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Das Leben des Thomas G. Hornauer wird verfilmt – quasi

Mein werter Freund Stefan machte mich gerade darauf aufmerksam, dass im nächsten Jahr der absolute Oberhammer kommen wird. Ein Film über Gerhard Hornbacher, seines Zeichens Pornoproduzent, der jedoch seinen Job sausen lässt und stattdessen einen spirituellen Fernsehkanal gründet. Na, klingelt’s? Der Gründer parodiert das Leben von Thomas G. Hornauer. Aus Kanal Telemedial wird im 2011 erscheinenden Film Kanal Teleportal, aus der Deutschmarkt wird der Deutschtaler. Ich hatte bereits einige persönliche Erfahrungsmomente mit dem echten Herrn Hornauer, die ihr hier und hier noch einmal nachlesen könnt.

Ein genauer Termin, wann der Streifen raus kommt, steht noch nicht fest. Ich kann mir gut vorstellen, dass er in kleinen Kinos laufen oder vielleicht nur auf DVD erscheinen wird. Mit Helmut Krauss (Synchronstimme von Samuel L. Jackson und Darsteller des Nachbarn Paschulke in “Löwenzahn”) als Gerhard Hornbacher ist die Hauptrolle jedenfalls bestens besetzt. Hier ein kleiner Eindruck:

Die Deutsch-Markt

Sie soll die erste emotionale Währung der Welt sein. Für mich ist sie absoluter Schwachsinn: die Deutsch-Markt. Was sich der Esoterik-Guru und Millionär Thomas G. Hornauer hat einfallen lassen, grenzt an einen kompletten Sinnesverlust.

Mit der Deutsch-Markt soll man, laut der Homepage, Probleme aus dem Weg räumen und “mehrdimensionale befriedigende, erfüllende Bewusstseinszustände erreichen” können. Mit einer frei erfundenen Währung? Mit irgendwelchen Grafiken gedruckt auf Papier? Mit einem Namen der geringfügig an die frühere deutsche Währung erinnert?

Die Site der Deutsch-Markt sagt außerdem:

Wer “Ja” zur Deutschmarkt sagen kann, ist bereit wieder “Ja” zu seinem Leben zu sagen.

Klingt nach einer klaren Zielgruppe: Manisch-Depressive. Leider habe ich nicht die Absicht, “ja” zu sagen und bin nun also dem Tode geweiht. So werde ich es auch nicht mehr erleben, wie ich “Ei, Brezel, Brot und eine Tankfüllung” zum Umrechnungskurs von 2:1 erhalte. Die Deutsch-Markt sei ausschließlich über die Alte Bank von Württemberg zu beziehen. Hornauer will dadurch das Werteempfinden in der Gesellschaft ändern. Statt eine materielle Abhängigkeit wie beim Euro herzustellen, soll die Deutsch-Markt zu einer Währung werden, mit der man sich bei anderen bedanken kann. Der Arbeitgeber könne zusätzlich zum Lohn seine Dankbarkeit mit der Auszahlung von Deutsch-Marktscheinen bekunden, führt die offizielle Website als Beispiel an. Etwas ängstlich blicke ich auf die politisch klingenden Zeilen:

Die Deutschmarkt dient der Reinhaltung der Kultur des neuen Heiligen deutschen Königreichs

Wirklich ernst nehmen kann man diesen groben Unfug zum Glück nicht. Wer sich aber einen Jux daraus machen möchte sei gewarnt:

Die Deutschmarkt ist nur im Original echt und wirksam. Jegliche Fälschung, Kopie oder Täuschung hat keine Existenzberechtigung, da die Deutschmarkt als absolut aufrechte Währung ohne Falschheit zelebriert werden muß. Jeder Deutschmarktschein ist als heilig anzusehen.

Amen.

Hornauer goes Web 2.0

Was macht eigentlich Thomas G. Hornauer? Der Mann, der durch 0190-Nummern zum Millionär wurde und seinen Fernsehsender Kanal Telemedial nun im Internet betreibt, sendet immernoch! Ich hatte es lange Zeit versäumt, seine Homepage aufzusuchen. Nachdem er einen meiner Blogeinträge über ihn in seiner Sendung vorlas und sogar versucht hatte bei mir anzurufen, sank mein Interesse zunehmend.

