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So funktioniert ein Browser [Comic]

Es gibt ja diese herrliche Erklärung der Sendung mit der Maus, wie das Internet funktioniert. Wer sie noch nicht kennt, bitteschön:

Auf 9GAG habe ich einen netten Comic gefunden, der in Kürze die Arbeitsweise eines Internetbrowsers zeigt. Mit weisen Eulen und liebevoll gestalteten Zeichnungen. Sehenswert! Weiterlesen »

Kein Internet im DFB-Medienzentrum Südafrika

Logo: DFB

Alle reden vom schnellen Internet und den noch im ländlichen Bereich nicht mit DSL erschlossenen Ortschaften. Vielleicht wird es gerade dort in den kommenden Monaten spannend, denn mit den neu erworbenen LTE-Lizenzen (Long Term Evolution) für die nächste Generation des Breitband-Mobilfunks könnte hier eine Lücke geschlossen werden. Anscheinend hat aber auch Südafrika ein Internetproblem.

Gestern landete eine Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in meiner Inbox. Der DFB sendete Informationen über den Verleih und Verkauf von UMTS-Karten im Rahmen der Weltmeisterschaft in Südafrika:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei senden wir Ihnen Hinweise zum Erwerb von Mobil-Telefonen und UMTS-Karten, die Sie bei Ihrem Aufenthalt in Südafrika auf Leihbasis kostengünstig nutzen können.

Zunächst dachte ich an ein Sponsoring des Anbieters Rent a mobile, der mehrmals in der Pressemitteilung auftaucht. Doch schnell leuchtete mir der Rat des DFB ein, wieso sich die Journalisten UMTS-Karten zulegen sollten:

Bitte beachten Sie, dass im DFB-Medienzentrum am Hotel Velmore Grande KEINE Internet-Verbindung besteht und wir Ihnen daher die Anschaffung einer UMTS-Karte dringend empfehlen.

Wie kann es in einem Medienzentrum kein Internet geben?

Das Internet ist offline

welt.de war heute Nachmittag verfügbar / Screenshot: united-domains.de

Es ist so, als hätte jemand das Internet in Deutschland einfach ausgeknipst. Seit heute Mittag sind viele große Seiten mit der Topleveldomain .de nicht mehr erreichbar. Darunter folgende Anbieter: Welt Online, 1. FC Nürnberg, Hertha BSC Berlin, Radioszene, Bayerischer Rundfunk und viele mehr. Die Fehlermeldung, die angezeigt wird, entspricht der, einer freien Domain. Das heißt: es wird einem vorgekauelt, die Domains seien nicht vergeben (NXDomain). Sie existieren also nicht. Aus diesem Grund ist es auch möglich, die besagten Adressen für sich zu registrieren. Die Vergabestelle für .de-Domains Denic weist bisher alle Schuld von sich, während andere das Versagen einzelner Rootserver der Denic als Ursache angeben. Neben der Verfügbarkeit der Webseiten war auch der Zugriff auf E-Mails der betroffenen Domains nicht gewährleistet.

Also ist das der erste Schritt zum Supergau? Weiterlesen »

Thomas G. Hornauer hetzt gegen Online-User

Thomas G. Hornauer, der Chef des Senders “Kanal Telemedial“, macht mobil gegen Internetnutzer, die seinen Namen oder “Kanal Telemedial” auf ihrer Seite verwenden. Dabei spielt es für Hornauer keine Rolle, ob dies in einer satirischen Form geschieht oder in einem redaktionellen Rahmen stattfindet.

Gegen diese angebliche Verletzung der “Persönlichkeits- und Markenrechte” geht er nun konsequent vor. In einer außerplanmäßigen Livesendung am Montagnachmittag suchte er Websites auf, die über “Kanal Telemedial” schreiben. Das Portal “dooyoo” wurde sogleich von ihm ins Visier genommen. “Dooyoo” betreibt eine Website, auf der Produkte und Dienstleistungen kommentiert und bewertet werden können. So schreiben User auch über den esoterischen TV-Sender – meist negativ. Hornauer rief die Firma an und bat darum, die Einträge zu entfernen. Man wolle ja schließlich nicht den Staatsanwalt bemühen. Dass diese Angelegenheit keine Sache des Strafrechts ist, scheint sich Hornauers Kenntnis zu entziehen. Echauffiert hatte er sich insbesondere über den Eintrag “Die spirituellen Weisheiten eines Pornoproduzenten”. Die freundliche Dame am Telefon versicherte, die betreffenden Einträge zu entfernen, die Möglichkeit den Sender zu bewerten, bliebe allerdings nach wie vor bestehen.

