42′ Der Reporter Bernd Schmelzer sagt: “Hope Solo hat noch bis eine Stunde vor Anpfiff getwittert. Das muss man sich mal vorstellen.” Muss man das den Leuten nicht erklären? Der durchschnittliche ARD-Zuschauer könnte das für eine Anzüglichkeit halten.
Keine Serie hat mich so sehr gepackt wie 24. Die Handlung, das Konzept der Echtzeit und nicht zuletzt die grandiose Besetzung der Show sorgten dafür, dass ich mir alle acht Staffeln gekauft hatte. Okay, überwiegend habe ich sie mir schenken lassen. Vor wenigen Minuten ging die letzte Folge der achten Staffel zu Ende, das Finale der Sendung. Aber keine Angst, ich werde hier nicht spoilen. Das Finale der Serie ist fantastisch. In den ersten Stunden fand ich die Storyline noch etwas langweilig, aber der gewohnte Suchtfaktor stellte sich schon ab der zweiten DVD wieder ein.
Und jetzt ist 24 vorbei. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Ende so packen würde. Aber vermutlich lässt es einen eben doch nicht kalt, wenn man einige Jahre lang Staffel zu Staffel geschaut hat und einem die Charaktere ans Herz gewachsen sind. Klingt komisch, oder?
Die Machart von 24 ist einzigartig in der Serienlandschaft und ich hoffe auf eine andere Serie, die mich zumindest ähnlich fesseln kann wie es 24 getan hat. Und solange ich keine finde, werde ich einfach weiterhin meinen Bekannten- und Freundeskreis mit 24 anstecken. Das war’s. Damn it!
Lena ist ein Publikumsliebling. Das zeigten die Votings der öffentlich-rechtlichen Radiosender und das allgemeine Gefühl während jeder einzelnen Castingsendung von Unser Star für Oslo.
Lena hat etwas, ihre eigene Art und einen perfect british accent, den Jurymitglieder immer wieder gelobt haben. Echo-Gewinner Jan Delay wollte sogar wissen, ob Meyer-Landrut englischsprachige Vorfahren hat. Lena kann die Massen unterhalten, weiß genau wie sie wirkt und was sie tut. Ihr Tanzstil ist sehr eigen aber schön anzusehen und manchmal trifft sie auch die Töne der Songs, die sie auf der Bühne performt. Mal mehr, mal weniger. Genau diese Mischung macht ihre Wirkung und den kleinen Boom auch aus, der in den letzten Wochen um die Person Meyer-Landrut herrscht. Sie ist ein bisschen das Mädchen von nebenan und doch anders.
Beim heutigen Finale im Ersten hat bei Lena aber der wohl wichtigste Aspekt beim Eurovision Song Contest etwas gefehlt: Die gesangliche Qualität. Obwohl sie im Vergleich zu den vorherigen Sendungen eher mittelmäßig gesungen hat, bekam sie mehr Zuspruch als die sicherer wirkende Konkurrentin Jennifer Braun. Freilich zehrt ein solcher Wettbewerb an den Nerven der jungen Mädchen, die sonst ihren Arbeitsplatz eher in der Schule haben – hinter den Bänken. Vielleicht darf man also bei einem solchen Auftritt in diesem Umfeld auch nicht eine perfekte Darbietung erwarten. Am 29. Mai in Oslo allerdings schon. Denn dann wird allein ihr Talent zu unterhalten, ihr Humor und ihr Aussehen nicht reichen, wenn die Stimme versagt.
Was geht in einem solchen Weltfußballer vor, wenn er seinem Gegenspieler mit voller Wucht den Kopf in den Brustkorb rammt? Zinédine Zidane – seines Zeichens Weltmeister (1998), Europameister (2000), Weltfußballer (1998, 2000, 2003), Europas Fußballer des Jahres (1998), Champions League-Sieger (2002). Die Liste könnte beliebig mit verschiedenen Meistertiteln in Spanien und Frankreich eränzt werden.
Heute war sein letztes Spiel. Schon vor der FIFA WM 2006 gab er bekannt, seine Karriere nach diesem Turnier zu beenden. Egal was Marco Materazzi Zidane geflüstert hat, ein Profifußballer sollte sich beherrschen können. Für mich ein Zeichen von Charakterschwäche derartig durchzudrehen. Mit dieser Aktion hat er den sonst großartigen Abschluß seiner Laufbahn zerstört und womöglich Frankreich den WM-Titel gekostet. Nicht einmal den Mumm bei der Siegerehrung zu erscheinen hat er. Ein schlechter Verlierer, der mir in Zukunft sicherlich nicht fehlen wird.