um meinen engen zeitlichen Rahmen nicht zu überreizen.

Anna arbeitet seit einiger Zeit in der Hauptstadt im Radisson SAS Hotel in der Nähe des Doms. Zu Fuß erreichte ich das Hotel in nur wenigen Minuten. Das Foyer ist unglaublich schön. Ein Aquarium mit direktem Anschluß an das Sealife verwandelt den Eingangsbereich in einen faszinierenden Ruhepol mit Blick auf wunderschöne Fische. Ich musste nicht lange suchen, um Anna zu finden. Körperkontakt war bei der Begrüßung tabu. Nach einem kurzen Plausch verließ ich das Hotel mit einem Stadtplan, den mir Anna bei der Verabschiedung noch in die Hand drückte.

Die Buslinie 100 führte mich an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei. Staatstheater, Brandenburger Tor, Reichstag. Ich beschloß, das Regierungsviertel vom Bundestag aus zu Fuß zu erkunden. Bei der Französischen Botschaft fand ein Empfang statt, der wohl auch der Grund war, weshalb mich ein Polizist mit meiner Kamera verscheuchte. Ich möge bitte woanders fotografieren, es sei denn ich hätte einen Presseausweis, meinte der Herr in Grün. Diesen hatte ich nicht einstecken. Leider konnte ich auch seinem Wunsch nicht nachkommen, ihm die Bilder meiner Spiegelreflexkamera zu zeigen. Sie fotografiert analog. So zog ich davon.

Mit einem Döner in der Hand schaute ich bei den anderen Botschaften vorbei, ehe ich mich allmählich über das Bundeskanzleramt in Richtung Hauptbahnhof aufmachte. Nach viereinhalb Stunden Fahrt kam ich in Nürnberg an. Endlich geschafft? Nein! Von 20 Uhr bis Mitternacht legte ich noch im Brunswick auf. Erst hier endet mein Tag. Ereignisreich, interessant und schön.

Alle Bilder aus Berlin gibt es hier.

WLAN überall

Ich sitze gerade in der Bibliothek der Hochschule Wismar. Studenten können hier grenzenlos surfen, mit einer großzügigen Flächenabdeckung. Das Ganze gibt es sogar gratis! Vor wenigen Minuten saß ich noch auf der herrlichen Grünfläche des Campusgeländes, auf der ebenfalls das schnurlose Internet perfekt funktioniert.

In solchen Momenten werde ich nachdenklich. Wie wird wohl die Zukunft aussehen? Wie lange wird es noch dauern, bis man in Deutschland flächendeckend surfen kann?

Einen guten Ansatz hat das Unternehmen “FON” geschaffen. Die Idee dahinter ist simpel: User auf der ganzen Welt stellen ihre Bandbreite anderen Usern zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie entweder eine finanzielle Beteiligung oder aber die Möglichkeit weltweit alle FON-Hotspots kostenlos und uneingeschränkt zu nutzen.

Mitmachen kann jeder. Für einen geringen Betrag von 5 Euro plus Versand, kann man sich den benötigten vorkonfigurierten Router nach Hause bestellen und somit “Fonero” werden. Knapp 70.000 Menschen können sich zum jetzigen Zeitpunkt als “Foneros” bezeichnen. Das ist erst der Anfang, aber ein wichtiger erster Schritt in das “Überall-Online”.

Scheiss Insekten in Wismar

Es war eine Qual den Tag zu überstehen. Egal ob wir in der Innenstadt waren oder auf einem kleinen Feldweg, überall begegneten uns kleine, schwarze, raupenartige Insekten mit Flugfähigkeit. Vor allem Katharinas grünes Oberteil hat es ihnen angetan. Später war auch mein rotes Deutschland-Trikot ein anziehendes Objekt für die Viecher. Ich weiß nicht woher diese scheiss Insekten kamen, aber sie sind extrem nervig. Wenigstens befinden sich in der Wohnung nur einige Mücken, die wir mit einer Blaulichtlampe versuchen zu bekämpfen.