In der selben Manier wandte sich Hornauer auch an das Weblog “The Aufsichtsbehördle“, eine Seite, die bereits seit vielen Monaten über den Sender berichtet. Hier sieht Hornauer ebenfalls seine vielfältigen Rechte verletzt. Schließlich werde sein Name mehrfach “missbraucht” und auf Videos bei YouTube verwiesen. Er rief den Inhaber der Seite an und stellte ihn ungefragt in die Sendung durch. Ohne Erlaubnis für das Ausstrahlen dieses Gesprächs konfrontierte er den Betreiber mit haltlosen Beschuldigungen. Als der Mann erklärte, er wolle jetzt noch einkaufen und habe keine Zeit das Gespräch fortzusetzen, konterte Hornauer: “Sie haben doch auch Zeit diese Seite im Internet zu betreiben.”

Was jedoch später in der Abendsendung ablief, grenzt schon an Rufmord. Der User keksausmainz, der sowohl im Aufsichtsbehördle, als auch bei Twitter und YouTube über einen Account verfügt, wurde regelrecht im Netz gejagt. Hornauer bat um Mithilfe seiner Zuschauer, veröffentlichte Fotos der betreffenden Person, Realnamen und stellte ihn weit über eine Stunde in den Mittelpunkt seiner täglichen Sendung (Mo-Fr ab 20 Uhr). “Die glauben, die dürfen im Internet alles, wenn sie jetzt aber mal selbst öffentlich sind, ziehen sie den Schwanz ein”, scheint Hornauer sein Vorgehen legitimieren zu wollen. Auch der Journalist und Online-Grimmepreisträger Stefan Niggemeier wird von Thomas G. Hornauer attackiert. Ob man diese Auszeichnung wohl kaufen könne, fragt der Telemedial-Guru respektlos in seiner Liveshow.

Darüber hinaus wurden mehrfach private E-Mail-Adressen von Zuschauern veröffentlicht, die ihre Einwilligung hierzu nicht gaben. Es bleibt abzuwarten, ob Hornauer mögliche Prozesse gewinnt, oder ob die diffamierten Personen Anzeige wegen dessen Handlungen heute Abend erstatten werden.

Update, 17. Juni, 19:33 Uhr: Inzwischen hat dooyoo.de sowohl alle Bewertungen als auch das Firmenlogo Hornauers offline genommen.

Totgesagte leben länger

Das Internet hat einen großen Vorteil im Vergleich zu den konservativen Medien: Die Schnelligkeit. Doch dieser Vorteil wird dann zum Nachteil, wenn Journalisten ihre Quellen nicht überprüfen und Informationen einfach weitergeben. Meldungen verbreiten sich irrsinnig schnell, denn die Blogosphäre ist inzwischen groß genug, um als Multiplikator eine entscheidenen Rolle zu spielen. Soviel zur immer wieder in Frage gestellten Relevanz von Weblogs.

Ist eine Meldung erst einmal veröffentlicht und ist sie von Belang, kann man davon ausgehen, dass sie innerhalb weniger Minuten oder Stunden die Runde macht. In Blogs, auf Twitter, bei Facebook und sonstigen Plattformen. Der Schauspieler Patrick Swayze ist tot, davon gingen vor wenigen Stunden noch zig tausende Internetuser aus. Grund hierfür war eine (zu) schnell verbreitete Fehlinformation. Zwischenzeitlich hat das Management die Meldungen dementiert und stellte klar, dass Swayze noch am Leben sei und den Kampf gegen den Krebs noch nicht verloren habe.

Bei allem Enthusiasmus, den ich dem Internet gegenüber empfinde, müssen wir in Zukunft verstärkt aufpassen. Ich erlebte es in der Vergangenheit immer wieder, dass bei Recherchearbeiten auf Seiten wie Wikipedia zurückgegriffen wurde, ohne die dort enthaltenen Informationen an anderer Stelle zu verifizieren. Damit machen wir uns langfristig den Onlinejournalismus selbst kaputt.

Der Frauenvorteil

Wenn ich eine Frau wäre und dieses Blog betreiben würde, hätte ich mehr Leser als jetzt. Sicher, das ist eine gewagte Behauptung, aber ich stehe hinter dieser Meinung. Das Internet wimmelt nur so von Männern, die es schön finden, Frauen zu beobachten. Wieso sollte das im Netz auch anders sein als in der Realität. Schließlich gibt es ja eine Chance diese Frauen kennenzulernen. Mit oder ohne deren Wissen.

