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Hope Solo bedankt sich bei deutschen Fans

Nette Geste, vor allem weil diese Nachricht nicht regionalisert sondern global versendet wurde.

Hope Solo: Bleibe deiner Lieblingsmarke treu

Vor allem wenn du mit Nike einen Vertrag hast und die Nationalkeeperin der USA bist.

So hat Barack Obama das WM-Finale gesehen

Die Obamas sehen Japan - USA im Weißen Haus / Foto: Pete Souza

Och, irgendwie sympathisch.

42′ Der Reporter Bernd Schmelzer sagt: “Hope Solo hat noch bis eine Stunde vor Anpfiff getwittert. Das muss man sich mal vorstellen.” Muss man das den Leuten nicht erklären? Der durchschnittliche ARD-Zuschauer könnte das für eine Anzüglichkeit halten.

Oliver Fritsch – Live-Blog zum WM-Finale der Frauen

Electronic Arts gibt klein bei und tauscht die Taliban aus

Es ist wirklich schade, dass man offenbar keine reale Konstellation der Neuzeit in Computerspielen abbilden kann. EA hatte das im Ego-Shooter Medal of Honor zunächst versucht. Die ersten Informationen gaben an, Spieler könnten sich für die USA aber auch für die Taliban entscheiden. Das hat der US-Regierung aber gar nicht geschmeckt. Das Militär in den USA hat eigene Gameshops, die es Soldaten ermöglicht, PC-Spiele und somit auch Ego-Shooter zu erwerben. Dass die Spieler jedoch auch in die Rolle der Terroristen schlüpfen können, ging der Army zu weit. So wurde entschieden, dass das Spiel schlichtweg in den eigenen Läden nicht angeboten wird. Diesem Druck kam Electronic Arts jetzt nach und benannte die Taliban in “Opposing Force” um.

Aber wo liegt das Problem? Hat man tatsächlich Angst, die Loyalität der Soldaten würde durch ein PC-Spiel beeinträchtigt werden? Wenn ein US-Soldat Lust hat, die eigenen Kollegen virtuell abzuschießen, so what? Das würde mich eher hellhörig werden lassen und zum Überlegen anregen, ob denn in meiner Führung irgendetwas schief läuft. Die USA und die Taliban waren sich nun mal während der Operation Enduring Freedom – gelinge gesagt – spinnefeind. Wenn das in einem Computerspiel nachempfunden wird, sehe ich darin kein Problem.

Sobald reale Zusammenhänge in Spiele gebracht werden, fühlt sich sofort irgendjemand ans Bein gepisst. Doch genau die daraus resultierenden Verfremdungen, nehmen einem Spiel einen Teil der Authentizität. Wirklich schade, dass EA nicht hart geblieben ist. Political Correctness ist eine Sache für sich.

Obamas Helfer mag nicht mehr

Yes, er kann!

Barack Obama - 44. Präsident der USAAuf diesen Moment hat die ganze Welt gewartet, vor allem das amerikanische Volk. Barack Hussein Obama wurde in seinem Amt als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Zwei Millionen Menschen sahen vor Ort bei der Zeremonie zu, bei der zum ersten Mal ein Farbiger das Staatsoberhaupt Amerikas wurde. Neben den Zuschauern wohnten auch Ex-Präsidenten, Gatinnen, Senatoren und weitere Persönlichkeiten der sogenannten “Inauguration” bei. Die ARD streamte bereits einige Stunden vor der geplanten Vereidigung das Geschehen am Capitol live und unkommentiert ins Internet. Ich gönnte mir immer wieder eine kleine Auszeit, um das historische Spektakel mitzuverfolgen. Bis auf einen Pastor, der mich schon nach wenigen Sekunden gelangweilt hat und den unnötigen klassischen Musikern, war die Veranstaltung in Ordnung. Der sonst souveräne Obama hatte bei der eigentlichen Vereidigung allerdings zwei Patzer. Zum einen unterbrach er den “Chief of Justice” beim ersten Satz, als dieser ihm den Text vorsprach. Zum anderen konnte sich Obama an einen weiteren Satz nicht erinnern und forderte per Kopfnicken die Wiederholung des Textes. Ok, Präsident der Vereinigten Staaten wird man auch nicht alle Tage, diese kleinen Aussetzer werden ihm seine Befürworter sowieso verzeihen.

Seit gestern erscheint auch die offizielle Seite des Weißen Hauses in neuem Gewand. Zeitgleich mit der Vereidigung wurde die neue Internetpräsenz von whitehouse.gov online gestellt. Das offizielle Porträt des neuen Präsidenten wurde übrigens erstmals mit einer digitalen Kamera geschossen, vom neuen offiziellen Fotografen des Weißen Hauses, Pete Souza.

Foto: Pete Souza / White House

Faszination Obama

Barack Obama wird der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Selten hat ein Politiker für ein so großes Interesse gesorgt – auch in Deutschland. Während Politiker wie Merkel, Seehofer und Co. vor wenigen hundert Zuschauern ihre Reden halten, begeisterte Obama jüngst in Berlin tausende von Bundesbürgern. Ein Ereignis, das unsere Politiker nachdenklich stimmen dürfte. Aber wieso zieht ein amerikanischer Senator überhaupt soviele Menschen in seinen Bann?

Obwohl Obamas Politik in Deutschland höchstens in Punkto Außenpolitik relevant ist, scheint es, als würden die Deutschen diesen Mann anhimmeln. Würde man eine Umfrage auf der Straße starten und die Leute fragen für welche Politik Obama steht, würde sie nur einen Bruchteil benennen können. Auch ich kenne mich nur oberflächlich mit seinem Wahlprogramm aus.

Ich denke hier spielen ganz andere Kriterien eine Rolle: Persönlichkeit, Ausstrahlung und Authentizität. Dinge, die den deutschen Politikern fehlen. Obama ist glaubwürdig, man kauft ihm das, was er sagt, ab. Seine Bühnenpräsenz ist überdurchschnittlich, seine rhetorischen Fähigkeiten beneidenswert.

Die Amerikaner scheinen eingesehen zu haben, dass Bushs Politik weder ihr Land noch die Welt voran gebracht hat. Ob Obama auch wirklich alles umsetzen wird, was er im monatelangen Wahlkampf angekündigt hat, wird die Zeit zeigen. Eines steht aber jetzt schon fest: Barack Obama ist ein Mann mit Mut und vielen Ideen, die in die richtige Richtung zeigen.

Foto: wikipedia / Public Domain