re:publica 12: Termin und Location stehen! Nach der letzten, etwas zu vollen re:publica werden Johnny Haeusler und Co., wie bereits angekündigt, umziehen. Die neue Location für die re:publica 12 ist nun bekannt gegeben worden. Die Netzkonferenz steigt vom 02. bis 04. Mai 2012 und findet in der Station Berlin statt.
Blog-Archiv
Die große, bunte re:publica-Show 2011

Leider habe ich kaum Zeit gehabt, zeitnah über die re:publica XI zu bloggen. Das hat nun zur Folge, dass ich mich nicht mehr an alles gut erinnern kann und da helfen auch die handvoll Notizen aus den Panels nicht weiter, die ich auf meinem iPad notiert hatte. Übrigens war das iPad 1 eine Investition, die sich wahrlich gelohnt hat. Alleine schon das Gewicht und die Akkulaufzeit haben mir das Leben in Berlin erleichtert. Da sind wir schon bei einem wichtigen Punkt: Die Internetverbindung während der Konferenz.
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Der zweite Tag auf der re:publica 11
Heute war alles besser. Die Panels haben mehr gerockt, ich habe mehr Leute kennengelernt und hatte einen wundervollen Abend beim Italiener mit den Teilnehmern des Fußball-Panels. Zugegeben, wenn man von vielen Clubfans umgeben ist, macht das Spaß. Danke also an Katharina Wildermuth (Ladies first!), Alexander Endl, Stefan Helmer, Oliver Fritsch, Max-Jacob Ost, Anatol Vetters (der aber nicht mehr beim Essen dabei war) und last but not least Thomas Schneider von der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die Pizza hat geschmeckt, das Radler auch und die Gespräche waren interessant und unterhaltsam zugleich.
Überhaupt war das Fußballpanel zuvor schon aufschlussreich. Wenngleich es Alexander geschafft hat 52 (!) Minuten zu überziehen und mich somit nur in den Genuss der Schlussphase der Twitterlesung gebracht hat. Sei’s drum. War trotzdem schön. Und Sophie konnte ich dann trotzdem noch treffen. Ebenso Marcel, der mich ein wenig aufs Korn genommen hat. Ein wenig…
Die Whisteblowing-Panels waren auch anregend, ebenso der Vortrag von Peter Sunde (Flattr). Einzig Maxwell Salzberg enttäuschte mich, da er weniger auf das dezentrale Social Network Diaspora eingegangen ist als auf Motivationstipps zum Durchsetzen eigener Ideen.
Ich würde das alles gerne ausführen, aber mir fallen die Augen zu. Ich versuche nach der re:publica noch einmal zu (fast) allen von mir besuchten Panels die Senftube auszudrücken. Dann packe ich auch alle geschossenen Fotos in ein Flickr-Album
Der erste Tag auf der re:publica 11
Ich liege im Bett und bin merklich geschafft vom ersten Tag auf der re:publica in Berlin. Kein Wunder bei so viel Input. Aber ganz ehrlich muss ich sagen, dass mich das erste Drittel dieser Konferenz noch nicht vom Hocker gerissen hat. Es war ein ganz netter Tag mit vielen Panels und vielen netten Leuten, aber einige Panels waren schlechter oder anders als ihre Beschreibung es vermuten ließ.
Sascha Lobo dagegen war ein positives Beispiel. Er hat erneut unter Beweis gestellt, dass er ein hervorragender Entertainer ist. In humoristischen Phrasen zeigte er allerdings auf, worin das Problem bei Bloggern besteht: Sie sind einfach noch nicht da angekommen, wo sie vielleicht hingehören: In die Öffentlichkeit. So beschwerte sich Lobo, dass immer er von Fernsehsendern und Zeitungen angerufen werde. Ihn nerve das allmählich und alle im Saal seien Schuld, denn würden sie das Bloggen besser betreiben, stünden auch sie mal im Mittelpunkt. Großes Gelächter, doch es steckt ja so viel Wahrheit hinter diesen Aussagen. Denn gefühlt 95% aller Blogs gehen im Nirvana unter – konni.org inbegriffen.
