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Aufsteiger schlägt Meister

Immer wenn der 1. FC Nürnberg in einem Spiel in Führung geht, werde ich in den letzten Minuten der zweiten Halbzeit nervös. Eigentlich werde ich immer nervös, unabhängig vom aktuellen Spielstand. Schon zu oft saß ich vor dem Fernseher oder dem Radio und hörte wie in der Nachspielzeit entscheidene Tore gegen Nürnberg fielen. Dann war die Stimmung meistens im Keller. Ungefähr so wie der Club noch vor diesem Spieltag.

Heute sollten die letzten Minuten im Auswärtsspiel gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg schön werden. Ausnahmsweise. Wider Erwarten raffte sich der Club auf und konnte mit einem Konter den Siegtreffer zum 3:2 in der Volkswagen-Arena erzielen. Peer Kluge erlöste mich im Konferenzstudio von 90elf in der dritten Minute der Nachspielzeit. Und überhaupt war das eines der besten Spiele, das ich von Nürnberg in der letzten Zeit gesehen habe. Nicht zu Unrecht sagte unser Reporter Stefan Grothoff, dass Nürnberg woanders stehen würde, könnten sie diese Leistung immer abrufen. Das war einfach schöner Fußball, toll kombiniert, schön herausgespielt – übrigens auch von den Wolfsburgern. Eine Klatsche hatte ich erwartet, ich wurde eines Besseren belehrt und freue mich nun umso mehr, meinen Feierabend anzutreten. Mit 3 Punkten im Gepäck und dem 14. Tabellenplatz. Die Abstiegszone bleibt jedoch nach wie vor in gefährlicher Nähe. Auf Lorbeeren kann sich Trainer Michael Oenning also nicht ausruhen.

Die 12-Stunden-Liga

Das war er also nun, der erste Bundesliga-Samstag in der Saison 2009/2010. Erkenntnis Nummer 1: Der Club hat verloren.

Wie so oft wenn etwas neu beginnt, verbringt man mehr Zeit damit. In der Bundesliga ist das vor allem durch die neuen Anstoßzeiten begründet. Statt bisher ein Mal, wird samstags nun drei Mal angepfiffen. Um 13:30, 15:30 und 18:30 Uhr rollt der Ball und ganz Fußball-Deutschland freut sich. Für uns im Sender ist das natürlich eine gewisse Herausforderung – technisch und personell. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ein solcher 12-Stunden-Samstag derartig schlaucht. Nach der Arbeit wollte ich nur noch heim und mich hinlegen. Die permanente Konzentration während der Live-Konferenz und die verschiedenen Arbeitsabläufe, die im Hintergrund stattfinden, kosten viel Kraft. Dafür macht der Job aber auch unglaublich viel Spaß.

Natürlich berichten wir objektiv von der Bundesliga, aber wie jeder andere Fußballfan auch, hat jeder bei uns im Team einen Lieblingsverein. Interessanterweise kann niemand von uns nach dem ersten Spieltag wirklich feiern. Die meisten Vereine unserer Wahl haben verloren oder zumindest nicht den erwarteten Sieg eingefahren. Andere Kollegen wiederrum ärgern sich über völlig in den Sand gesetzte Tipps beim internen Tippspiel.

Zum Glück ist das erst der Anfang und noch alles offen. Es wird eine spannende Saison.

90elf: Der Kinospot ist da!

Ich bin stolz, den neuen Kinospot von 90elf, Deutschlands erstem Fußball-Radio, auf meinem Blog präsentieren zu dürfen. Macht damit was ihr wollt: Sagt es weiter, verlinkt ihn, postet ihn, bettet ihn ein! Wie gefällt er Euch?

Bayern humorlos

Liegt es an der urigen, bayerischen Mentalität, an Arroganz oder an reiner Humorlosigkeit? Der FC Bayern München plant, die “taz” zu verklagen. Die Zeitung hatte eine Karikatur veröffentlicht, auf der Trainer Jürgen Klinsmann am Kreuz zu sehen ist. Dies sei die “vielleicht schlimmste Entgleisung, die es in den deutschen Medien jemals gegeben hat”, meint Mediendirektor Markus Hörwick. Nein, es ist nur schwarzer Humor, in Anspielung auf Monty Python. Aber vielleicht sollte man Humor bei den Vereinsbossen des Rekordmeisters nicht vorraussetzen. Wer eine schlechte Leistung abliefert, wird gelegentlich auf die Schippe genommen, auch der FC Bayern.

Fairerweise muss man auch hier differenzieren. Natürlich wird der FCB aufgrund seiner Auftritte gegen Wolfsburg und Barcelona gemessen, diese sind aber nicht unbedingt repräsentativ. Betrachtet man die Tabelle der 1. Bundesliga, geht es dem Verein sehr gut. Er klebt an den Fersen des VfL Wolfsburg und hat sich mit dem 4:0-Sieg gegen Frankfurt wieder freigespielt – vor allem mental. Die in der Öffentlichkeit so häufig angesprochene Krise ist vielmehr eine Formschwäche, die bewältigt werden kann. Der Sieg gegen die Eintracht war der erste Schritt dazu. Sollte es Klinsmann allerdings nicht gelingen einen Titel in dieser Saison zu holen, könnte es seine letzte Saison beim FCB gewesen sein. Die Meisterschaft ist also die Pflichtaufgabe für die verbleibenden Spieltage, denn andere Titel stehen nicht mehr zur Wahl.

