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Die Blanko-Karte der ÖBB


Ihr seht zwei VORTEILScards der Österreichischen Bundesbahnen. Diese Karten sind in etwa gleichzusetzen mit der Bahncard, die von der Deutschen Bahn angeboten wird. Innerhalb Österreichs erhält man damit 50% Ermäßigung auf den Fahrpreis. Nachdem ich Wien wirklich lieb gewonnen habe und mit Philip mehrmals im Jahr hinfahre, rentierte sich diese Anschaffung.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass auf der rechten Karte einige Angaben fehlen. Beispielsweise mein Name oder das Gültigkeitsdatum. Nein, ich habe nicht mit Photoshop rumgepfuscht. Es handelt sich hier um die originale Folgekarte, die ich im Dezember beantragt hatte. Beim Druck der Karte wurden die wichtigsten Informationen einfach vergessen. Als ich bei der Hotline der ÖBB anrief, erklärte mir eine etwas irritierte Mitarbeitern, dass der Druck nun erneut in Auftrag gegeben wurde, ich aber bitte bei meinem nächsten Aufenthalt in Österreich die fehlerhafte Karte abgeben solle. Mach ich – vielleicht.

Die letzten Stunden in 2009

Sende Euch liebe Grüße aus Wien und wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Spring Break

BA und ich vor dem Eingang von Kanal Telemedial
Gerade einmal drei Monate ist es her, seitdem ich das letzte Mal in Wien war. Ein bisschen Blut habe ich schon geleckt, muss ich gestehen. Wien ist großartig! Um meinen Resturlaub 2008 zu verbraten, ging es am Montag mit BA erneut in die österreichische Hauptstadt. Zuvor machten wir aber noch Halt in Linz, um im Restaurant Lentos zu Essen. Die Lokalität blieb uns seit dem letzten Besuch gut in Erinnerung und so nutzten wir die Chance uns in der Nähe des Ars Electronica Centers zu stärken.

Eigentlich hatten wir uns auch vorgenommen am Wiener Burgtheater das Stück “Mea Culpa” von Christoph Schlingensief zu besuchen. Der an Krebs erkrankte Theaterregisseur inszenierte ein Stück über sein Leben und insbesondere über seine Krankheit. Leider war das Stück ausverkauft und nur Stehplätze verfügbar, die wir dann nicht genommen haben.

Natürlich versäumten wir es auch nicht, erneut den Sitz von “Kanal Telemedial” in Dornbach zu besuchen. Thomas G. Hornauer trafen wir dort leider nicht an, aber wir machten ein Foto vor dem Eingang zu dem kleinen Domizil (siehe Artikelfoto), in dem einst die verrücktesten Fernsehsendungen unter dem Deckmantel der Esoterik ausgestrahlt wurden. Die Sendelizenz dafür hat er schon lange nicht mehr und so kommt man lediglich online und auf YouTube in den Genuss seiner Sendungen. Außer man hat das Glück ihn zu erwischen, wenn er sich bei den Kollegen des ZDF reinschmuggelt.

Am Donnerstag zog es uns für einen Tag nach Bratislava. Es war mein erster Besuch in der slowakischen Hauptstadt. Mit dem Zug vom Wiener Südbahnhof dauert es eine knappe Stunde bis man ankommt, und der Preis für die Hin- und Rückfahrt samt ÖPNV-Ticket für Bratislava ist mit 13 Euro mehr als günstig. Relativ planlos und spontan gingen wir durch diese Stadt, die viele Facetten zeigt. Das alte Osteuropäische, aber auch das Moderne. Verwahrloste Häuser reihen sich neben neu entworfenen Glasbauten ein. Wir gingen durch die Straßen der Innenstadt und an der Donau entlang. Unser Hunger verschlug uns später ins “Malecón“, einem Restaurant in der Nähe des Casinos. Die Küche war sehr delikat und preislich auf jeden Fall bezahlbar. Unser zuständige Kellner hatte übrigens eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Bruce Willis. Angesichts der aktuellen Veltins-Werbung musste ich in diesem Zusammenhang auch gleich an Rudi Assauer denken. Bratislava ist einen Besuch wert, leider hatten wir nur begrenzt Zeit um alles genauer zu erkunden. Ins Casino sind wir dann nach langen Diskussionen nicht mehr gegangen. Komischerweise war ich derjenige von uns beiden, der weniger Lust darauf hatte.

Heute ging es wieder zurück nach Nürnberg und morgen Abend bin ich wieder bei 90elf zu hören, während des Länderspiels zwischen Deutschland und Liechtenstein, ab 19 Uhr. Ein schöner Kurzurlaub mit dem besten Freund der Welt geht zu Ende.

Alle Fotos findet ihr hier.

Euro 2008: Deutschland im Viertelfinale

Es war eine Selbstverständlichkeit, dass BA und ich das Deutschlandspiel gegen Österreich gemeinsam anschauen. Selten gibt es eine solche Gelegenheit unsere Nationen zu unterstützen und um die Ehre zu wetten. Auch wenn ich Wien und Österreich seit meinem Besuch sehr mag, gab es heute keine Sympathien auf meiner Seite. Bei einer Europameisterschaft hört der Spaß eben auf.

Zunächst schauten wir im E-Werk im Außenbereich auf zwei LCD-Fernsehern das Spiel an. Die Kellerbühne wäre uns zwar lieber gewesen, aber diese war total überfüllt. Auch in der großen Halle, in der ich sonst bei “Star FM on the rocks” auflege, gab es keinen Platz mit guter Sicht auf die Großleinwand. Wahnsinn, wieviele Fans sich dort eingefunden haben. Für das E-Werk lohnt sich der Aufwand aus gastronomischer Sicht auf jeden Fall.

Nach der ersten Halbzeit wurde es recht frisch, so dass wir zu Michis WG gefahren sind, um dort die zweite Hälte zu verfolgen. Und dann machte es *BUMM!* – Michael Ballack zog ab und versenkte per Freistoß den Ball im rechten oberen Eck des österreichischen Tors. BA versuchte mit einem souveränen Lächeln den Ernst der Lage zu überspielen, aber ich durchschaute ihn und seine Angst. Nach vielen Chancen auf beiden Seiten und einer eher defensiveren Haltung der deutschen Elf in den letzten Minuten, blieb es beim 1:0. Ausreichend für die Ehre und für das Viertelfinale, aber nicht für die Star FM Tipprunde. Ich setzte auf ein 2:0 für Deutschland, was kurz vor Schluß auch beinahe gefallen wäre. So bleiben mir jetzt lediglich die Punkte für die richtige Tendenz. Immerhin.