Diaspora: Das dezentrale Facebook ist da! [+Invites]

Innerhalb kürzester Zeit sammelten die vier Studenten Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy über 100.000 Dollar Spendengelder für ein neues Social Network. Das Projekt Diaspora ist vorgestern in seine Alpha-Phase gestartet. Es ist nicht wie Facebook, studiVZ, MySpace oder andere Social Networks. Diaspora ist Open Source und basiert auf einem dezentralen System.

Facebook steht wegen seinem Umgang mit dem Datenschutz immer wieder am Pranger. Teilweise auch zurecht, denn schon die Grundeinstellungen nach der Anmeldung sind grenzwertig. Hier setzt die Alternative Diaspora an und verspricht: “Teile was du willst, mit wem du willst”. Seit vorgestern werden hierzu Invites verschickt. Worin aber unterscheiden sich die beiden Plattformen Facebook und Diaspora? Weiterlesen

re:publica’09 – Das Fazit

re:publica'09 - Bühne im Friedrichstadtpalast
Eine Internetkonferenz ohne Internet. Über weite Teile der dreitägigen Veranstaltung “re:publica’09 – Shift happens” konnten die Teilnehmer das WLAN nicht nutzen. Der Anbieter “Freifunk” schaffte es nur etappenweise das Internet verfügbar zu machen. Ironie des Lebens oder doch Schicksal? Zunächst hatte man geglaubt das Problem lokalisert zu haben. Die Firmware der eingesetzten Bridges hätte einen Bug, der über ein Update gefixt werden sollte. “In 20 bis 30 Minuten geht das Internet”, hiess es am ersten Tag. Die Besucher wurden aber immer wieder aufs Neue vertröstet. Der Internetentzug wurde via UMTS kompensiert.

Trotz dieses ärgerlichen Ausfalls verbrachte ich sehr interessante eineinhalb Tage in der Hauptstadt. Der Friedrichstadtpalast und die Kalkscheune erwiesen sich als ideale Locations, um die re:publica’09 stattfinden zu lassen. Lediglich am zweiten Tag kam es dann in der Kalkscheune bei dem ein oder anderen Panel zu Engpässen. Sei’s drum. Ich hab einiges gelernt und viele Gesichter, die ich nur aus dem Netz kannte, kennengerlent. Das fiel am Donnerstag Dank der Pokens noch etwas leichter, man kam einfach schneller ins Gespräch. Bei den Panels gab es auch qualitative Unterschiede. Einige Panels brachte nicht viel Input, teilweise sogar die gähnende Langweile, wie man auf der Twitterwahl lesen konnte. Andere wiederrum begeisterten das Publikum und regten an. Besonders interessant fand ich den Vortrag vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar und die anschließende Diskussion mit dem Publikum.

So ganz sicher bin ich mir allerdings nach diesen Tagen nicht, ob ich wirklich Ahnung vom Internet habe. Diese Konferenz hat mich etwas durcheinander gebracht. Bisher dachte ich, überdurchschnittlich viel Internet zu konsumieren und zu wissen, was ich da mache. Aber da sind Leute vor Ort gewesen, die echte Ahnung hatten. Andere wiederrum waren einfach nur Freaks oder Geeks. Allesamt aber sehr sympathisch, nett, offen, aufgeschlossen und einfach Internetverrückte, die die Entwicklung des Internets diskutierten. Kritisch, aber optimistisch. Es war eine herrliche Atmosphäre, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Vielleicht gehöre ich trotz meiner Zweifel ja doch (noch) dazu.

Alle Fotos zur re:publica’09 gibt es hier und bei flickr, wenn ihr nach dem Tag “rp09″ sucht.

DOPPLR: Wohin geht die Reise?

Landkarte mit Pins
Wer auch den letzten Funken an Privatphäre verlieren will, kann dies mühelos und kostenlos bei DOPPLR tun. In dieser Community verrät man seinen aktuellen Standort und kann zudem über zukünftige Reiseziele informieren. Die verschiedenen Reiserouten werden auf einer Landkarte eingetragen und die jeweils zurückgelegten Kilometer automatisch zusammengerechnet. Frei nach dem Motto: Wer hat den Längsten die längste Strecke zurückgelegt. Auf Wunsch kann man seine Ziele und Routen nur bestimmten Freunden zugänglich machen. So bleibt zumindest potenziellen Dieben die wichtige Information vorenthalten, wann man gerade nicht zuhause ist. Als zusätzliches Feature können User für bestimmte Standorte Tipps geben und Empfehlungen aussprechen. Für Globetrotter eine nette Spielerei, für alle, die selten unterwegs sind, ist diese Plattform höchstens für den passiven Konsum interessant.

Foto: © wrw / PIXELIO

Unsocial Network

alleinr.de Logo
Jeder kennt jeden über x Ecken. Das ist in vielen Bereichen des Lebens durchaus nützlich und zumindest im Internet auch immer wieder eine erfreuliche Freizeitbeschäftigung. Social Networks gibt es zuhauf und ich muss zugeben, dass ich bei vielen dieser Communitys angemeldet bin. In einigen aktiver, in anderen war ich seit meiner Anmeldung nie wieder zu Besuch.

Ulrich Köring hat mich auf eine Seite aufmerksam gemacht, die mit alledem Schluss macht. Kein Netzwerken mehr, keine Freundschaften knüpfen mit Leuten, die man nicht kennt. Wer im Internet wirklich seine Ruhe haben will besucht alleinr. Hier merkt man sehr schnell, dass keiner einen gruscheln will oder über Anwendungen einen Bandenkrieg anzetteln möchte. Man ist hier nicht nur allein, man ist alleiner. Alleinr.de eben.

Da fällt mir ein, dass ich durchaus noch einmal erwähnen könnte, dass meine Domain winklr.de inzwischen auf meine MySpace-Seite geroutet ist.