Inzwischen scheint der esoterische Freund die Möglichkeiten des Internets für sich nutzen zu wollen. Früher musste ein sogenannter Energieausgleich via Telefon geleistet werden, um das Erfahrene durch Kanal Telemedial finanziell zurück zu geben. Hornauer sprach damals vom Free Pay-TV. Ein absurder Begriff. Wer allerdings immernoch das Bedürfnis hat, die Weisheiten des Thomas G. Hornauer “auszugleichen”, kann neuerdings auf PayPal zurückgreifen.

Der aktuelle Stream zeigt eine Wiederholung unbekannten Datums. Doch für Fans der alten Sendungen aus dem riesigen Studio in Baden-Württemberg steht ein eigener Stream-Kanal zur Verfügung, der die Höhepunkte vergangener Jahre zeigt. Ändern wird das an der Wahrnehmung Hornauers in der Öffentlichkeit jedoch nichts. Wie er selbst sagt:

Die einen filtern mich positiv, die anderen negativ. Aber ich bin eigentlich nur der Thomas.

Und ewig klimpern die Tasten der telemedialen Orgel.

Hornauer: Die Haftungsbeschränkung

Als Thomas G. Hornauer gestern aus meinem Blog vorlas, stieß er auch auf mein Impressum. “Haftungsbeschränkung hier, ich kann schreiben was ich will und ich haft’ für nix”, fasst er den entsprechenden Abschnitt meines Impressums kurz – aber falsch – zusammen. Würde sich Hornauer etwas mehr Zeit nehmen, würde er merken, dass es zwischen dem Wort “Haftungsbeschränkung” und “Haftungsausschluss” einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt. Auch über den zweiten Punkt meines Impressums stolpert der Telemedial-Chef: Das Urheberrecht.

“Dass die Urheberrechtsmissbraucher in der Selbstverständlichkeit das Urheberrecht ganz genau kennen und den Datenschutz, und für sich in Anspruch nehmen, ist ja auch besonders witzig.”

Dieses Zitat möchte ich besonders vorheben. Hier unterstellt mir Hornauer indirekt, das Urheberrecht zu missbrauchen, was de facto nicht der Fall ist. Weder benutze ich Fotos oder Videos aus seiner Sendung noch verlinke ich zu solchen Inhalten auf meiner Seite. “Besonders witzig” ist diese Unterstellung nicht.

Seine Redaktion solle auch prüfen, ob bei mir eine Anmeldung für ein “redaktionelles Gewerbe” vorliege. Mit welcher Befugnis und auf welchem Weg sie diese Prüfung vornehmen wollen würde mich interessieren. So etwas gibt es in dieser Form überhaupt nicht und wird für ein privates Weblog auch nicht benötigt. Meine Seite enthält keine Werbung, ich erziele mit ihr keinerlei Einnahmen. Ebenso muss niemand auf irgendeinen Bundespresseball gehen, um journalistisch schreiben zu dürfen, was Hornauer jedoch behauptet. Davon abgesehen, dass ich seit Jahren hauptberuflich Journalist bin und Mitglied beim “Deutschen Journalistenverband”, ist die Berufsbezeichnung “Journalist” nicht geschützt. Leider stellt Thomas G. Hornauer seine Unkenntnis jeden Abend aufs Neue unter Beweis.

Hornauer: Er liest mein Blog

Da sitzt er wieder an seinem Outlook Express und öffnet eine Mail nach der anderen. Auf der Suche nach Markenrechtsverstößen geht “Telemedial”-Chef Thomas G. Hornauer in seiner Livesendung am Mittwoch wieder aufs Ganze. Die Zuschauer sollen selbständig die Rechtsverletzungen auffinden und der Staatsanwaltschaft melden. Das ginge auch online, meint Hornauer. Immernoch stehen verschiedene Darstellungsformen seiner Logos und Wortmarken im Vordergrund. “Nicht überall wo Satire drauf steht, ist auch Satire drin”, erklärt der im weißen Hemd gekleidete Telemedial-Gründer. Erstmals seit langem erwähnt er auch die Nutzungsgebühren seiner Angebote. Hier wird detailliert aufgeführt, wieviel unter anderem die Aufzeichnung eines kompletten Live-Abends kostet, nämlich 9 Euro. Die Drohung, die er während der Sendung abgibt, spricht Bände: “Alle Gegner werd’ ich mit meinen ganzen Millionen plattmachen. Richtig plattmachen.”

