Sabine Töpperwien über Fußball im Radio

Das Interview, das Sabine Töpperwien, dem Medienmagazin DWDL gab, hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Die Teamchefin der ARD-Radios bei der EM, die auch beim WDR federführend für die Bundesliga-Konferenzen ist, wurde über Fußballreportagen im Radio und die anstehende EM befragt. Dabei gibt es neben der Mehrfachbetonung, wie viel Verantwortung sie vor diesem Turnier doch habe, auch folgende Erkenntnis:

Wir sind mit nur 30 Programm-Mitarbeitern in Polen und der Ukraine ein recht kleines Team, haben aber trotzdem den Anspruch, alle Spiele live abzubilden. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, acht der 24 Vorrunden-Spiele mit nur einem Reporter zu besetzen. Der wird mit einem kleinen Übertragungsgerät in das jeweilige Stadion geschickt. Es handelt sich dabei um ein ISDN-Gerät, das gerade einmal maximal 30 x 20 Zentimeter groß ist. Wir nennen dieses Gerät “Scoobi-Doo”. Das muss sich der Reporter selbst in einen bestellten Anschluss auf der Reporter-Tribüne einstöpseln und den technischen Kontakt zum Schaltraum nach Warschau in das IBC finden, sich seinen Kopfhörer aufsetzen und drauf los reportieren. Er hat dann keinen Assistenten und keinen Techniker dabei.

Bei 90elf sind unsere Reporter fast immer alleine im Stadion, schließen alles selbst an, machen den Leitungscheck und die Reportage auf eigene Faust. Da steht kein Ü-Wagen vor dem Stadion und es sitzt auch kein Techniker mit am Platz. Im Übrigen ist das auch bei allen anderen privaten Radiosendern so. Das funktioniert seit Jahren reibungslos und daher musste ich schon ein wenig schmunzeln, wie dieses Vorgehen als bahnbrechend neu und riskant verkauft wird:

Wir drücken alle ganz fest die Daumen, dass dieses Modell aufgeht, denn wenn unsere HörerInnen den Reporter hören, werden sie keinen Unterschied merken, weil es eine fantastische Studioqualität ist – es muss nur klappen. Das ist sozusagen unsere One-Man-Show, womit wir natürlich so kostengünstig sind, wie es weniger gar nicht mehr geht. [...] Für ein Großereignis ist es die Premiere, aber wir haben das ganz intensiv bei uns in der 2. Fußball-Bundesliga getestet. Dort hat das Modell den Herausforderungen Stand gehalten.

Das gesamte Interview mit Sabine Töpperwien gibt’s hier.

150 Euro – Und jetzt mal kreativ sein!

Das Wulff-Interview zieht im Internet weite Kreise. Im Fokus steht natürlich die selten dämliche Aussage von Bettina Schausten, sie würde ihren Freunden bei einer Übernachtung 150 Euro bezahlen. Natürlich, wie man das eben so macht.

Die Kreativität im Netz reicht von Chuck-Norris-Witzen über Unbezahlbar-MasterCard-Fakewerbungen bis hin zu Gutscheincodes. Airbnb hatte hierbei die bisher beste kommerzielle Idee:

Wer hat das Thema noch kreativ genutzt?

Persönlichkeiten im Radio

Ich zitiere aus einem Podcast der Lokalrundfunktage 2011:

Natürlich ist es Personality, wenn ein Moderator erzählt, was ihm gestern Abend beim Kneipenbesuch Außergewöhnliches passiert ist.

Sagt Martin Liss, der Geschäftsführer von ENERGY Berlin. Komisch, für mich waren genau solche irrelevanten Geschichten ein Abschaltgrund und belegen keineswegs eine echte Persönlichkeit. Natürlich kommt es auf die Machart an und auf die Glaubwürdigkeit. Aber oft lacht dann im Hintergrund der Sidekick künstlich über die ach so peinliche oder lustige Geschichte des Moderators.

Ja, Persönlichkeiten fehlen im Radio, weil nur wenige Leute echt sind. Wirklich sie selbst. Weil sie nicht so dürfen wie sie könnten, wenn sie dürften. Und weil sie schon in ihren Volontariaten in unsäglichen Hits-am-Stück-Sendungen jedes Gefühl für Authentizität verlieren.

Der Podcast ist hörenswert. In allen anderen Aussagen stimme ich Liss zu.

Thomas Müller feiert doppelt

Der Beste Junge Spieler des Turniers und gleichzeitig Top-Torjäger. Wahnsinn, das hätte Thomas Müller vor der WM nicht geglaubt und ich hätte ihm diese Leistung wohl auch nicht zugetraut. Müller hat mich aber in diesen Wochen überzeugt. Er ein ein sympathischer Stürmer, der bodenständig wirkt und sicher noch zwei oder drei Weltmeisterschaften spielen und an Bedeutung gewinnen wird. Eine kurze Geschichte über Thomas Müller, die ich heute für 90elf produziert habe:

Interview mit Eisblume

Ria, die Leadsängerin der Berliner Band Eisblume, hat sich am Samstagabend für Tom und mich Zeit genommen und sich unseren Fragen gestellt. Als Kind ging Ria immer zu den Spielen von Hertha BSC Berlin. Auch die Weltmeisterschaft verfolgt sie und drückt dabei dem deutschen Team die Daumen. Gestern spielte sie mit ihrer Band auf der Berliner Fanmeile vor tausenden Fußballfans.

Im Gespräch erzählte sie uns ihre Einstellung zur Musik, beschrieb ihre Gefühle wenn Deutschland spielt und warf mit uns gemeinsam einen Blick in die Zukunft von Eisblume. Das Album Unter Dem Eis könnt ihr hier kaufen und direkt runterladen.

Das gesamte 90elf-Interview gibt es nach einem Klick auf den Play-Button:

J.B.O. im Interview [Audio]

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Am Freitag, den 13. Oktober, veröffentlichten J.B.O. ihre neue CD “Rock Muzik”. Ich habe mich mit Vito und Wolfram über ihre Leidenschaft zum Kitzmann-Bier, das gewöhnungsbedürftige Rosa in ihrem Schriftzug, und natürlich auch über die neue Platte unterhalten. Ab sofort könnt ihr übrigens alle zukünftigen Interviews und mehr direkt als Podcast laden. Sucht bei iTunes einfach nach “Konni” und schon könnt ihr ihn abonnieren.