Als Felix Magath, damals noch beim FC Schalke 04, eine offizielle Facebook-Seite startete, war die Aufmerksamkeit groß. Und die Fanzahlen auch. Derzeit hat Magath bei Facebook über 205.000 Fans. Natürlich wollen die Fans mit ihm “befreundet” sein, schreibt er doch vermeintlich selbst und kommentiert aktuelle Ereignisse wie den Rücktritt von Ralf Rangnick persönlich. So nah kann man einem Bundesliga-Trainer sonst nicht sein.
Doch diese Persönlichkeit lässt immer mehr nach. In letzter Zeit häufen sich Einträge, die nicht nach einem Felix Magath sondern nach einer Presseabteilung klingen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Magath diesen Text selbst verfasst hat? Der VfL Wolfsburg macht hier einen Fehler im sozialen Netz. Er fungiert als Ghostwriter und nutzt die größere Reichweite Magaths, anstelle die vereinseigene Fansite zu nutzen. Diese hätte übrigens auch nur ein Viertel Likes. Das alleine ist aber nicht das Problem, Ghostwriting ist bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht unüblich. Außerdem hat der Inhalt durchaus Relevanz für die Fans der Magath-Seite. Jedoch darf man eine solche Meldung nicht in der Ich-Form formulieren und suggerieren, Magath selbst hätte diesen Eintrag bei Facebook verfasst. Das schadet der Glaubwürdigkeit der Seite und lässt den Eindruck erwecken, man wolle die Fans für dumm verkaufen.


