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Macbook geklaut, per Webcam verfolgt

Dieser attraktive junge Mann hat ein Macbook gestohlen / Foto: Joshua Kaufman

Was würdet ihr tun, wenn Euer Notebook oder Macbook geklaut wird? Vermutlich die Polizei verständigen oder das Gerät orten, sofern möglich. Joshua Kaufman hatte das auch getan, aber darüber hinaus einen weiteren Ansatz verfolgt. Durch die installierte Software “Hidden” konnte er den Dieb seines Macbooks jederzeit via Webcam zuschauen.

Die dadurch gewonnenen Fotos teilte er in einem Blog mit der Öffentlichkeit. Dort sehen wir den jungen Mann schlafend auf dem Sofa, liegend im Bett und Auto fahrend mit dem Macbook neben der Gangschaltung. Leider dauert der Blogspaß nicht so lange an. Denn die Polizei in Oakland hat den Mann zwischenzeitlich anhand der Fotos und via Ortung gefunden und festgenommen. Das Macbook ist mittlerweile beschlagnahmt.

Natürlich, das kann auch ein Fake sein. Doch der Blogautor arbeitet unter anderem für CoTweet. Unwahrscheinlich, dass es erfunden ist. Selbst wenn, alleine die Idee ist schon sensationell.

Sie wissen, wo du bist.

Moderne Mobiltelefone mit eingebautem GPS können auf einer Landkarte (z.B. bei “Google Maps“) anzeigen, wo sich der Handybesitzer gerade aufhält. Selbst Handys, die nicht über ein solches Modul verfügen, können mit Hilfe des GSM und den umliegenden Funkmasten die Position relativ genau lokalisieren. Interessant wird es jedoch, wenn mp3-Player, wie der “iPod touch”, ohne GPS und GSM den Aufenthaltsort exakt bestimmen können. Ermöglicht wird dies durch Verwendung des WLAN, der dadurch bekannten IP-Adresse und einer Datenbank bei Google, von deren Existenz ich bisher nichts wusste.

WLAN-Router haben – wie alle anderen Netzwerkkarten auch – eine einmalige Kennung, die sogenannte MAC-Adresse (Media Access Control). Durch das Abfahren von Straßen und Protokollieren aller sich in der Nähe befindlichen WLAN-Router können die vorhandenen MAC-Adressen geographisch sehr genau archiviert werden. Das macht zum Beispiel die Firma “Skyhook Wireless” und bietet diese Daten in ihrem sogenannten WPS (Wi-Fi Positioning System) an. Wer also eine Standortbestimmung via “Google Maps” vornehmen lässt und dies ausschließlich über die Internetverbindung realisiert, nutzt oft solche Daten. Der “iPod touch” registriert in welchem WLAN er eingebucht ist, scant die Netzwerke in der Umgebung und vergleicht die MAC-Adressen mit den abgelegten Daten in der Datenbank. Die moderne Art sich selbst zu finden. Erschreckend.

Danke an BA für die Anregung zu diesem Thema.