Es kam mir zugute, dass ich nun mit einem iPad auf der re:publica unterwegs bin. Sein geringes Gewicht und seine zehn Stunden Akkulaufzeit sind wirklich eine Wohltat für mein Surfverhalten. Kein nerviges Suchen nach einer freien Steckdose, auch wenn ich mich in diesem Jahr bewusst mit dem Twittern etwas zurückhalte, um mehr von den Panels mitzubekommen. Das mit dem Multitasking muss ich vielleicht noch lernen. Irgendwie.
Morgen geht’s in die nächste Runde!
Berlin, Berlin: Die re:publica ruft!
Bei mir laufen zurzeit die letzten Vorbereitungen für einen Vier-Tages-Aufenthalt in der Haupstadt. Morgen werde ich zunächst bei einem Facebook-Seminar teilnehmen (mal sehen ob ich hier was lernen kann), anschließend steht von Mittwoch bis Freitag die Internetkonferenz re:publica auf dem Programm.
Wie schon in den Jahren zuvor verspricht das Programm jede Menge Highlights und nette Diskussionsrunden. Ein wichtiger Faktor bei dieser Konferenz ist aber auch der persönliche Kontakt zu all den Menschen, denen man folgt oder von denen man täglich liest. Sei es bei Facebook, Twitter oder in Blogs.
Auf diese Sprecher freue ich mich am meisten:
- Jakob Augstein, der Herausgeber des Freitag, und Openleaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg diskutieren im Panel “Leaking Transparency” über Whistleblowing und Journalismus. Darüber hinaus wird Domscheit-Berg die aktuellen Entwicklungen um Openleaks vorstellen.
- Mitchell Baker, die Vorsitzende der Mozilla Foundation, spricht über “Individuality, Technology and Online Life“
- Maxwell Salzberg ist einer der Studenten, die das Open-Source-Social-Network Diaspora gegründet haben. Auf der re:publica stellt er dieses vor.
- Was ein Jahr nach dessen Start beim Micropayment-Dienst Flattr los ist, erläutert der Gründer Peter Sunde am Donnerstagmittag.
Das sind nur einige der Höhepunkte der re:publica. Ich freu mich drauf! 3-Tages-Karten sind seit einiger Zeit ausverkauft, Tageskarten können noch hier erworben werden.
re:publica 2010 – Das war’s

Es waren schöne Tage in Berlin, bei der wohl größten deutschen Social-Media-Konferenz. Die Zeit reichte für mich leider nur, um sechs Panels zu besuchen, dafür waren das aber sehr anregende Vorträge. Die Stimmung vor Ort war wie bereits 2009 sehr angenehm und ich konnte auch den ein oder anderen Twitterer persönlich kennenlernen.
Eine Sache ist mir in den drei Tagen bewusst geworden: Es gibt einige Alphablogger, die eine feste Größe in der Szene darstellen. Doch wer sind ihre Nachfolger, wo ist der Nachwuchs, der in die Fußstapfen von Niggemeier und Co. treten soll? Ich kenne kein deutsches Blog, das mich so fesselt, dass ich es als unabdingbar bezeichnen würde. Sicher, einige nette Seiten, aber mehr nicht. Ja, ich mache mir fast ein wenig Sorgen um die deutsche Blogosphäre. Nicht nur weil es offenbar wenige Nachkömmlinge gibt, auch weil zu viele belanglose Blogs existieren. Es liegt natürlich im Auge des Betrachters, was belanglos ist und was nicht. Jeder hat das Recht, seine Gedanken in Wörter zu fassen und einen Blog zu schreiben. Vielerorts sehe ich aber Blogs ohne eigenen Content, die keine Stellung beziehen, die nichts Eigenes oder zumindest Charakteristisches haben. Es scheint manchmal einfach “in” zu sein, ein Blog zu schreiben, ohne eigentlich richtig darauf Lust zu haben.
