Zu Besuch bei der Spielbank Feuchtwangen

Mein Spiel Feuchtwangen gegen Hersbruck nahm ich gleich zum Anlass die Spielbank Feuchtwangen zu besuchen. Mit einem humanen Eintrittspreis von 2,50 Euro kann man sich den Spaß schonmal geben, dachten sich BA und ich. Eine Spielpflicht besteht nicht, allerdings muss man als Mann ein Sakko tragen, oder sich eben am Empfang eins ausleihen. Die im Internet angegebene Hemdpflicht entpuppte sich schnell als nichtig. So sahen wir viele Spieler mit T-Shirt unter dem Sakko.

Die Spielbank ist in zwei Bereiche unterteilt. Im ersten Stock findet man das Große Spiel (Black Jack, Roulette, Poker etc.), im unteren Bereich sind die Automatenspiele. Das Ambiente hat durchaus etwas. An zahlreichen Tischen spielen Leute in allen Altersstufen um Beträge zwischen fünf und tausenden von Euro. Wir haben uns erstmal umgesehen und zunächst im Restaurant der Spielbank das Tagesgericht zu uns genommen. Die Preise hierfür waren wider Erwarten sehr human. Auch die Getränke lassen sich bezahlen und kosten nicht wesentlich mehr als in den Kneipen in Nürnberg.

Doch irgendwann hat es uns dann schon gereizt mitzuspielen. Texas Hold’em wird in Feuchtwangen nur als Cash Game angeboten und das mit einem Tablestake von 300 Euro. Dieser Spaß war uns zu teuer. Aber Black Jack konnte man schon ab 5 Euro spielen, so haben wir einen kleinen Betrag in Jetons getauscht und eine Zeit lang gezockt. Begleitet wurden wir dabei von “leicht” angetrunkenen Schwaben, die sich nicht zu schade waren mit Sätzen wie “Ich hab gerade in den Sessel gefurzt” für Unterhaltung am Tisch zu sorgen. Auch der Croupier, der zeitweise an unserem Tisch gedealt hat, war ein guter Alleinunterhalter. Unterm Strich fuhr ich einen kleinen Gewinn ein, während BA 50 Euro verspielt hat.

Gewinn und Verlust hin oder her, der Abend war echt super schön und lustig. Es war mit Sicherheit nicht der letzte Besuch bei der Spielbank Feuchtwangen.

Bad Beat mit KK

Wieder einmal ein kleines Heimturnier Texas Holdem NL in meiner Wohnung. Dieses Mal versammelten sich acht Leute in meiner bescheidenen Wohnung. Einen Bad Beat möchte ich Euch aber nicht vorenthalten.

Meine Hand: Kc Ks
Ich bin Small Stack und gehe All-In. Die Chipleaderin callt mit

Kh 2c

Das Board killt mich mit einem Zweier-Drilling:
2s 5h 7d 2h Js

Eine halbe Stunde zuvor hatte ich mit den Pocket Kings ein Full House und habe gegen einen Achter-Vierling verloren. King Kong brachte mir heute kein Glück.

Poker – Doch ein Glückspiel?

Gestern Abend gab es in meiner Wohnung eine Premiere. Noch nie waren soviele Frauen bei einem Pokerabend. Nachdem ich trotz vieler Anfragen nur wenig Resonanz bekommen habe, kamen eigentlich nur Frauen. Nina, Steffi, Carmen, Nicky und ich schafften insgesamt drei Runden Texas Hold’em No Limit. Im ersten Durchgang konnte ich siegen, doch anschließend hatte ich keine Chance gegen das Glück von Steffi. Es gibt einfach Abende, da musst du einsehen, dass Glück nicht alles beim Pokern ist, aber durchaus viel entscheiden kann. Soviele “Bad Beats” wie gestern hatte ich noch nie. An dieser Stelle ein kurzer Auszug aus wikipedia, der ungefähr das schildert, was gestern passiert ist:

Viele unerfahrene Spieler kennen Begriffe wie etwa Pot Odds nicht. Folglich können sie auch nicht ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass sich ihre Hand noch verbessert. Das führt dazu, dass sie oft jeden Einsatz zahlen, obwohl es eigentlich nicht rentabel ist. Das führt zwar in der Regel tatsächlich zum Sieg des Spielers, der die starke Hand hält, es ist aber auch durchaus möglich, dass der unerfahrenere Spieler mit der richtigen Karte noch gewinnt.

Und eben letzteres ist gestern zig Mal eingetroffen, im Übrigen nicht nur gegen mich, sondern auch bei anderen Spielern. Ärgerlich, aber so ist das Spiel nunmal.

Million Euro Challenge

Ein großer Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Schon seit Anfang September spiele ich bei verschiedenen Freerolls, um eine Wildcard für die “Million Euro Challenge” von Full Tilt Poker zu bekommen. Heute schien es ein erfolgreicher Abend zu werden. Doch die Fehleinschätzung einer einzigen Hand kostete mich sehr viele Chips. Hätte ich hier nicht gecallt sondern wäre rechtzeitig ausgestiegen, hätte ich relativ sicher einen der ersten 100 Plätze belegt und somit die Wildcard für Sonntag erhalten. Von 1300 Teilnehmern belegte ich am Ende den 117. Platz. Eigentlich eine tolle Leistung, die ich aber nicht anerkennen kann. Ich hab mir durch diesen einen Call die Teilnahme an dem Turnier vermasselt. Das ist gerade mehr als ärgerlich… Ich bin so wütend auf mich selbst.