Im Übrigen schicke ich dem Verein gerne “Die Ritter der Kokosnuss” auf DVD zu – leihweise.

90elf mit iPhone-Applikation

90elf. Deutschlands erstes Fußballradio.
Ab heute können Fußballfans auch unterwegs 90elf hören. Deutschlands erstes Fußballradio veröffentlichte eine Applikation, die 90elf direkt auf das iPhone oder den iPod touch bringt. Das Programm kann kostenlos über den iTunes-Store geladen werden. Damit geht man erstmals den Schritt das Programm ortsunabhängig empfangbar zu machen – von der Empfangbarkeit in Berlin via DVB-T und in Leipzig via DAB abgesehen.

Ich jedenfalls freue mich sehr über die gelungene Programmierung und Umsetzung der Applikation. Leider habe ich kein iPhone, durfte die Software aber bereits auf einem Gerät testen. Jeder, der die Spiele der 1. und 2. Bundesliga hören möchte, kostenlos versteht sich, sollte sich die Software runterladen!

Eine weitere Änderung finden die User auf der Seite 90elf.de. Ab sofort kann wieder während der interaktiven Fußballshow “Bolzplatz” und den Bundesligaübertragungen mit anderen Fans gechattet werden. Der neue Chat wird direkt auf der Startseite eingebunden und ermöglicht es den Hörern sich untereinander auszutauschen und die Sendungen mitzugestalten.

Links:
Die 90elf-iPhone-Applikation

Peter Neururer wird Trainer beim MSV Duisburg

In einem Exklusiv-Interview mit 90elf, Deutschlands erstem Fußballradio, bestätigte Peter Neururer der neue Trainer des MSV Duisburg zu werden – vorrausgesetzt “zwei drei Kleinigkeiten” werden noch geregelt, wovon er jedoch ausgeht. Sein Vertrag laufe bis 2009 und enthalte weitere Optionen für den Fall eines Aufstiegs in die 1. Fußball-Bundesliga. Neururers offizielle Vorstellung soll heute um 12:00 Uhr bei einer Pressekonferenz erfolgen. Das Interview kann auf 90elf.de nachgehört werden.

Tschüss Star FM, bye bye Franken!

Jetzt ist der Moment gekommen. Nach 27 Jahren werde ich meine Heimat, das schöne Franken, verlassen. Ein Angebot der Radiogruppe Regiocast Digital in Leipzig wird mich ab dem 01. September in Sachsen wohnen lassen. Bei Star FM habe ich meine letzte Sendung also am 29. August. Davor geht’s noch zwei Wochen nach Griechenland, zum Entspannen bei Verwandten.

Zukünftig werde ich als Moderator und Redakteur für das Programm von 90elf arbeiten. 90elf versteht sich als Multimediaplattform für den Fußballfan, der Schwerpunkt liegt aber auf dem Medium Radio. Alle Spiele der ersten und zweiten Bundesliga werden bei 90elf kostenlos und in voller Länge übertragen. Der User entscheidet selbst, ob er sich in die Konferenz einklinken will, oder in ein Spiel seiner Wahl. In dieser Form ist das einmalig in Deutschland. Ich werde als Tagesmoderator von Montag bis Freitag zu hören sein. Es ist eine tolle, neue Herausforderung in einer schönen Stadt. Leipzig kenne ich bereits von diversen Familienbesuchen bei Katharinas Verwandten.

Katharina wird ab September in Berlin ihren “Master of Business and Engineering” machen. So werden wir also auch näher zusammen wohnen und bei einer Fahrtzeit von einer Stunde uns sicherlich häufiger sehen als es in Nürnberg der Fall gewesen wäre.

Danke an alle Hörer, die sich bei Aktionen beteiligt haben, die bei Events auf uns zugekommen sind und gerne unsere Show gehört haben. Und danke an ALLE Hörer, die einfach nur eingeschaltet haben. Euch haben wir es zu verdanken, dass Star FM in diesem Jahr bei der Einschaltquotenerhebung einen der höchsten Zuwächse in ganz Bayern vorweisen konnte. Danke.

Nürnberg werde ich mich aber nicht ganz den Rücken kehren. Allein durch den Telekolleg werde ich mindestens jedes zweite Wochenende in Nürnberg sein. Schließlich soll das mit der Fachhochschulreife klappen.

Linktipp:
Interview mit Florian Fritsche, Geschäftsführer Regiocast Digital

Deutsche Elf blamiert sich

Ach herrje, ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Fußballbunds spielt unsere Nationalmannschaft gegen Zypern ein Unentschieden. 1:1 lautet der Endstand. Peinlich.