Während ich diesen Eintrag schreibe, ist Thomas G. Hornauer auf meinen vorherigen Eintrag gestoßen und hat ihn in großen Zügen vorgelesen, ohne die Quelle zu nennen. So hält man es also mit dem Urheberrecht im Hause Telekontor. Gleichzeitig nennt er meine im Impressum veröffentliche Anschrift in seiner Sendung und fordert eine seiner Mitarbeiterinnen auf, bei mir vorbeizuschauen und mit mir zu reden. Ein Zuschauer mailt Hornauer meine angebliche Telefonummer. In Wahrheit handelt sich dabei um die Nummer meiner Eltern, bei denen zum Zeitpunkt des Anrufs besetzt war. Weshalb er dort überhaupt nach 22 Uhr versucht anzurufen ist mir ein Rätsel.

Thomas G. Hornauer hetzt gegen Online-User

Thomas G. Hornauer, der Chef des Senders “Kanal Telemedial“, macht mobil gegen Internetnutzer, die seinen Namen oder “Kanal Telemedial” auf ihrer Seite verwenden. Dabei spielt es für Hornauer keine Rolle, ob dies in einer satirischen Form geschieht oder in einem redaktionellen Rahmen stattfindet.

Gegen diese angebliche Verletzung der “Persönlichkeits- und Markenrechte” geht er nun konsequent vor. In einer außerplanmäßigen Livesendung am Montagnachmittag suchte er Websites auf, die über “Kanal Telemedial” schreiben. Das Portal “dooyoo” wurde sogleich von ihm ins Visier genommen. “Dooyoo” betreibt eine Website, auf der Produkte und Dienstleistungen kommentiert und bewertet werden können. So schreiben User auch über den esoterischen TV-Sender – meist negativ. Hornauer rief die Firma an und bat darum, die Einträge zu entfernen. Man wolle ja schließlich nicht den Staatsanwalt bemühen. Dass diese Angelegenheit keine Sache des Strafrechts ist, scheint sich Hornauers Kenntnis zu entziehen. Echauffiert hatte er sich insbesondere über den Eintrag “Die spirituellen Weisheiten eines Pornoproduzenten”. Die freundliche Dame am Telefon versicherte, die betreffenden Einträge zu entfernen, die Möglichkeit den Sender zu bewerten, bliebe allerdings nach wie vor bestehen.

In der selben Manier wandte sich Hornauer auch an das Weblog “The Aufsichtsbehördle“, eine Seite, die bereits seit vielen Monaten über den Sender berichtet. Hier sieht Hornauer ebenfalls seine vielfältigen Rechte verletzt. Schließlich werde sein Name mehrfach “missbraucht” und auf Videos bei YouTube verwiesen. Er rief den Inhaber der Seite an und stellte ihn ungefragt in die Sendung durch. Ohne Erlaubnis für das Ausstrahlen dieses Gesprächs konfrontierte er den Betreiber mit haltlosen Beschuldigungen. Als der Mann erklärte, er wolle jetzt noch einkaufen und habe keine Zeit das Gespräch fortzusetzen, konterte Hornauer: “Sie haben doch auch Zeit diese Seite im Internet zu betreiben.”

Was jedoch später in der Abendsendung ablief, grenzt schon an Rufmord. Der User keksausmainz, der sowohl im Aufsichtsbehördle, als auch bei Twitter und YouTube über einen Account verfügt, wurde regelrecht im Netz gejagt. Hornauer bat um Mithilfe seiner Zuschauer, veröffentlichte Fotos der betreffenden Person, Realnamen und stellte ihn weit über eine Stunde in den Mittelpunkt seiner täglichen Sendung (Mo-Fr ab 20 Uhr). “Die glauben, die dürfen im Internet alles, wenn sie jetzt aber mal selbst öffentlich sind, ziehen sie den Schwanz ein”, scheint Hornauer sein Vorgehen legitimieren zu wollen. Auch der Journalist und Online-Grimmepreisträger Stefan Niggemeier wird von Thomas G. Hornauer attackiert. Ob man diese Auszeichnung wohl kaufen könne, fragt der Telemedial-Guru respektlos in seiner Liveshow.