6 Tage Wismar

Ein schönes SchiffMein bisher längster Wismar-Aufenthalt liegt nun hinter mir. Es waren wieder einmal sehr schöne Tage und eine wundervolle Zeit mit meinem Schatz. Sogar wie ein Student durfte ich mich fühlen, als ich Katharina zu Werkstoffkunde und Mathematik in die Uni begleiten konnte. Das Essen in der Mensa der HS Wismar ist übrigens in der Tat sehr köstlich. Ich konnte mich davon fast jeden Tag aufs Neue überzeugen.

Wismar an sich lebt nicht wirklich. Ein Großteil der Geschäfte schließt bereits um 18 Uhr seine Pforten. Samstags steht man meistens bereits um 16 Uhr vor verschlossenen Ladentüren. Auch der ÖPNV läßt ziemlich zu wünschen übrig. Sonntags fahren teilweise gar keine Busse auf bestimmten Linien. Das beeinträchtigt die Wochenendplanung ungemein. Vielleicht ein kleiner Tipp am Rande für den EVB: Schult doch Eure Fahrer einmal auf Freundlichkeit und sozialen Umgang mit Menschen. Die Kunden werden es Euch danken. Mir ist zwar bewusst, daß die Mentalität im Norden nicht gerade die wärmste ist, aber was ich bisher erlebt habe, sprengt sogar mein Toleranzgrenze.

Trotz der oben genannten Einschränkungen findet man genügend Aktivitäten, die man auch in einer weniger belebten Stadt unternehmen kann. So haben wir am Freitag den ganzen Tag im Erlebnis- und Freizeitbad Wonnemar verbracht – inklusive des Wellnessbereichs, der unter anderem mit einer Saunalandschaft und Gesundheitsbädern überzeugt hat.

Das “Nachtleben” in Wismar zeugt von einer gewissen nicht vorhandenen Vielfältigkeit. Besucht haben wir zunächst das “Schwips“. Eine Location, in der schlechte 80er gespielt werden (Modern Talking, Fancy) und der DJ nach jedem Lied seinen Senf abgibt. Ich liebe es. Im “Schwips” geben sich übrigens auch Stars wie Roland Kaiser oder auch Roland Kaiser die Klinke in die Hand. Sogar Roland Kaiser soll einmal dort gewesen sein und die Damen mit seiner sinnlichen Stimme betört haben.

Nach schier unerträglichen 60 Minuten sind wir in den Mensakeller ausgewichen. Die Location sagte mir sofort zu. Auf zwei Ebenen kann man sich austoben, abtanzen oder einfach gemütlich einen Cocktail trinken und quatschen. Musikalisch waren eine 80er- und eine Mainstream-Area (so nenn ich sie mal) im Angebot. Und siehe da: 80er-Mucke kann auch gut sein!

Kutschen-KorsoAm Samstag wurden wir beim Besuch der Innenstadt von einer ungewohnten Menschenmasse überrascht. Ein Weltrekordversuch ließ sämtliche Rentner Wismars wieder zum Leben erwecken. Während der NDR mit immensem Aufwand eine Liveschaltung auf die Beine stellte, schlenderten wir durch die Stadt in Richtung Hafen und haben dabei den längsten Kutschen-Korso der Welt verfolgt. 235 Kutschen mit insgesamt 400 Pferden holten den Titel nach Mecklenburg-Vorpommern. Ich dagegen fand den Helikopter des Norddeutschen Rundfunks interessanter, der die Bilder live aus der Luft eingefangen hat.

Wie immer gehen auch die längsten und schönsten Tage einmal zu Ende und so bin ich wieder in Good Old Nuremberg. Doch kein Grund zur Sorge. Bald steht unser gemeinsamer Griechenland-Urlaub an.

