Eine Woche Auszeit

Wenn ihr das lest, sitze ich bereits im Flugzeug nach Mallorca. Keine Partymeile, sondern entspannter Urlaub auf einer hoffentlich schönen Insel. In den nächsten sieben Tagen wird es hier also keine oder nur wenige Updates geben. Ich erhole mich gut, danach gibts wieder Posts und am 29. Juli beende ich auch auf 90elf meine Sommerpause und moderiere die 1. Runde des DFB-Pokals. Bis dahin!

Der Duft von Urlaub

Stellt Euch vor ihr seid in einem idyllischen Ort der Ruhe. Im Netz habt ihr ein fantastisches Hotel gefunden und genießt gerade Euren Aufenthalt. Es stimmt alles, das Wetter ist perfekt, die Badebucht ist nur 50 Meter entspannt über Hoteltreppen erreichbar. Nur eine kleine Sache stört Euch:

viel Grün , einfach zum Wohlfühlen – aber die vielen Katzen sind störend – diese werden von Gästen zu viel gefüttert und übergeben sich dann vor dem Frühstückstisch !!!!!

Und solche Kommentare halten dann doch davon ab, einen Urlaub zu buchen.

Kleinklima – Der simple Wetterbericht

Screenshot: kleinklima.de

Wie oft haben wir in den letzten Wochen den Wettebericht in den Medien verfolgt, nur um wieder einmal festzustellen, dass der Sommer sich nicht blicken lässt. Auch im Internet gibt es eine Vielzahl von Wetterdiensten, die mich allerdings immer wieder erschreckend feststellen lassen, wie überladen eine Website sein kann. Eine sehr einfache und übersichtliche Anzeige des aktuellen Wetters findet ihr bei Kleinklima. Die Seite ist auf das Wesentliche reduziert und überzeugt mit einem schönen Design. Lediglich der Ortsname muss in die einzeilige Maske eintragen werden. Anschließend wird die aktuelle Temperatur angezeigt und die Aussicht auf die kommenden Tage. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Werbung und keine überflüssigen Menüpunkte. Wenn ihr das Wetter für Euren Urlaubsort anschauen wollt, setzt nach dem Ortsnamen ein Komma und schreibt das jeweilige Land dahinter. Für iPhone-Besitzer bietet Kleinklima auch ein eigenes Interface zur mobilen Nutzung.

Zugbeschäftigung

In fünf Stunden Zugfahrt von Wien nach Nürnberg kann man viel machen. Musik hören und lesen zum Beispiel. Oder einen in Österreich aufgezeichneten Podcast schneiden. Philip und ich haben all das getan, uns gut unterhalten und irgendwann Unreal Tournament über einen UMTS-WLAN-Router gegeneinander gespielt. Damit hätten wir uns endgültig das Prädikat “Freaks” verdient.

Fliegen 2.0

Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich die Idee der Lufhansa heute entdeckt habe. Wer auf einer Reise mit dem Flugzeug unterwegs ist, kann auf der Seite “MySkyStatus” seine Social Networks automatisch füttern lassen. Der Dienst ermöglicht es, Flughöhe, Ankunftszeit und weitere Einzelheiten eines Flugs bei Twitter und Facebook posten zu lassen. Man muss lediglich die Fluggesellschaft eintragen, anschließend die Flugnummer, sowie die beiden Flughäfen. Hat man sich bei den jeweiligen Plattformen erfolgreich eingelogt, werden Freunde und Bekannte in den Netzwerken informiert und können den Flug tracken.

Von Pakistanern und Albanern

Meteora bei Sonnenaufgang
Es ist jedes Jahr dasselbe in Griechenland. Alle lästern über die Albaner, die sich irgendwie ins Land eingeschlichen haben und für den Müll und Dreck der Städte verantwortlich sein sollen. Diese Geschichten kenne ich schon seit ich klein bin. In diesem Jahr bemerkte ich allerdings ein neues Feindbild der Griechen: Pakistaner. Im Taxi, auf der Straße und in den Cafés wird gelästert was das Zeug hält. Weshalb nun die Wut so groß ist, konnte ich nicht wirklich erörtern. Im Athener Stadtteil Plaka, wo sich die Touristen überwiegend aufhalten, stehen viele Jamaikaner und Pakistaner. Sie verkaufen Handtaschen aus Leder, Spielzeug und Schmuck. Manche sprechen kein Griechisch, haben sich nur die wichtigsten Wörter angeeignet und kommunizeren überwiegend mit den Händen. Ich habe sie stets als unaufdringlich und freundlich erlebt. Wer nichts kaufen will, läuft einfach weiter. Gestört wird dort niemand.