Darüber hinaus wurden mehrfach private E-Mail-Adressen von Zuschauern veröffentlicht, die ihre Einwilligung hierzu nicht gaben. Es bleibt abzuwarten, ob Hornauer mögliche Prozesse gewinnt, oder ob die diffamierten Personen Anzeige wegen dessen Handlungen heute Abend erstatten werden.

Update, 17. Juni, 19:33 Uhr: Inzwischen hat dooyoo.de sowohl alle Bewertungen als auch das Firmenlogo Hornauers offline genommen.

Hornauer is back

Thomas G. Hornauer, Multimillionär und selbsternannter “Meister”, ist wieder da. Seit letztem Montag sendet er mit seinem scheinbar spirtuellen Programm “Kanal Telemedial” im Internet via Livestream. Ab 20 Uhr ist er montags bis freitags live auf Sendung.

“Kanal Telemedial” befinde sich nun in der “dritten Generation”, so Hornauer. Schon die ersten beiden Generationen haben BA und ich sehr gerne verfolgt und uns dabei köstlich amüsiert. Der Unterhaltungswert des Programms fernab des pseudo-esoterischen Teils ist nicht zu verachten. Nach dem Lizenzentzug in Baden-Württemberg nistete sich Hornauer in Wien ein und ließ sich von der dortigen Regulierungsbehörde “KommAustria” lizenzieren. Das hauptsächliche Programm wurde aber nach wie vor aus Ludwigsburg gesendet. Einige Schaltungen zu einem Altar in Wien sollten die Lizenzauflagen erfüllen. Die Ausstrahlung auf Astra wurde derweil aus Kostengründen eingestellt. Das ist also die dritte Generation: Reines Internetfernsehen.

Geändert hat sich programmlich einiges. Das großzügige Studio in Ludwigsburg, wurde eingetauscht gegen zwei relativ kleine Zimmer. In einem musiziert der gebürtige Plüderhausener mit Trommeln und Keyboard, im anderen ist der Orange Table aufgebaut. Dieser Tisch war früher Dreh- und Angelpunkt des Kanals und oft mit zahlreichen “Experten” und spirituellen Menschen bestückt. Seine jetzige Liveshow findet ausschließlich an diesem Tisch statt, meistens mit einem Studiogast. Die teure Mehrwertnummer von einst wurde eingestellt, stattdessen kann man bei einer (ebenfalls teuren) Auskunftnummer anrufen und seine Nummer hinterlassen. Hornauer ruft anschließend live in der Sendung zurück.

Neu ist auch die E-Mail-Adresse info@orangetable.de und der Computer an Hornauers Seite. Zuschauer können erstmals direkt in die Sendung mailen und wenn der “Meister” Lust hat, liest er die Nachrichten auch mal vor. Ebenfalls neu sind die “Telemedial Reportagen”, die eigentlich keine Reportagen sind, aber gut. Auffallend ist die ruhige Art, die Hornauer an den Tag legt. Von hysterischen Anfällen und Vergleichen mit den Juden sieht er derzeit noch ab. Das Internet versteht er neuerdings als Partner und verteufelt es nicht mehr, sondern will es nutzen, um eine Community aufzubauen, die “Heiliges Königreich” heissen soll. Ich freue mich schon auf die Reaktionen der Kirchen.

Zugleich ermahnt er alle Homepagebetreiber, die seinen Namen oder den Namen des Senders nutzen. 30.000 Euro koste der Gebrauch der geschützten Wort- und Bildmarken. Auch sei es eine “Verletzung des Grundrechts”, wenn jemand Videos seiner Sendung bei YouTube hochlädt. Hornauer ist zurück, und ich freue mich auf unterhaltsame Abende mit “Kanal Telemedial”.