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Besser Online 2010: Alle wollen das große Geld

Wenn der Deutsche Journalistenverband zu einer Online-Tagung einlädt, ist meine Erwartungshaltung groß. Schließlich ist das nicht irgendein Newcomertreffen sondern eine von der “Fachgruppe Online” organisierte Veranstaltung. Dummerweise ist es aber auch so, dass je höher die Erwartungen sind, desto herber die Enttäuschung ausfallen kann. Doch enttäuscht wurde ich unter dem Strich nicht.

Eines vorweg, und das sollte die Organisatoren der re:publica zumindest ein wenig beruhigen: Auch der DJV hat es am Samstag nicht auf die Reihe gekriegt, bei Besser Online ein stabiles Internet via WLAN anzubieten. Die Twitterwall funktionierte nur in den letzten 30 Minuten der Veranstaltung. Zudem waren in den Tagungsräumen die Handynetze nur bedingt verfügbar. Das Verbinden über UMTS wurde also zur qualvollen Angelegenheit.

Aber: Man muss das ja nicht unbedingt schlecht finden. So hatte Jeder mehr Gelegenheit den Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu folgen, anstatt sich mit Twitter zu verzetteln. Das passiert erfahrungsgemäß sehr schnell. Hätte man sich bewusst dazu entschieden, auf Internet vor Ort zu verzichten, wäre das in Ordnung gewesen. Wer es aber anbietet und einen Eintrittspreis von 80 Euro (DJV-Mitglieder 40 Euro) verlangt, muss das besser hinbekommen. Zumal die Anzahl der Besucher mit 180 recht überschaubar war. Ich habe nicht alle Panels besuchen können, da auf vier parallelen Bühnen diskutiert wurde. Meine Eindrücke basieren also nur auf einem kleinen Teil der Tagung Besser Online. Sie fand in den Räumen des Bayerischen Rundfunks in München statt. Weiterlesen »

Rainald Grebe in München

In den letzten Wochen habe ich einen Künstler sehr in mein Herz geschlossen: Rainald Grebe. Bereits vor einigen Monaten habe ich einen seiner Auftritte bei “Nightwash” gesehen, bin jedoch irgendwie nicht an Grebe hängen geblieben. Erst durch einen Link bei YouTube von Katharina wurde ich wieder auf ihn aufmerksam und merkte, dass sein Humor genau ins Schwarze trifft. Auch BA fand sehr viel Freude an den Videos und so entschlossen wir uns zu dritt das Konzert im Münchener Lustspielhaus zu besuchen.

Rainald Grebe spielte exklusive einer Pause von 15 Minuten ganze zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten. Dabei gab es zwischen den Songs Stand-Up-Einlagen, wobei “Stand-Up” vielleicht die falsche Bezeichnung ist, nachdem er meistens auf seinem Bürostuhl saß. Die Texte beruhen auf persönlichen Erfahrungen und sind oft gesellschaftskritisch, mit der nötigen Portion Ironie und Sarkasmus. Grebes Wortwitz, gepaart mit der fehlerfreien Beherrschung des Flügels und einer wirklich tollen Stimme machten “Das Robinson-Crusoe-Konzert” zu einem gelungenen Mix aus Konzert und Comedyprogramm. Auch die wohl bekanntesten Songs “Brandenburg” und “30-jährige Pärchen” fehlten nicht. Reich’ mir mal den Rettich rüber!

Mit 300 nach München

singstar1.jpgDank der neuen ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München konnten Katharina und ich innerhalb von einer Stunde in die bayerische Hauptstadt düsen. Drei Tage gönnten wir uns einen Aufenthalt im Mercure Hotel München City Center, in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs. Einen bestimmten Anlass dafür gab es nicht, lediglich die Lust mal wieder eine kurze Städtereise zu unternehmen. Die meiste Zeit haben wir mit Shopping verbracht und mit der ziellosen Nutzung des öffentlichen Verkehrsnetzes. Schließlich brachte mir die “Einkaufsmeile” am Stachus eine neue Digitalkamera, die Canon Ixus 800 IS. Meine alte Cam gab leider den Geist auf, indem sie jeden Akku nach nur wenigen Schüssen als leer abstempelt.

Nach der gestrigen Ankunft haben wir einen kleinen Singstar-Abend einberufen, an dem bis auf Lehnert nur Star FM Leute und natürlich Katharina teilgenommen haben. Die Bilder aus München und vom Karaokesingen findet ihr unter “Fotos“.

Kurztrip nach München

Den Sommerurlaub trotz der Misere von Donnerstag so schön wie möglich verbringen. Um dieses Vorhaben zu realiseren, sind Katharina und ich heute auf einen kurzen Shoppingtrip nach München gefahren. Im Vergleich zu den sonst üblichen 6:45 Stunden Zugfahrt ist diese Strecke in der Tat ein Klacks und vergeht wie im Flug.

Mit einer Partner-Tageskarte des Münchener Verkehrs- und Tarifverbunds stand uns die komplette bayerische Hauptstadt zur Verfügung. Im Betrag von 8,50 EUR war auch die Erfahrung enthalten, daß es der ein oder andere Busfahrer mit dem Handyverbot nicht wirklich ernst nimmt. Ganz ohne Skurpel telefonierte der Fahrer der Linie 152 einige Minuten mit einem Freund oder Bekannten. Zumindest ließen seine Gesichtszüge und sein breites Lachen nicht darauf schließen, daß er eine geschäftliche Kommunikation betreibt.

Wir haben uns ganz bequem durch die Stadt bewegt – zu Fuß und im ÖPNV, Sightseeing betrieben und das sommerliche Wetter genossen. Allerdings schmerzen unsere Füße nun, die dank gegenseitiger Massage schon auf dem Weg der Besserung sind.

München wieder einmal zu besuchen hat sich gelohnt. Auch wenn ich nach dem ganzen City-Hopping der letzten Monate immer mehr zu der Ansicht komme, daß es keine Stadt gibt, die so schön ist wie Nürnberg.