Für die Äußerungen, die ich teilweise wahrnehmen musste, schämt sich der griechische Teil in mir. Das sind Behauptungen, die sich jeder Grundlage entbehren und einfach nur dumm sind. So wurde mir beispielsweise von meiner Tante geraten, nur zum Bezahlstrand zu gehen, denn dort seien die Pakistaner ja nicht. Dort sei es sicherer. Da fehlen einem die Worte.

Mein Urlaub war relativ entspannt, viel Stress wollte ich mir in den drei Wochen ohnehin nicht machen. Ich lag fast jeden Tag am Strand in Athen und besuchte mehrmals das neue Akropolis Museum. Bis Ende des Jahres kann man die alten Schätze Griechenlands für einen Euro Eintritt sehen. Für alle Frauen möchte ich einen kurzen Tipp loswerden: Zieht Hosen an und keine Röcke! Die Böden bestehen überwiegend aus Glas, so dass man in darunter liegenden Stockwerken mühelos einen unfreiwillig tollen Blick haben kann. Nicht, dass ich das getan hätte. Reine Beobachtung.

Die Fotos meines Urlaubs findet ihr hier.

Spring Break

BA und ich vor dem Eingang von Kanal Telemedial
Gerade einmal drei Monate ist es her, seitdem ich das letzte Mal in Wien war. Ein bisschen Blut habe ich schon geleckt, muss ich gestehen. Wien ist großartig! Um meinen Resturlaub 2008 zu verbraten, ging es am Montag mit BA erneut in die österreichische Hauptstadt. Zuvor machten wir aber noch Halt in Linz, um im Restaurant Lentos zu Essen. Die Lokalität blieb uns seit dem letzten Besuch gut in Erinnerung und so nutzten wir die Chance uns in der Nähe des Ars Electronica Centers zu stärken.

Eigentlich hatten wir uns auch vorgenommen am Wiener Burgtheater das Stück “Mea Culpa” von Christoph Schlingensief zu besuchen. Der an Krebs erkrankte Theaterregisseur inszenierte ein Stück über sein Leben und insbesondere über seine Krankheit. Leider war das Stück ausverkauft und nur Stehplätze verfügbar, die wir dann nicht genommen haben.

Natürlich versäumten wir es auch nicht, erneut den Sitz von “Kanal Telemedial” in Dornbach zu besuchen. Thomas G. Hornauer trafen wir dort leider nicht an, aber wir machten ein Foto vor dem Eingang zu dem kleinen Domizil (siehe Artikelfoto), in dem einst die verrücktesten Fernsehsendungen unter dem Deckmantel der Esoterik ausgestrahlt wurden. Die Sendelizenz dafür hat er schon lange nicht mehr und so kommt man lediglich online und auf YouTube in den Genuss seiner Sendungen. Außer man hat das Glück ihn zu erwischen, wenn er sich bei den Kollegen des ZDF reinschmuggelt.

Am Donnerstag zog es uns für einen Tag nach Bratislava. Es war mein erster Besuch in der slowakischen Hauptstadt. Mit dem Zug vom Wiener Südbahnhof dauert es eine knappe Stunde bis man ankommt, und der Preis für die Hin- und Rückfahrt samt ÖPNV-Ticket für Bratislava ist mit 13 Euro mehr als günstig. Relativ planlos und spontan gingen wir durch diese Stadt, die viele Facetten zeigt. Das alte Osteuropäische, aber auch das Moderne. Verwahrloste Häuser reihen sich neben neu entworfenen Glasbauten ein. Wir gingen durch die Straßen der Innenstadt und an der Donau entlang. Unser Hunger verschlug uns später ins “Malecón“, einem Restaurant in der Nähe des Casinos. Die Küche war sehr delikat und preislich auf jeden Fall bezahlbar. Unser zuständige Kellner hatte übrigens eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Bruce Willis. Angesichts der aktuellen Veltins-Werbung musste ich in diesem Zusammenhang auch gleich an Rudi Assauer denken. Bratislava ist einen Besuch wert, leider hatten wir nur begrenzt Zeit um alles genauer zu erkunden. Ins Casino sind wir dann nach langen Diskussionen nicht mehr gegangen. Komischerweise war ich derjenige von uns beiden, der weniger Lust darauf hatte.

