
Hertha BSC ist nach dem 2:1 gegen den Bayern München neuer Tabellenführer der 1. Fußball-Bundesliga. Das ist aus meiner Sicht erfreulich, weil ich zwei Euro auf Hertha getippt habe und nun um fünf Euro reicher bin. Was mich allerdings zum Nachdenken gebracht hat, ist die Nachberichterstattung der Kollegen von n-tv.de und spox.com. Beide schreiben den zweifachen Torschützen Andrey Voronin mit einem “W”, also “Woronin”. Als ich das zunächst gelesen hatte, musste ich an Jörg Wontorra denken. Muss ja nicht sein am Valentinstag.
Wer irrt sich denn nun? Auf der offiziellen Seite von Hertha findet man die V-Schreibweise, ebenso auf dem Trikot. Voronin wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Durch die unterschiedlichen Übersetzungsmöglichkeiten aus dem Ukrainischen und dem Russischen könnten beide Schreibweisen korrekt sein. Ist das der Grund, weshalb man auch beim Vornamen (“Andrej” und “Andrey”) unterschiedliche Angaben findet? Wer kann Aufklärungsarbeit leisten?

Ich finde es toll Geburtstag zu haben. Da bekommt man um Punkt Mitternacht massenweise E-Mails von Foren, bei denen man angemeldet ist. So habe ich endlich wieder eine Übersicht, wo ich überall virtuell existiere.
Darüber hinaus hat es mich natürlich gefreut auf sämtlichen Social Networks, in denen ich einen Account habe, Glückwünsche auf der Pinwand, per Direktnachricht oder im Chat zu bekommen. Ich merke es zum ersten Mal seit langem deutlich, dass sich ein Großteil der realen Welt eben doch im Internet abspielt. Eine Wertung dazu werde ich an dieser Stelle nicht vornehmen.
Danke an alle, die mir gratuliert haben, sei es via Internet, Telefon oder SMS. Von einigen Leuten hätte ich mir gewünscht, dass sie anstatt eine SMS zu schreiben einfach anrufen, denn sie sind mir zu wichtig, um Glückwünsche auf 160 Zeichen zu beschränken. Trotzdem, danke.
Wie habe ich heute gefeiert? Ich war mit dem besten Reporter der Welt, Tom Hilgers, im Olympiastadion bei Hertha BSC Berlin. Die Stimmung war erwartungsgemäß fantastisch, was bei über 62.000 Zuschauern auch kein Wunder ist. Das Stadion ist ein Traum, auch wenn man als Journalist doch sehr weit weg vom Geschehen ist und die Rückennummern nur mühsam erkennt. Am Ende hat die Hertha das Leder nicht mehr ins Tor gebracht, obwohl ein 1:1 mehr als verdient gewesen wäre. Egal, der Abend war außergewöhnlich und schön. Das soll für diesen Tag das einzig Ausschlaggebende sein.
Das Aufstehen morgen wird sicher nicht leicht, aber man geht natürlich gerne in die Arbeit, wenn man weiss, dass man mit Peter Neururer telefonieren wird. Bis später, Peter!
Den morgigen Abend verbringe ich im Berliner Olympiastadion. Ich begleite unseren Chefreporter Tom Hilgers zum UEFA-Cup-Spiel der Hertha gegen Galatasaray Istanbul. Das wird sicherlich eine spannende Angelegenheit in einem solch vollen Haus bei so vielen Emotionen dabei zu sein. Bisher blieb es mir verwehrt das Olympiastadion zu sehen. Auch war ich außer bei zwei Spielen während der WM 2006 bei keinem internationalen Wettbewerb dabei. Eine Premiere in vielfacher Hinsicht also. Ich freue mich.