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Social Media am Beispiel von Borussia Dortmund und Holstein Kiel

Schon etwas peinlich, wenn Spieler einer Regionalliga-Mannschaft im Rahmen der DFB-Pokal-Auslosung den nächsten Gegner beleidigen:

Natürlich macht sowas im Netz die Runde, das YouTube-Video wird weitergeleitet, bei Twitter geht’s ab und auch bei Facebook bleiben die Seiten von Borussia Dortmund und Holstein Kiel unter Dauerbeschuss.

Dialog auf der Facebook-Seite des BVB

Selbst Beleidigungen, die Stunden zuvor geäußert wurden, bleiben auf der BVB-Seite (knapp 700.000 Fans) unkommentiert stehen. Die Kieler reagierten dagegen schnell und sperrten die Posting-Funktion der Facebook-Seite (knapp 5000 Fans). Schreiben kann dort also niemand mehr auf die Pinnwand. Ob das unbedingt der richtige Umgang ist, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht hatte Holstein Kiel auch keine andere Wahl, diesem Besucheransturm entgegenzuwirken, denn das Kräfteverhältnis dürfte klar sein. Zumal das Blog schwatzgelb.de zu einer Anti-Choreografie auf Kiels Seite aufgerufen hatte.

Das DFB-Pokal-Viertelfinale wird also bereits jetzt auf Facebook ausgetragen.

Cem Özdemir und das Kotzen

Dieser Screenshot stammt vom 26. November. Ich habe ihn auf der offiziellen Facebook-Seite von Cem Özdemir gemacht, nur bisher vergessen, ihn hier zu posten. Interessant ist auch der erste Kommentar dazu, dem man sich vielleicht anschließen könnte. Der Post steht übrigens immer noch.

Irgendwie hat die ARD.ZDF medienakademie Twitter nicht verstanden

… oder aber eine ganz eigene Art, auf Twitter zu kommunizieren:

Der Twitter-Stream der ARD.ZDF medienakademie

Wenn Felix Magath nicht Felix Magath ist

Als Felix Magath, damals noch beim FC Schalke 04, eine offizielle Facebook-Seite startete, war die Aufmerksamkeit groß. Und die Fanzahlen auch. Derzeit hat Magath bei Facebook über 205.000 Fans. Natürlich wollen die Fans mit ihm “befreundet” sein, schreibt er doch vermeintlich selbst und kommentiert aktuelle Ereignisse wie den Rücktritt von Ralf Rangnick persönlich. So nah kann man einem Bundesliga-Trainer sonst nicht sein.

Doch diese Persönlichkeit lässt immer mehr nach. In letzter Zeit häufen sich Einträge, die nicht nach einem Felix Magath sondern nach einer Presseabteilung klingen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Magath diesen Text selbst verfasst hat? Der VfL Wolfsburg macht hier einen Fehler im sozialen Netz. Er fungiert als Ghostwriter und nutzt die größere Reichweite Magaths, anstelle die vereinseigene Fansite zu nutzen. Diese hätte übrigens auch nur ein Viertel Likes. Das alleine ist aber nicht das Problem, Ghostwriting ist bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht unüblich. Außerdem hat der Inhalt durchaus Relevanz für die Fans der Magath-Seite. Jedoch darf man eine solche Meldung nicht in der Ich-Form formulieren und suggerieren, Magath selbst hätte diesen Eintrag bei Facebook verfasst. Das schadet der Glaubwürdigkeit der Seite und lässt den Eindruck erwecken, man wolle die Fans für dumm verkaufen.

Twitter bietet Analysetool an. Bald werden Twitter-User ein Analysetool an die Hand bekommen. Vorerst steht es aber nur einem kleinen Kreis in einer Private Beta zur Verfügung.

Soziale Netzwerke: Deutschland macht sich Sorgen. Schaut Euch diese Grafik im “Daily Chart”-Blog von The Economist an. Wir sehen die Social-Network-Nutzer innerhalb Europas und im grauen Kästchen den prozentualen Anteil derer, die sich um ihre Privatsphäre in diesen Netzwerken Sorgen machen. Es wundert kaum, dass wir in Deutschland einen Spitzenplatz einnehmen. Erstaunlich allerdings, dass nur so wenige Deutsche überhaupt Social Networks nutzen. Die Statistik stammt übrigens von der EU-Kommission.

Die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Netz

Seitdem sich Menschen aktiv in Netzwerken austauschen, versucht man deren Einfluss zu messen. Wie viel ist ein solcher User wert, welche Kontakte kann er spielen lassen und welche Online-Reputation besitzt er? Das alles zu messen ist ein extrem aufwendiger Prozess, denn hier spielen sich viele Dinge ab, die sich nicht einfach zählen lassen – sie müssen ausgewertet werden. Jemand der bei Twitter 3000 Follower hat, muss nicht unbedingt einflussreich sein. Landen seine Nachrichten im Nirvana und werden nicht beachtet, nicht beantwortet oder retweetet sind 3000 Follower wenig wert.

Deswegen veruschen verschiedene Systeme den Einfluss in sozialen Netzen zu messen. Einer dieser Dienste ist Klout. Durch einen bestimmten Algorithmus wertet Klout das Nutzerverhalten bei Twitter, Facebook und LinkedIn aus und erstellt daraus einen Wert. Den sogenannten Klout Score, der zwischen 0 und 100 liegen kann. Meiner liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 53, das ist ganz in Ordnung. In die Wertung gehen alle Kontakte ein und das interaktive Verhalten mit ihnen. Klout ordnet die Nutzer anschließend in bestimmte Kategorie ein, in meinem Fall ist das “Specialist”. Bei all den Zahlenspielen bleibt natürlich die Frage, ob man Einfluss im Netz überhaupt ausrechnen kann.

Klout bietet nun auch eine Schnittstelle für Facebook-Seiten an, durch die Firmen den Klout Score für ihr Angebot nutzen können. Willkommen in der Zwei-Klassen-Gesellschaft. Auf diesem Score basierend, kann ein User unterschiedliche Angebote, Coupons oder Seiten angezeigt bekommen. Hat jemand einen Wert von “nur” 20, bekommt er vielleicht einen 5%-Gutschein, jemand mit einem vermeintlich höheren Einfluss, beispielsweise einem Klout Score von 70, könnte deutlich mehr profitieren.

Als erstes Unternehmen nutzt Audi USA diese Schnittstelle und erlaubt ab einem bestimmten Wert den Download eines Wallpapers. Alle darunter gehen leer aus.

Die große, bunte re:publica-Show 2011

Leider habe ich kaum Zeit gehabt, zeitnah über die re:publica XI zu bloggen. Das hat nun zur Folge, dass ich mich nicht mehr an alles gut erinnern kann und da helfen auch die handvoll Notizen aus den Panels nicht weiter, die ich auf meinem iPad notiert hatte. Übrigens war das iPad 1 eine Investition, die sich wahrlich gelohnt hat. Alleine schon das Gewicht und die Akkulaufzeit haben mir das Leben in Berlin erleichtert. Da sind wir schon bei einem wichtigen Punkt: Die Internetverbindung während der Konferenz.
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