Heute ging es wieder zurück nach Nürnberg und morgen Abend bin ich wieder bei 90elf zu hören, während des Länderspiels zwischen Deutschland und Liechtenstein, ab 19 Uhr. Ein schöner Kurzurlaub mit dem besten Freund der Welt geht zu Ende.

Alle Fotos findet ihr hier.

DOPPLR: Wohin geht die Reise?

Landkarte mit Pins
Wer auch den letzten Funken an Privatphäre verlieren will, kann dies mühelos und kostenlos bei DOPPLR tun. In dieser Community verrät man seinen aktuellen Standort und kann zudem über zukünftige Reiseziele informieren. Die verschiedenen Reiserouten werden auf einer Landkarte eingetragen und die jeweils zurückgelegten Kilometer automatisch zusammengerechnet. Frei nach dem Motto: Wer hat den Längsten die längste Strecke zurückgelegt. Auf Wunsch kann man seine Ziele und Routen nur bestimmten Freunden zugänglich machen. So bleibt zumindest potenziellen Dieben die wichtige Information vorenthalten, wann man gerade nicht zuhause ist. Als zusätzliches Feature können User für bestimmte Standorte Tipps geben und Empfehlungen aussprechen. Für Globetrotter eine nette Spielerei, für alle, die selten unterwegs sind, ist diese Plattform höchstens für den passiven Konsum interessant.

Foto: © wrw / PIXELIO

Schwarzes Loch

Die Experimente im CERN starten zwar erst am 10. September, aber ich habe bereits jetzt ein Schwarzes Loch gefunden – in meinem Bauch. Seit dem Griechenlandurlaub, scheint mein Hungergefühl unkontrollierbar geworden zu sein. Kein Wunder, isst man dort doch zu unüblichen Zeiten unübliche Mengen an ungesunder Nahrung. Anscheinend hat mein Magen nun Entzugserscheinungen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich gestern trotz der 20 Fleischbällchen, Tsatsiki und später noch Bockwurst in der Nacht immernoch Hunger hatte. Auch jetzt nach dem Aufstehen und der Verabschiedung von Katharina knurrt mein Magen.

Erschreckend ist für mich auch die Tatsache, dass ich innerhalb der zwei Wochen Griechenland 2,3 Kilo zugenommen habe. Herzlichen Dank an meine Familie, die mich dort gut gemästet gefüttert hat.

Zurück zur Gegenwart: Es war gestern schön, vor dem Umzug nochmal alle Freunde zu sehen, im Coal Club. Auch wenn es eine große Veränderung ist, die sich derzeit noch irgendwie “komisch” anfühlt, freue ich mich auf die erste Arbeitswoche in Leipzig bei 90elf. Meine bisherige Handynummer wurde inzwischen erfolgreich auf meinen o2-Vertrag portiert. Sie ist wieder aktiviert.

Alltag in Griechenland

Man vergisst schnell, in welchem luxorioesen Land wir eigentlich leben. Ein Krankenwagen braucht ca. 10 Minuten bis er ankommt, ein Taxi kann einfach angerufen werden und es faehrt einen wohin man will, und der Zebrastreifen hat zumindest fuer die meisten Autofahrer eine Bedeutung. Von roten Ampeln ganz abgesehen.

Meine Tante erzaehlte mir gestern Nacht auf dem Balkon, dass ihr der nette Herr am Notruf riet, lieber das Taxi zum naechsten Krankenhaus zu nehmen. Der Notdienst sei ueberlastet. Gut, im Normalfall haette man mit dem ein oder anderen Euroschein sicherlich schneller die Sanitaeter vor der Tuer stehen gehabt. Im Uebrigen reden wir hier von Athen, nicht von einem kleinen Kaff jenseits der Zivilisation.

