Wenn der Deutsche Journalistenverband zu einer Online-Tagung einlädt, ist meine Erwartungshaltung groß. Schließlich ist das nicht irgendein Newcomertreffen sondern eine von der “Fachgruppe Online” organisierte Veranstaltung. Dummerweise ist es aber auch so, dass je höher die Erwartungen sind, desto herber die Enttäuschung ausfallen kann. Doch enttäuscht wurde ich unter dem Strich nicht.
Eines vorweg, und das sollte die Organisatoren der re:publica zumindest ein wenig beruhigen: Auch der DJV hat es am Samstag nicht auf die Reihe gekriegt, bei Besser Online ein stabiles Internet via WLAN anzubieten. Die Twitterwall funktionierte nur in den letzten 30 Minuten der Veranstaltung. Zudem waren in den Tagungsräumen die Handynetze nur bedingt verfügbar. Das Verbinden über UMTS wurde also zur qualvollen Angelegenheit.
Aber: Man muss das ja nicht unbedingt schlecht finden. So hatte Jeder mehr Gelegenheit den Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu folgen, anstatt sich mit Twitter zu verzetteln. Das passiert erfahrungsgemäß sehr schnell. Hätte man sich bewusst dazu entschieden, auf Internet vor Ort zu verzichten, wäre das in Ordnung gewesen. Wer es aber anbietet und einen Eintrittspreis von 80 Euro (DJV-Mitglieder 40 Euro) verlangt, muss das besser hinbekommen. Zumal die Anzahl der Besucher mit 180 recht überschaubar war. Ich habe nicht alle Panels besuchen können, da auf vier parallelen Bühnen diskutiert wurde. Meine Eindrücke basieren also nur auf einem kleinen Teil der Tagung Besser Online. Sie fand in den Räumen des Bayerischen Rundfunks in München statt. Weiterlesen »



