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Besser Online 2010: Alle wollen das große Geld

Wenn der Deutsche Journalistenverband zu einer Online-Tagung einlädt, ist meine Erwartungshaltung groß. Schließlich ist das nicht irgendein Newcomertreffen sondern eine von der “Fachgruppe Online” organisierte Veranstaltung. Dummerweise ist es aber auch so, dass je höher die Erwartungen sind, desto herber die Enttäuschung ausfallen kann. Doch enttäuscht wurde ich unter dem Strich nicht.

Eines vorweg, und das sollte die Organisatoren der re:publica zumindest ein wenig beruhigen: Auch der DJV hat es am Samstag nicht auf die Reihe gekriegt, bei Besser Online ein stabiles Internet via WLAN anzubieten. Die Twitterwall funktionierte nur in den letzten 30 Minuten der Veranstaltung. Zudem waren in den Tagungsräumen die Handynetze nur bedingt verfügbar. Das Verbinden über UMTS wurde also zur qualvollen Angelegenheit.

Aber: Man muss das ja nicht unbedingt schlecht finden. So hatte Jeder mehr Gelegenheit den Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu folgen, anstatt sich mit Twitter zu verzetteln. Das passiert erfahrungsgemäß sehr schnell. Hätte man sich bewusst dazu entschieden, auf Internet vor Ort zu verzichten, wäre das in Ordnung gewesen. Wer es aber anbietet und einen Eintrittspreis von 80 Euro (DJV-Mitglieder 40 Euro) verlangt, muss das besser hinbekommen. Zumal die Anzahl der Besucher mit 180 recht überschaubar war. Ich habe nicht alle Panels besuchen können, da auf vier parallelen Bühnen diskutiert wurde. Meine Eindrücke basieren also nur auf einem kleinen Teil der Tagung Besser Online. Sie fand in den Räumen des Bayerischen Rundfunks in München statt. Weiterlesen »

re:publica 2010 startet in Berlin

Die Vorfreude auf die Social-Media-Konferenz re:publica spürt man in allen Internetkanälen. Facebook und Twitter sind voll von Leuten, die ihre Gedanken zur größten Internettagung erzählen – oder zumindest ein paar Fotos von ihrer Reise nach Berlin weitergeben. 2500 Blogger und Internetbegeisterte. Was für eine unglaubliche Zahl. Ich glaube, das Orgateam rund um Johnny Haeusler und Markus Beckedahl hätte sich so einen Erfolg nie träumen lassen. Die Konferenz wächst jedes Jahr weiter, vielleicht ist das aber auch irgendwann ein Nachteil. Nämlich dann, wenn es in der Szene als kommerzielles Event wahrgenommen wird und nicht mehr die Netzkultur widerspiegelt.

Die Entwicklung ist noch nicht absehbar. Da nehmen sich die re:publica und das Internet nicht sehr viel. Solange die re:publica aber so bleibt wie sie im letzten Jahr war, wird sie mich als Besucher nicht verlieren. Ich freue mich auf einen regen Austausch und neue Erkentnisse in den kommenden drei Tagen.