Auch mit den Taxis ist das so eine Sache. Eigentlich ist es spottbillig in Athen mit dem Taxi zu fahren. Das Taximeter startet bei 1,01 Euro und steigt in humanen Schritten an. Fuer eine Strecke innerhalb Athens, die man in einer halben Stunde zuruecklegt, legt man 5 Euro auf den Tisch. Allerdings gibt es zwei Probleme: Auslaender werden gerne ueber Umwege zum Ziel chauffiert. Wer sich also nicht auskennt, sollte lieber den OEPNV nutzen, der auch gut ausgebaut ist. Hier weiss man lediglich nicht wann der naechste Bus kommt. Eine Zeittafel gibt es nicht, nur der Takt wird angegeben. Das zweite Problem ist der Faktor Glueck. Nur weil ein Taxi frei ist und vielleicht sogar nach Zuwinken anhaelt – wir kennen das aus den tollen Ami-Streifen – heisst das noch lange nicht, dass der Fahrer einen mitnimmt. Denn ER entscheidet, ob das Ziel ihm in den Kram passt. Wenn er gerade aus welchen Gruenden auch immer in eine andere Richtung faehrt, wird man kommentarlos am Rande stehen gelassen und muss dem naechsten Taxi ein Handzeichen geben. So vergeht schnell eine viertel Stunde bis sich jemand findet, der einen auch dorthin faehrt, wohin man moechte. Ein Taxi anrufen und bestellen geht nur im Vorfeld und das kostet zusaetzlich Geld.

Ausserdem sollte jeder aufpassen, der den Zebrastreifen ehrt. Weder ein Zebrastreifen noch ein Stopp-Schild oder eine rote Ampel haben eine anhaltende Wirkung auf die Autofahrer in Griechenland. Wenn frei ist, ist eben frei. Wenn dort jemand steht, soll er gefaelligst warten. Geschichten ueber das Einhalten der Fahrbahnmarkierung und des Blinkens erspare ich mir an dieser Stelle. Das wird ja nichtmal bei uns richtig beachtet. In diesem Zusammenhang macht eine Sache in Griechenland jedoch Spass: Das Anhupen und Beleidigen ist im griechischen Verkehr Gang und Gebe. Nirgends lernt man Schimpfwoerter schneller als auf den Strassen Athens.

Das Dorf im Netz

Ich weiss nicht, ob ich mich freuen soll oder weinen. Im kleinen Dorf meiner Mutter gibt es Internet. Bisher musste man dafuer ins zehn Kilometer entfernte Kalampaka fahren, was wiederrum mit Taxikosten verbunden war. Busse fahren naemilich nur zwei Mal am Tag. Morgens um acht hin und abends geht’s um 17 Uhr zurueck. Da soll mal jemand der VAG Unflexibilitaet vorwerfen. Gut, die Taxipreise sind hier aber auch sehr human.

Jedenfalls hat nun der kleine Laden um die Ecke, der seit meiner Kindheit so lecker Souvlaki macht, auch drei Rechner mit Muenzeinwurf. Ob man Internet nutzt oder Spiele wie Call of Duty 4 zockt, ist dabei egal. Im Viertelstundentakt wird abgerechnet, 2 Euro kostet die Stunde. Hallo? Das Dorf hier hat Internet? Bricht fuer mich gerade eine Welt zusammen oder ist das einfach nur geil? Vermutlich beides.

Bullenhitze

Das war ein heftiger Klimaschock, als wir heute aus dem Zug von Athen nach Kalampaka ausgestiegen sind. Anscheinend ist die Klimaanlage nicht nur in den Zuegen der Deutschen Bahn ein Problem. Erfrischende 18 Grad waehrend der Fahrt, erschlagende 36 Grad beim Aussteigen, man kann’s auch uebertreiben mit der “Air Condition”, wie die Griechen sagen.

Nach einigen Tagen in Athen und einen Tag am dortigen Strand, sind wir heute bei meiner Oma in Diava angekommen. Sie scheint ziemlich geschwaecht zu sein, deshalb freue ich mich sie in diesem Jahr noch einmal sehen zu koennen. Bisher verlaeuft der Urlaub nach Plan, sofern man ueberhaupt “Plan” dazu sagen kann. Erschreckend war allerdings die Anzahl deutschsprachiger Urlauber in Athen.