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Die Antwort ist immer “Mac”

Kommentare zu Windows-Problemen

In der letzten Zeit machte ich immer wieder Bekanntschaft mit Apple-Anhängern. Das lag in erster Linie an Problemen, die bei mir im Zusammenhang mit Windows XP auftraten. Ich suchte Hilfestellungen und Tipps, bekam aber immer die selbe Antwort: “Mac”.

Als Hintergrund solltet ihr wissen, dass ich seit vielen Jahren mit Windows XP Professional sehr zufrieden war und zuverlässig meine Arbeit erledigen konnte. Gelegentlich arbeite ich auf dem Laptop außerdem mit Ubuntu. Ich habe also keine Anti-Einstellung gegenüber Bill Gates, dessen Konzern oder dem Betriebssystem Windows. Ganz im Gegenteil. Andererseits bin ich aber auch überzeugt davon, dass Apple mit seinem Mac OS eine tolle Angelegenheit ist und in vielen Anwendungsbereichen (z. B. Grafik- und Videobearbeitung) klar die Nase vorn hat.

Ich kann es aber wirklich nicht nachvollziehen, dass Leute nahezu stupide auf jede Frage mit “Kauf dir ‘nen Apple!” antworten. Bei allem Respekt vor dieser Marke, aber ich kenne auch Macs, die den Geist aufgegeben haben. Und Mac-Nutzer die Hilflos vor ihrem Laptop saßen. Und Mac-Komponenten, die flöten gehen und teure Ersatzteile erforderlich machen. In all den Jahren hatte ich mit Win XP kaum einen Bluescreen und kein signifikanes Problem mit meinem PC. Windows hat mich zufriedengestellt und tut dies nun in der Version 7. Der Grund, weshalb ich Windows neulich neu installieren musste, war die Virensoftware Antivir der Firma Avira. Sie hat einen angeblichen Virus auf einer systemrelevanten Datei entdeckt und diese daraufhin entfernt.

Ein wenig mehr Toleranz wünsche ich mir.

Unterwegs mit Ubuntu

Ab sofort ist auf meinem Laptop Ubuntu 8.04 (Hardy Heron) installiert. Ich bin wirklich begeistert, was dieses kostenlose Betriebssystem leistet. Hätte ich nicht unendlich viele Spiele für Windows, würde ich komplett umsteigen. Sicher gibt es hier Möglichkeiten Windows-Games auf Linux zum Laufen zu bringen (z.B. mit Wine), aber hier werde ich mich zunächst schlau machen müssen. So nutze ich Ubuntu erstmal als Zweitsystem und arbeite mich in die komplexe Linuxmaterie ein.

Inzwischen ist diese Linux-Distribution auch für Umsteiger sehr freundlich. Erinnere ich mich an Suse Linux, das ich vor einigen Jahren ausprobiert hatte, so haben sich hier wirklich Welten aufgetan. Alleine das Installieren von neuen Applikationen ist inzwischen kinderleicht, kann aber auch hier und da noch Probleme bereiten. Bisher hielten sich diese aber in Grenzen und so habe ich großen Spaß an Linux und der Entdeckung vieler Möglichkeiten. Ein offenes Betriebssystem lässt sich eben auch individiueller einrichten und Dank einer riesigen Community steht man bei Schwierigkeiten nie alleine da.

Wer Berührungsängste hat, kann sich das Image von der offiziellen Homepage einfach runterladen, auf CD brennen, und Ubuntu als Live-System antesten. Hierbei wird alles direkt von der CD geladen, ohne dass Ubuntu in das aktuelle Betriebssystem eingreift. Kaputt machen kann man also nichts.

Der Name “Ubuntu” stammt übrigens von einer afrikanischen Sprache und steht für “Menschlichkeit” und “Gemeinsinn”. Interessant ist auch die Finanzierung des Projekts. Der afrikanische Milliardär Mark Shuttleworth sponsort mit seiner Firma Canonical Ltd. die Entwicklung und den Support Ubuntus. Darüber hinaus gründete er auch eine Ubuntu Foundation, die es sich zur Aufgabe macht, das Betriebssystem zu pflegen und weiterzuentwickeln. Hier sieht man den klaren Vorteil zu anderen Distributionen. Die finanzielle Spritze von Shuttleworth und ingesamt 40 festangestellte Entwickler machen das System langfristig auch konkurrenzfähig zu Windows, wenn dies nicht sogar jetzt schon der Fall ist.