Schönes Wetter

Vielleicht könnt ihr Euch noch erinnern, als ich Wismar als nicht wintertauglich eingestuft habe. An diesem verlängerten Wochenende ist es tatsächlich so, daß das Wetter endlich mal mitspielt. Heute war mein erster Tag an der Hochschule. Katharina hat mich in die Werkstoffkunde-Vorlesung und die Mathe-Übung eingeschleust. Bittere Erinnerungen an meine Schulzeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Trotzdem eine interessante Erfahrung ohne Abitur einen Tag lang Student zu sein. Allerdings habe ich inzwischen wieder die Schnauze voll von Integralen und abgeleiteten Funktionen.

Das Essen in der Mensa war übrigens sehr lecker. Auf die Frage hin, ob ich auch Student bin, antwortete ich der Kassenkraft “Ja, aber leider habe ich meinen Studentenausweis vergessen”. Diese Antwort brachte mir den äußerst günstigen Studentenpreis von 3,15 EUR für ein gesamtes Gericht samt Nachspeise. Nicht umsonst ist die Mensa an der HS Wismar unter den Top 3 in ganz Deutschland (Stand 2004).

Kurze Auszeit

Ab morgen werde ich mir eine kurze Auszeit vom Radioalltag gönnen. Meine ersten freien Tage im Jahr 2006 stehen an. Diese werde ich in Wismar bei meinem Schatz verbringen. Nicht wundern also, wenn ich kaum erreichbar bin. Mein Handy hat sich heute verabschiedet. Ich kann nur noch via Freisprechen kommunzieren, man hört über die Ohrmuschel nichts mehr. Werde erst nach dem Kurzurlaub Zeit finden, das bei T-Mobile zu reklamieren.

Mein Studio wurde am Wochenende nahezu komplettiert. Mithilfe von Lehnert und BA habe ich den Akustik-Schaumstoff angebracht, der mein Zimmer größtenteils dämmt. Feinheiten daran werde ich ebenfalls ab Dienstag nächster Woche in Angriff nehmen. Wenn alles steht, gibt’s die ersten Bilder :)

“Thank you for travelling with ‘Deutsche Bahn’”…

…ertönte es aus den kratzigen Lautsprecherboxen des ICE 91. Er schlief erst eine halbe Stunde als dieser Text seine müden und verklebten Augen öffnete, und ihn den schwäbischen Dialekt des Lokführers hören lies. Es war wieder einer dieser Tage, an dem er seit vier Uhr morgens unterwegs ist und bis in den späten Nachmittag arbeiten wird. Doch für ihn ist es nur ein kleiner Preis, wenn er bedenkt, daß er fast drei volle Tage mit seiner Freundin verbringen konnte. Drei Tage in denen er ihr die Haare gefärbt hat, mit ihr DVDs geschaut hat, beim Griechen lecker essen war und nicht zuletzt einfach nur ihre Nähe genossen hat. Auch wenn der Abschied weh tut, weiß er, daß er sie schon in eineinhalb Wochen wieder sehen wird. Bei sich, in der neuen Wohnung. Ungestört, alleine. Traumhaft.

Keine freie Minute

Wismarer HafenNach einem solchen Wochenende kann ich gut nachempfinden, wie sich ein Star fühlen muss, der von einem Auftritt zum anderen düst und ständig unterwegs ist.

Montag Morgen: Um vier Uhr klingelt der Wecker, der Katharina und mich aus der viel zu kurzen Schlafphase reißt. Mit dem Taxi geht es gegen fünf zum Bahnhof, um den Zug nach Hamburg zu erwischen. Bereits nach 15 Minuten steig ich in Bad Kleinen in einen anderen Regionalexpress um. Dieser entlässt mich um zwanzig vor acht an der Haltestelle “Hamburg Hauptbahnhof”. Kurz nach acht fahre ich im ICE 91 in die Heimat nach Nürnberg. Die erste Straßenbahn verpasse ich, so daß ich erst um kurz vor eins zu Hause bin. Schnell ein paar Happen gegessen, springe ich ins Auto Richtung Schwabach zu Star FM. Jetzt, nach 4 Stunden Sendung, bin ich sichtlich erleichtert endlich Feierabend zu haben. Soviel zum Montag.

