Tatort-Erkenntnisse #2: Die Ballade von Cenk und Valerie

Ja, die Banker waren überzeichnet. Diese Tradingscheiße war nicht zum Aushalten. Und trotzdem:

Die Schauspieler waren alle großartig. Die Storyline war für eine Finalfolge, in der ein Tatort-Kommissar stirbt, in Ordnung. Immer wieder musste ich die Luft anhalten, und ich kann mich nicht erinnern, wann ich ein solches Erlebnis bei einem Tatort zuletzt hatte. Das war Spannung, Leute. Das hat gefetzt. Und die üblichen pseudo-moralischen Aspekte blieben auch fast außen vor.

Man hätte sicher auch einen Kommunalpolitiker nehmen können statt des Kanzlers. Oder einen Bundesminister. Aber hey, das ist Cenk Batu, der Jack Bauer der deutschen Krimis. Der kriegt die großen Fische.

Mehmet Kurtulus hat mich als Schauspieler schon immer überzeugt. Ich bin gespannt wie sich Til Schweiger in Zukunft anstellen wird. Die Fußstapfen, in die er treten muss, sind gewaltig!

Tatort-Erkenntnisse #1

Ich schaue eigentlich fast jede Woche den Tatort im Ersten. Und wie jedem von euch fallen auch mir immer wieder Dinge auf, die ich in Zukunft hier in aller Kürze posten werde.

Erkenntnisse aus “Es ist böse” (22.04.12)

  1. Journalisten mischen sich immer in die Polizeiarbeit ein, kritisieren Polizei-Chefs und hinterfragen Kompetenzen von ermittelnden Beamten. Während einer Pressekonferenz.
  2. Polizisten lauern Journalisten auf der Toilette auf und stören sie handgreiflich beim Urinieren
  3. Die ARD darf zur Primetime offenbar Szenen zeigen, für die jedes Computerspiel für 20 Jahre auf dem Index landen würde.

Trotz alledem war der Tatort wieder einer der besseren Sorte.

Am Set von Tatort

Simone Thomalla als Eva Saalfeld / Foto: Konstantin Winkler

In Leipzig wird ja oft umgezogen, aber einen solchen Aufwand habe ich dabei nie erlebt. Bei uns im Erdgeschoss ist vorgestern Eva Saalfeld eingezogen, ihres Zeichens Tatort-Kommissarin. Mit ihr kam eine große Gefolgschaft von Kameraleuten, Tontechnikern und Visagisten. Das Drehbuch sieht vor, dass die Figur, die von Simone Thomalla verkörpert wird, in eine neue Wohnung in Leipzig zieht. Diese wird nicht etwa in einer sterilen Kulisse aufgebaut, sondern befindet sich direkt im Erdgeschoss meines Hauses. Es waren die ersten Dreharbeiten für die Folge mit dem Arbeitstitel Schön ist anders. Hierfür musste die Familie, die eigentlich in der Wohnung lebt, die Räumlichkeiten verlassen. Natürlich freiwillig und mit Entlohnung. Auch vor dem Haus wurden Außenaufnahmen gemacht, so dauerte der gesamte Dreh an diesem Tag bis 21 Uhr. Weiterlesen