Ob die männlichen User ein Blog lesen, per RSS-Feed abonnieren, bei Twitter “followen” oder sonstige Bemühungen anstellen ist egal – so ticken die meisten Männer nunmal. Dabei wasche ich meine Hände keineswegs in Unschuld. Erst neulich habe ich mich selbst dabei erwischt, wie ich einzig und allein wegen eines ansprechenden Fotos und einer netten Beschreibung jemanden bei Twitter in meine Follower-Liste aufgenommen habe. Instinktiv oder nicht sei dahingestellt. Erst später stellte sich raus, dass sich dieser Mausklick nicht gelohnt hatte.

Wenn man gut genug aussieht, spielt der Content keine Rolle. Ein nettes Avatarbild, hin und wieder eine Bemerkung fallen lassen, die doppeldeutig aufgefasst werden kann und schon wird angebissen. Wo bleibt die Gleichberechtigung, wenn man sie mal braucht?

re:publica’09 – Das Fazit

re:publica'09 - Bühne im Friedrichstadtpalast
Eine Internetkonferenz ohne Internet. Über weite Teile der dreitägigen Veranstaltung “re:publica’09 – Shift happens” konnten die Teilnehmer das WLAN nicht nutzen. Der Anbieter “Freifunk” schaffte es nur etappenweise das Internet verfügbar zu machen. Ironie des Lebens oder doch Schicksal? Zunächst hatte man geglaubt das Problem lokalisert zu haben. Die Firmware der eingesetzten Bridges hätte einen Bug, der über ein Update gefixt werden sollte. “In 20 bis 30 Minuten geht das Internet”, hiess es am ersten Tag. Die Besucher wurden aber immer wieder aufs Neue vertröstet. Der Internetentzug wurde via UMTS kompensiert.

Trotz dieses ärgerlichen Ausfalls verbrachte ich sehr interessante eineinhalb Tage in der Hauptstadt. Der Friedrichstadtpalast und die Kalkscheune erwiesen sich als ideale Locations, um die re:publica’09 stattfinden zu lassen. Lediglich am zweiten Tag kam es dann in der Kalkscheune bei dem ein oder anderen Panel zu Engpässen. Sei’s drum. Ich hab einiges gelernt und viele Gesichter, die ich nur aus dem Netz kannte, kennengerlent. Das fiel am Donnerstag Dank der Pokens noch etwas leichter, man kam einfach schneller ins Gespräch. Bei den Panels gab es auch qualitative Unterschiede. Einige Panels brachte nicht viel Input, teilweise sogar die gähnende Langweile, wie man auf der Twitterwahl lesen konnte. Andere wiederrum begeisterten das Publikum und regten an. Besonders interessant fand ich den Vortrag vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar und die anschließende Diskussion mit dem Publikum.

So ganz sicher bin ich mir allerdings nach diesen Tagen nicht, ob ich wirklich Ahnung vom Internet habe. Diese Konferenz hat mich etwas durcheinander gebracht. Bisher dachte ich, überdurchschnittlich viel Internet zu konsumieren und zu wissen, was ich da mache. Aber da sind Leute vor Ort gewesen, die echte Ahnung hatten. Andere wiederrum waren einfach nur Freaks oder Geeks. Allesamt aber sehr sympathisch, nett, offen, aufgeschlossen und einfach Internetverrückte, die die Entwicklung des Internets diskutierten. Kritisch, aber optimistisch. Es war eine herrliche Atmosphäre, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Vielleicht gehöre ich trotz meiner Zweifel ja doch (noch) dazu.

Alle Fotos zur re:publica’09 gibt es hier und bei flickr, wenn ihr nach dem Tag “rp09″ sucht.

Schnelles Internet, langsamer Ping

Gestern wurde mein DSL1000 von T-Online auf DSL2000 umgestellt. Schon bei den ersten Downloads ist mir der rasche Geschwindigkeitzuwachs sofort aufgefallen. Beim Spielen von CounterStrike allerdings bemerkte ich, daß die Pingzeiten erheblich zugenommen haben. Dies liegt daran, daß T-Online wohl mein Fastpath mit der Umstellung abgestellt hat. Durch Fastpath werden fürs Gaming unnötige Fehlerkorrekturen des Anbieters abgestellt, die die Reaktionszeiten deutlich verbessern. Statt 35-40ms habe ich nun 70-75ms. Scheiße!