
Der FC Getafe bekommt einen neuen Namen / Foto: Roberto Pérez (cc)
Fußballfans in Deutschland beschweren sich gerne über die zunehmende Kommerzialisierung des Sports. Gut, viel kommerzieller geht es eigentlich auch nicht, aber ein Beispiel aus Spanien zeigt uns, dass wir es hier noch relativ gut haben. Denn die 50+1-Regelung der Deutschen Fußball-Liga verbietet es Anlegern, die Stimmenmehrheit in einem Verein zu erlangen. Solche schützenden Vorgaben gibt es in der Primera Division nicht, daher haben sich Ölscheichs vor wenigen Tagen den FC Getafe unter die Nägel gerissen.
Es wundert mich, dass diese Meldung nicht höhere Wellen in der Fußballwelt geschlagen hat. 100% des Vereins gehören nun also irgendwelchen Multimilliardären, die natürlich nach Belieben Spieler kaufen könnten. Soweit nichts Außergewöhnliches, Red Bull macht das bei seinen Vereinen in Salzburg, Leipzig und dem Rest der Welt ähnlich, und Dietmar Hopp hat auch Geld in 1899 Hoffenheim investiert. Aber das hat in Deutschland eben alles seine Grenzen. In Spanien hingegen werden sich die Fans nun auch an einen neuen Namen gewöhnen müssen. Die Royal Emirates Group wird den Verein zur kommenden Saison umbenennen. Der FC Getafe wird dann in der Liga als Getafe Team Dubai an den Start gehen.