
Rainald Grebe auf der Waldbühne Berlin
Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich gestern eines der besten Konzerte der letzten Jahre erleben durfte. Es war mein erstes Mal in der traditionellen Waldbühne, die in der Vergangenheit Künstler wie Bob Dylan oder die Rolling Stones beheimatet hatte. Gestern stand Rainald Grebe auf der Bühne und er war sowas von gut. Die meisten kennen ihn durch den Song “Brandenburg” oder seinen anderen Hymnen über die neuen Bundesländer. Der Mann hat aber viel mehr Facetten und besitzt einen Humor, der genau auf meiner Wellenlänge liegt. Und nach vielen Alben und einigen Konzerten, die ich bereits von ihm sehen und hören konnte, war das gestern der absolute Höhepunkt.
Zu seinem 40. Geburtstag spielte er drei Stunden lang mit dem “Waldbühnen-Orchester”, das aus seinem “Orchester der Versöhnung” bestand, samt Streichern, Chor und Bläsern. Dazu gab es die gewohnt schrille Kostüme, ein extrem lustiges Kamel und einige Comedy-Einlagen. Grebe eben. Selbst in der eigentlichen Pause kam man mit dem Puppenspieler Rene Marik nicht zur Ruhe. Ganz im Gegenteil. Als der Maulwurfn die Bühne betrat lag ich schon fast halbtot unter meinem Sitzplatz.
Eine perfekt inszenierte Bühnenshow vor 20.000 Zuschauern in einer traumhaften Kulisse, ein Rainald Grebe, der zwar ab und zu Texthänger hatte, aber ansonsten fantastisch war. Hier das große Finale mit “Brandenburg”, das leider um 23 Uhr sein Ende fand.
Nur das Vorprogramm, das unter anderem aus zwei Amateur-Boxkämpfen bestand, passte so gar nicht in das ganze Ambiente. Doch dieser Abend war in jeder Minute packend und wunderschön. Danke, Rainald.


