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Das sind die Web-Champions im Bundestag →

Christian Stöcker analysiert in diesem SPON-Artikel eine Studie über die Social-Web-Nutzung der Bundestagsabgeordneten aus dem Jahr 2010:

Es sind nur einige wenige Volksvertreter, die wirklich auf hohem quantitativen Niveau online mit dem Wahlvolk kommunizieren, es sind vielfach die jüngeren – und die ganz prominenten. Bei letzteren allerdings ist davon auszugehen, dass viele von ihnen Profileinträge und Status-Updates eher nicht selbst verfassen. Social Media, daran lassen die Ergebnisse keinen Zweifel, ist im Bundestag vor allem eine Altersfrage.


Um 15 Uhr wird Facebook am häufigsten genutzt

Eine Frage, die sich der ein oder andere stellen mag: Wann sind eigentlich die meisten Leute bei Facebook unterwegs, und wann gibt es die meisten Interaktionen? Einen Echtzeitcounter wie bei Skype gibt es beim Social Network nicht. So müssen wir uns auf eine aktuelle Studie des Social Media-Beratungsunternehmen Vitrue verlassen. Die wollen herausgefunden haben, dass wochentags um 15 Uhr die meisten Konversationen auf Facebook stattfinden. Das Unternehmen analysierte für diese Studie 1,64 Millionen Posts und 7,56 Millionen Kommentare auf Facebook-Fansites. Generell kann man sagen, dass Posts zwischen Minute 00 und 15 einer jeden Stunde mehr Resonanz erzeugen als zu anderen Zeitpunkten einer Stunde. Eine weitere Erkenntnis betrifft das Wochenende. Sonntags scheinen die Facebook-User nicht so aktiv zu sein wie an anderen Wochentagen. Likes wurden übrigens nicht untersucht.
(via Mashable)


71 Prozent aller Twitternachrichten bleiben unkommentiert

Ein wenig erleichtert mich die Studie, die ich heute entdeckt habe schon. Mehr als zwei Drittel aller gesendeten Twitternachrichten bleiben ohne Antwort, ohne @-Reply, ohne Retweet. Sie verstummen also in der Twittersphäre. Glaubt man den Leuten von Sysomos, werden knapp ein Viertel aller Tweets mit einem @-Reply beantwortet und nur 6% werden insgesamt retweetet. Ernüchternd. Denn das spricht auch irgendwo für die Qualität der Tweets. Wenn es nur so wenige Nutzer für sinnvoll halten, einen Tweet weiterzuleiten, sagt das einiges über die Relevanz aus. Oder Twitter ist so schnelllebig, dass viele der Nachrichten einfach unbeachtet im Nirvana verschwinden, selbst wenn sie gut und informativ sind.

Das Unternehmen wertete in den vergangenen 2 Monaten 1,2 Milliarden Tweets aus. Übrigens: Wenn ihr einen Retweet verzeichnet, dann in 92% aller Fälle innerhalb der ersten Stunde nachdem ihr gezwitschert habt.


Wie viele Tweets?

Screenshot: Gigatweet

Twitter ist gerade wegen seiner Ausrichtung als Microblogging-Dienst prädestiniert, eine große Masse an Nachrichten zu generieren. Dass der Inhalt einiger Tweets die Halbwertszeit eines Windstoßes nicht übersteigt, ist natürlich auch klar. Im Laufe der letzten Monate habe ich es fast schon aufgegeben, Leute davon zu überzeugen, wie nützlich Twitter sein kann, wenn man es zu bedienen weiß. Filter sind die Lösung im großen Jungle voller Kurznachrichten. Denn alleine im letzten Monat (April 2010) wurden über Twitter 1,7 Milliarden Tweets verschickt.