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Gaming-Irrsinn 2012

Hearts of Iron III

Ich könnte mich einfach über Veröffentlichungen wie Diablo 3 in diesem Jahr freuen. 2012 gibt es wieder einiges zu zocken und ich werde wieder mitten drin sein. Doch genau darin liegt das Problem. Ich habe keine Übersicht mehr, wie oft ich bei Sonderangeboten auf Steam oder Desura, beim Humble Bundle, bei Indie Royale, bei Aktionen auf Amazon oder Zavvi nicht widerstehen konnte. Meine Spieleliste wird länger, die Games im Regal werden immer mehr. Das Schlimme: Viele der Games habe ich noch nicht einmal angespielt. Shame on me! Will ich ein Spiel und fällt der Preis dann unter eine bestimmte Marke (meistens 10 Euro), oder finde ich eine überzeugende und unterstützenswerte Spielidee bei Indie-Titeln, schlage ich zu. Zu oft.

Die meisten Games kaufe ich in Daily Deals oder Aktionswochen bei Steam. Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist daher: Bevor ich mir neue Spiele kaufe, will ich die Einkäufe des letzten Jahres ein wenig anspielen, weiterspielen, öfter spielen. Für jedes neue Spiel will ich zuvor ein bereits gekauftes anzocken. Ja, so bekommt man seine Sucht auch in den Griff. Doch womit soll ich anfangen?

Elder Scrolls IV, DEFCON, Bastion, Cave Story+, Empire: Total War, Napoleon: Total War, X3 (Complete), Trine, Train Simulator 2012, Star Ruler, Orcs must die, Operation Flashpoint: Red River, Fractal, Hearts of Iron III (Complete), Sonic Generations, Cities in Motion, Fallout: New Vegas, Oblivion GOTY, Bioshock 2, Mafia II, Metro 2033, Homefront, Anno 1404, Sins of a Solar Empire, Gratuitous Space Battles, SpaceChem.

Ich belasse es mal bei dieser kleinen Auswahl. Mein Favoriten habe ich bereits fett geschrieben. Welche darunter sind eure Tipps? Helft mir, damit ich von FIFA 12, Minecraft und Terraria wegkomme und meinen Spielehorizont weiter öffne!

Steam dreht jetzt richtig auf

Ich hasse Steam. Dieser Laden schafft es mit seinen Game-Angeboten immer wieder einen Kaufimpuls auszulösen. Wegen Steam habe ich neben den Spielen im Regal auch noch Spiele in einer fast endlosen Liste. Unmöglich, alle irgendwann mal zu zocken. So sitze ich da und lasse mich Woche für Woche wieder überreden und die Anzahl der unangetasteten Spiele wächst und wächst. Ich fühle mich fast schon wie eine Frau, die Schuhe einfach kauft, um sie zu besitzen. Mit dem Unterschied, dass Spiele natürlich cooler sind.

Zum Wochenende hin gibt es den Weekend Deal, mittwochs schlägt Steam mit seiner Midweek Madness zu und an Tagen wie Weihnachten verscherbelt die Plattform sowieso Vollpreisspiele für ‘nen Appel und ‘n Ei. Fällt ein Spiel, das ich haben will, unter eine magische Marke (meistens 10 Euro), schlage ich zu. Doch nun kommt es noch schlimmer, ab sofort macht Steam nämlich einen Daily Deal. Auf der Seite lässt sich nicht erkennen, ob das eine limitierte Aktion ist oder diese erst einmal durchläuft. Völlig egal, sie wird mir sicherlich wieder den ein oder anderen Euro aus der Tasche ziehen.

Das digitale Sterben in 8- und 16-bit

Gamer unter uns sind bereits tausendfach gestorben. Immer dann wenn uns Schwierigkeitsstufen in Spielen über den Kopf gewachsen sind. Ein Glück, dass die Auferstehung von den Toten nur einen Tastendruck entfernt ist.

In diesem Video sehen wir Todesaufnahmen aus früheren Zeiten, untermalt mit einer elektronischen Version von Tears for Fears’ “Mad World”. Na denn, schönes Wochenende!

(via Kotaku)

Good Old Games verlässt Beta-Stadium

Nicht alle alten Games bekommt man in Deutschland ohne Weiteres zu kaufen. Viele davon sind längst von den Ladentischen verschwunden. Doch weil viele Klassiker einfach zu gut sind, um sie nicht zu besitzen, gibt es Portale wie GOG.com. Darauf gestoßen bin ich damals auf der Suche nach der “Game Of The Year”-Edition von Unreal Tournament.

Das Kürzel steht für Good Old Games und der Konzern ist ungefähr so etwas wie die Plattform Steam. Über GOG könnt ihr völlig legal Spieleklassiker zu fairen Preisen downloaden. Im Unterschied zu Steam seid ihr aber an keine spezielle Software gebunden, um die Spiele zocken zu können. Alles wird über die Website abgewickelt und nach dem Kauf eines Spiels ladet ihr Euch ganz einfach eine Installationsdatei herunter, ohne DRM. Im Account wird vermerkt, welche Spiele bereits erworben wurden. So ist es auch im Nachhinein möglich, das Spiel aufs Neue herunterzuladen, falls man beispielsweise einen neuen PC bekommt. Die Handbücher zu den Spielen gibt es ebenfalls als Download.

GOG bietet den Service nun schon seit über zwei Jahren an. Dieses Jubiläum nutzt das Unternehmen, um den Beta-Status hinter sich zu lassen. Es hat sich heute bei allen Bestandskunden per E-Mail für die Treue bedankt und verkündet, dass jeder das Spiel Jagged Alliance: Deadly Games geschenkt bekommt. In den kommenden Tagen kann man es sich in seinem Account herunterladen. Falls jemand das Spiel bereits besitzt, bekommt er ein alternatives Game kostenlos. Darüber hinaus gibt es für alle Spiele aus dem Hause Strategy First einen Rabatt von 20% – für jeden, also auch für neu angemeldete User. Kauft man direkt das gesamte Sortiment des Herstellers, gibt GOG ganze 50% auf den Verkaufspreis. Das sind dann zwar auch schon knapp 80 Dollar, aber vielleicht besteht für den ein oder anderen Interesse. Ich bin ein großer Fan der alten Games und die Jungs von GOG ermöglichen es, die eigene Spielesammlung mit tollen Titeln aufzuwerten.

Die Geschichte der Videogames


Computerspiele haben mich in meiner Jugend immer begleitet. Anfangs hatte ich einen Atari 2600, danach einige Nintendo-Konsolen und später auch meinen ersten Rechner. Videogames haben mich schon immer fasziniert, allerdings ist in letzter Zeit oft grafische Perfektion wichtiger als das Gameplay oder die Idee, die hinter einem Spiel steckt. Diese Entwicklung finde ich schade, zumal das nicht Eigenschaften sind, die sich gegenseitig ausschließen müssten.

Mauricio Giraldo hat viel Zeit und Arbeit in einen tollen Überblick gesteckt, der die Geschichte der Videogames grafisch in einer Timeline zeigt. Flash wird vorrausgesetzt:

the videogame history timeline (beta)