Das Wochenende war wie immer wunderschön. Besonders hervorheben möchte ich unsere selbstgemachte Käse-Sahne-Sauce. Keiner von uns beiden hatte das je probiert. Hergestellt aus Schlagsahne und unterschiedlichsten Käsesorten war sie die perfekte Schwimmflüssigkeit für unsere Spaghetti. Auch das Hochschulgelände Wismars habe ich an diesem Wochenende näher unter die Lupe genommen. Eine interessante Mischung aus maroden Bauten und moderner Architektur geben dem Ganzen einen ganz besonderen Charme. Auf dem Bild könnt ihr übrigens den Hafen in Wismar bei Nacht begutachten. Eine schaurig schöne Stimmung, die durch den Nebel sogar etwas unheimlich wirkte.

Die knapp sieben Stunden dauernde Zugfahrt vergeht rasch, wenn man mit Laptop und Buch ausgestattet ist. Hin und wieder fallen auch die Augen zu, um etwas Ruhe zu tanken. Die gemeinsamen Momente, Stunden und Tage erlebt und empfindet man sehr intensiv. Leider wird es am Tag des Abschieds immer so sein, daß die Zeit, die man gemeinsam verbracht hat, zu kurz war. Egal ob zwei Tage oder zwei Wochen. Das ist das Traurige an Distanzbeziehungen. Doch der Zustand der Entfernung findet in einer absehbaren Zeit statt. Die Vorfreude auf die Zeit nach der räumlichen Trennung ist groß.

Auf nach Wismar

Zum ersten Mal werde ich am Freitag bei einem Heimspiel der Sellbytel Baskets fehlen. Um 11.39 Uhr fahre ich mit dem ICE nach Wismar, um das Wochenende dort mit Katharina zu verbringen. Da ich nächste Woche die Nachmittagsshow moderieren werde, kann ich sogar bis Montag Morgen bleiben.

“Im Sommer ist es aber schön hier, oder?”…

Tittenttaster
… sagte ich während einer steifen Brise an der Ostsee zu Katharina. Heute war der erste Tag, an dem wir beide ausschlafen konnten. Das haben wir auch so gut es ging ausgenutzt. Gegen 14 Uhr sind wir das erste Mal aus dem Haus gegangen, um die Nahrungsaufnahme am Abend sicherzustellen.

Im Anschluß sind wir mit der Buslinie B/D zum Ostseestrand gefahren. Einige Dinge sind mir beim Wismarer ÖPNV sofort aufgefallen:

  1. In den Bussen läuft Musik – teilweise schreckliche NDR1-Mucke
  2. Der Busfahrer hat die Möglichkeit während der Fahrt noch schnell am Fischmarkt sein Essen zu besorgen – Die Fahrgäste haben hier zu warten! Dafür war der Bus ja schließlich auch einige Minuten früher an der Haltestelle als geplant.
  3. Die Fahrt kostet exakt einen Euro im Stadtgebiet. Egal wohin man fährt, egal wie weit.

Am Strand weht der Wind noch eine Stufe stärker als sowieso schon. Der kalte Wind hat meine Fähigkeit zu atmen gelähmt. Nichtsdestotrotz sind wir eine lange Seebrücke hinaus gelaufen. Ein Stadtbummel hat unseren Nachmittag abgeschlossen. Mit der traurigen Erkenntnis, dass in Wismar ein Großteil der Geschäfte samstags bereits um 16 Uhr schließen. Den Abend verbringen wir kuschelig daheim.

Morgen geht es dann in die Hansestadt Hamburg, um das verlängerte Wochenende mit weiteren Impressionen zu beenden.