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Muss Facebook vor Google+ zittern?

Google Wave sollte einst die E-Mail-Nutzung revolutionieren. Das Projekt ging gewaltig in die Hose. Mit Google+ versucht sich Google jetzt an einem Social Network. Ich habe die Plattform gestern Nacht einige Stunden getestet.

Das positive Echo bei Twitter und bei Google+ selbst hat mich doch etwas überrascht. Denn das, was ich in den ersten Stunden Nutzung gesehen habe, war nichts Neues. Hochgelobt wurden die sogenannten Circles, die einzelnen Nutzergruppen, in die man seine Kontakte einteilen kann. Von einer deutlich besseren Usability als bei Facebook war hier die Rede. Ich hatte bisher aber keinerlei Probleme meine Freunde bei Facebook in Listen einzuteilen und Statusmeldungen und Content nur bestimmten Nutzern zugänglich zu machen. Klar, Circles sind ne nette Spielerei und das Hin- und Herverschieben sieht dank HTML 5 schick aus, bringt aber keinen echten Mehrwert. Weiterlesen »

Quora: Das Frage-Antwort-Spielchen macht Spaß

Ich bin ganz ehrlich: Zunächst wusste ich nicht, ob mir Quora irgendwas bringt oder die Plattform eine Zukunft hat. Ein Frage-Antwort-Startup – ob’s das bringt?

Als ich mich das erste Mal einloggte, war ich etwas überfordert. Das Interface und die Funktionsweise von Quora sind nicht wirklich selbsterklärend, vielleicht hätte ich mich vorab noch schlau machen müssen. Aber die Anfänge bei Facebook waren damals als VZ-Nutzer auch etwas gewöhnungsbedürftig. Ich gab Quora eine Chance und learnte by doing. Ihr wisst schon.

Orientieren konnte ich mich auf der Seite ganz gut, doch mit einigen Begriffen und Funktionen musste ich mich erst einmal vertraut machen. Nach einiger Einarbeitung kann ich vielleicht den ähnlich ratlosen Menschen einen ersten Einblick in Quora gewähren: Weiterlesen »

Carpendale in Erfurt

Gestern war bei mir mal wieder ein Konzertbesuch angesagt – Howard Carpendale ist wieder on the road, seine aktuelle Tournee Stark führt ihn seit Anfang April durch viele deutsche Städte, aber auch ins benachbarte Ausland. Wir haben gestern das Konzert in Erfurt besucht – eine Messehalle, viel kleiner als erwartet – zudem die Seitentribünen komplett zugehängt. Das hat mich doch sehr überrascht, denn ich dachte eigentlich, dass Howard Carpendale durchaus immer noch “in” ist. Okay, vielleicht ein taktischer Management-Fehler, in kurzer Zeit Leipzig (Samstag), Magdeburg (Montag) und dann auch noch Erfurt zu spielen. Möglicherweise drehen die Menschen aber auch gerade im Osten den Euro in den heutigen Zeit den dreimal um, bevor sie ihn ausgeben. Und Ticketpreise um 80 Euro aufwärts schrecken dann doch eher ab.

Vielleicht spielt aber auch eine Rolle, dass der smarte gebürtige Südafrikaner ja vor einigen Jahren mit großem Brimborium, riesen-großer Tränen-Abschieds-Tournee zurückgetreten ist, um dann doch auf einmal wieder zu spüren, dass es ohne sein Publikum dann doch nicht geht, Golfspielen und Strand dann doch nicht “alles” sind für einen Sänger, der sein Leben lang nichts anderes gemacht hat. Ich nehme ihm irgendwie ab, dass ihm das Adrenalin irgendwie gefehlt hat, dass er gemerkt hat, was ihm ohne die Bühne fehlt. Er wirkt glaubwürdig, wenn er davon erzählt oder singt, er wirkt in der Tat “authentisch”, was er ja auch gerne immer wieder von sich behauptet. Auch wenn das alles irgendwie ein “Geschmäckle” hat, mag ich ihm nicht unterstellen, dass er seinen Rücktritt nur inszeniert hat, um bei der “Rücktritts-Tour” abzusahnen und dann bei der “Comeback-Tour” auch noch mal ordentlich was mitzunehmen. Möglich ist im Showgeschäft allerdings alles. Bemerkenswert, dass Udo Jürgens schon bei Carpendales Abschiedstournee gesagt hat, “der kommt eh irgendwann wieder, weil er merken wird, was ihm fehlt…” – er sollte recht behalten. Weiterlesen »