Google scannt private WLAN-Netze

Im Rahmen der Erfassung von öffentlichen Straßen beim Projekt Street View, hat Google nebenbei WLAN-Netze gescannt und die Daten gespeichert. Das sorgt wieder für großen Ärger, der überwiegend von Datenschützern kommt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zeigte sich geschockt vom Geschäftsgebahren Googles. Der Konzern wiederrum entgegnet den Kritikern, dass es nichts neues sei WLAN-Zugangspunkte zu protokollieren und Google bisher solche Daten von externen Firmen gekauft habe.

In der Tat ist es nichts Neues, dass via WLAN eine sehr exakte Positionsbestimmung möglich ist und solche Datensätze exisiteren. Ich habe mit dem Titel “Sie wissen wo du bist” auf dieser Seite schon im Juni letzten Jahres darüber berichtet. Wieso kommt also erst jetzt die Krtik auf, dass Google so etwas macht, wenn andere Firmen dies seit Jahren tun? Die Antwort ist leicht: Es ist nicht irgendein Unternehmen, es ist die “Datenkrake” Google. Weiterlesen


 


Kaufempfehlung: Neues Handy

Ich verabschiede mich in den Winterurlaub. Ab morgen werde ich – hoffentlich – das Snowboardfahren lernen und bis kommenden Samstag in Südtirol sein. Im Urlaub werde ich allerdings auf mein Handy (Palm Treo 500) verzichten müssen. Heute Vormittag hat es einfach den Geist aufgegeben. Zum Glück habe ich noch ein simlock-freies Nothandy auf Reserve, das mich bis zum Ende des Urlaubs begleiten wird. Doch welches Handy kaufe ich mir danach? Zur Wahl stehen aus Budgetgründe nur zwei Modelle. Ich freue mich auf Eure Meinung. Danke fürs Abstimmen!


 


Sie wissen, wo du bist.

Moderne Mobiltelefone mit eingebautem GPS können auf einer Landkarte (z.B. bei “Google Maps“) anzeigen, wo sich der Handybesitzer gerade aufhält. Selbst Handys, die nicht über ein solches Modul verfügen, können mit Hilfe des GSM und den umliegenden Funkmasten die Position relativ genau lokalisieren. Interessant wird es jedoch, wenn mp3-Player, wie der “iPod touch”, ohne GPS und GSM den Aufenthaltsort exakt bestimmen können. Ermöglicht wird dies durch Verwendung des WLAN, der dadurch bekannten IP-Adresse und einer Datenbank bei Google, von deren Existenz ich bisher nichts wusste.

WLAN-Router haben – wie alle anderen Netzwerkkarten auch – eine einmalige Kennung, die sogenannte MAC-Adresse (Media Access Control). Durch das Abfahren von Straßen und Protokollieren aller sich in der Nähe befindlichen WLAN-Router können die vorhandenen MAC-Adressen geographisch sehr genau archiviert werden. Das macht zum Beispiel die Firma “Skyhook Wireless” und bietet diese Daten in ihrem sogenannten WPS (Wi-Fi Positioning System) an. Wer also eine Standortbestimmung via “Google Maps” vornehmen lässt und dies ausschließlich über die Internetverbindung realisiert, nutzt oft solche Daten. Der “iPod touch” registriert in welchem WLAN er eingebucht ist, scant die Netzwerke in der Umgebung und vergleicht die MAC-Adressen mit den abgelegten Daten in der Datenbank. Die moderne Art sich selbst zu finden. Erschreckend.

Danke an BA für die Anregung zu diesem Thema.