Appell: Weg mit den Social Media Buttons!

Blogbetreiber und Online-Magazine stecken in einer Zwickmühle: Social Media Buttons, die das Liken und Weiterleiten eines Artikels ermöglichen, sehen im Grunde immer scheiße aus. Machen wir uns nichts vor. Facebook-, Twitter- und Flattr-Button nebeneinander sehen perverser aus, als es die lilafarbene Milka-Kuh je war. Aber verzichten möchte eigentlich auch niemand darauf, obwohl es das Design beeinträchtigt. Denn ein großer Teil der Backlinks landet inzwischen in den Sozialen Netzwerken und sorgt für ein höheres Besucheraufkommen. Würde man die Buttons zugunsten des Designs entfernen, müsste man mit weniger Lesern auskommen. Meint man zumindest. Weiterlesen

Der Like-Button von Facebook als QR-Code

Den Barcode auf Verpackungen von Lebensmitteln kennen wir aus dem Alltag. Eine abgewandelte Form des Barcodes ist der sogenannte QR-Code. Im Gegensatz zum länglichen Barcode ist der QR-Code quadratisch, speichert seine Informationen aber ebenfalls in einem schwarz-weißen Muster. QR steht hierbei für “Quick Response”, also für “schnelle Antwort”. Die Deutsche Bahn nutzt diesen Code bei ihren Onlinetickets. Einige Computermagazine binden QR-Codes in ihren Printausgaben ein, die per Handy ausgelesen werden können und direkt zu einer vordefinierten Website im Browser des Handys führen.

Einem ähnlichen Prinzip folgt die Seite likify.net. Sie verbindet die Funktionalität der QR-Codes mit dem Like-Button von Facebook. Auf Likify könnt ihr euren eigenen QR-Code generieren und diesen auf Flyern oder Postern anbringen. Jeder, der diesen Code mit seinem Handy und einem Barcode-Reader scannt, bewirkt ein “Like” auf einer zuvor festgelegten Facebook-Seite. So können Produkte oder Partys von unterwegs aus geliked werden. Nun hat nicht jeder den Bedarf, Poster zu drucken. Aber ein solcher QR-Code wirkt sicher auch auf einer Visitenkarte gut. Eine weiteres Beispiel, wie der Like-Button den Einzug ins echte Leben hält, findet ihr auf netzwertig.

Liken, was das Zeug hält

Eine komische Kultur nistet sich gerade bei Facebook ein. Da wird geliked, des Likens wegen.

Im Klartext: Der Button Gefällt mir oder Like bei Facebook ist ursprünglich dafür gedacht gewesen, guten Content mit einer kleinen Anerkennung auszustatten. Ein kurzes “Hey, schöner Artikel, schönes Foto, das sagt mir zu”. In letzter Zeit sprießen aber Seiten mit Sprüchen oder Witzen, die den alleinigen Zweck erfüllen sollen, auf Facebook geliked zu werden. Eine Sammlung von Sätzen wie “Wer mich in Jogginghose nicht liebt, hat mich gestylt nicht verdient!!”, die nach dem Klicken auf dem eigenen Profil verlautbaren lässt, dass man genau diesen Spruch mag. Die bekanntesten Vertreter sind i-like.tk und mir-gefaellts.de. Hier gibt es außerdem die Möglichkeit, einen eigenen Text zu verfassen, der dann bei Facebook mit einem Gefällt mir übernommen wird. Für die Betreiber ist es vielleicht ein kluger Schachzug gewesen, die Like-Funktion Facebooks in dieser Form für sich zu nutzen. Aber ein solches Liken finde ich völlig daneben. Die Aussagen wirken überwiegend billig und das massenweise Liken von jedem sinnlosen Satz mindert die Wertigkeit des Buttons an sich. Die Überflutung der Facebook-Timeline lasse ich dabei mal außen vor.

Man entschuldige bitte die ganzen Anglizismen.

Like-Stempel

Die Like-Stempel aus dem Hause Nation

Ein Daumen und das Wort “Like”. Facebook hat seine hauseigene Bewertung vor kurzem auch für externe Seiten freigegeben. Dadurch gibt es für Nutzer die Möglichkeit, Inhalte auf anderen Seiten mit einem “Like” zu versehen und das eigene Gefallen auszudrücken. Wem es in Zukunft nicht mehr reicht, online Inhalte zu liken, kann ab sofort auch einen echten Stempel kaufen und Dokumente einfach abstempeln. Sogar ein Dislike-Stempel wird angeboten. Den Shop findet ihr hier.