Der andere Eindruck, der sich bei mir während der re:publica eingestellt hat, war, dass der Kreis der Alphablogger so eingeschworen ist, dass eigentlich auch keine anderen Blogger geduldet werden. Bewusst oder unbewusst sei dahin gestellt. Vielleicht ist das aber auch der eben genannten Situation geschuldet. Oder einer unbegründeten, selbst aufgebauten Konkurrenzsituation.
re:publica 2010 startet in Berlin

Die Vorfreude auf die Social-Media-Konferenz re:publica spürt man in allen Internetkanälen. Facebook und Twitter sind voll von Leuten, die ihre Gedanken zur größten Internettagung erzählen – oder zumindest ein paar Fotos von ihrer Reise nach Berlin weitergeben. 2500 Blogger und Internetbegeisterte. Was für eine unglaubliche Zahl. Ich glaube, das Orgateam rund um Johnny Haeusler und Markus Beckedahl hätte sich so einen Erfolg nie träumen lassen. Die Konferenz wächst jedes Jahr weiter, vielleicht ist das aber auch irgendwann ein Nachteil. Nämlich dann, wenn es in der Szene als kommerzielles Event wahrgenommen wird und nicht mehr die Netzkultur widerspiegelt.
Die Entwicklung ist noch nicht absehbar. Da nehmen sich die re:publica und das Internet nicht sehr viel. Solange die re:publica aber so bleibt wie sie im letzten Jahr war, wird sie mich als Besucher nicht verlieren. Ich freue mich auf einen regen Austausch und neue Erkentnisse in den kommenden drei Tagen.
Die Medien und die Blogger
Die Internetkonferenz “re:publica’09” bekam in den letzten Tagen ein mehr oder weniger großes Medienecho. Genügend Zeit ist verstrichen, um die unterschiedlichen Berichte im Internet und in Zeitungen zu lesen, die Fernsehbeiträge zu sehen und den Grundtenor herauszuhören. Am Ende sind die Blogger selbstverliebt, leben an der Realität vorbei und bewerten die Blogosphäre über. Die Relevanz des Web 2.0 wird immer wieder in Frage gestellt. Die Twittergemeinschaft verbreite jeden Müll auf 140 Zeichen, notwendig sei das nicht.
Etwas erstaunt bin ich über die Berichterstattung von Medien wie “On3 Südwild“, dem jungen Magazin des Bayerischen Rundfunks. Die Fragestellung des Jungredakteurs, der samt Kameramann am Friedrichstadtpalast seine Runden drehte, war zielgerichtet: “Würdest du deine Tweets auch auf Post-Its kleben?”, “Was ist das besondere an Twitter. Bitte nur auf 140 Zeichen antworten”. Das mag durchaus kreativ sein, verfehlt aber das Thema gänzlich. Denn der Zweck ist im Vergleich zu den kleinen gelben Zetteln ein völlig anderer. Meine Vermutung über die Intention des Autors hat sich heute bestätigt, als ich den fertigen Beitrag on demand gesehen habe. Von “Belanglosigkeiten” und “Datenmüll” ist hier die Rede. Tweets seien also nur Trash. Meine Antworten, die sich durchaus kritischer auf twitter bezogen, wurden rausgeschnitten. Interessant ist allerdings, dass “Südwild” selbst über einen eigenen Twitter-Account verfügt.
Natürlich lief bei der “re:publica” nicht alles gut. Natürlich waren einige Panels mangelhaft und wurden auch meinen Erwartungen nicht gerecht. Natürlich sind viele der sogenannten Alpha-Blogger sehr von sich überzeugt. Auch blieben wieder viele Fragen offen. Doch als Arroganz habe ich diese Veranstaltung nicht empfunden, auch nicht deren Macher oder Teilnehmer.
Die Welt wird vermutlich durch Blogs nicht maßgeblich verändert. Ich denke aber gerne an den Vortrag von Geraldine de Bastion zurück, “Blogging in Africa“. Er zeigte, dass die Meinung und Wahrnehmungen eines Bloggers aus Kenia, die dortigen Wahlen unverfälschter darstellten als die Berichterstattung der Medien vor Ort.
Letztendlich entscheidet über die Relevanz einer Ausdrucksform jeder einzelne selbst.


