Heute Deutschland, morgen…

Habt ihr ihn gesehen, den Meistertrainer Louis van Gaal? Er stand gemeinsam mit 130.000 Bayernfans und seiner Mannschaft auf dem Marienplatz, um die Meisterschaft zu feiern. Er und seine Jungs oben auf dem Balkon, die Anhänger unten auf dem Platz. Hattet ihr auch das Gefühl, eine gewisse Ähnlichkeit zu Adolf Hitler zu erkennen? Seine Gestik, sein Auftreten und letztendlich das gesamte Erscheinungsbild standen dem Original in nichts nach. Hier seine Rede:

 
Man stelle sich nur ein kleines Bärtchen unterhalb der Nase van Gaals vor. Da hätte Bayern tatsächlich schon mal das Double in der Tasche. Das Double von Adolf Hitler – rein optisch.

Update 14:46: Anscheinend bin ich nicht der Einzige, der diese Assoziation hatte:

 
Update 14:52: YouTube hat das Video von Jackass2205 anscheinend nicht lustig gefunden und gelöscht.


 


Bayern oder doch Fürth?

Als Clubfan fällt es schwer, heute Partei zu ergreifen. Hält man eher zu den Bayern oder doch zur Nachbarstadt Fürth. Oder versucht man sich gar als neutraler Beobachter? Gut, wir reden hier vom Fußball und wenn ich nicht gerade im Konferenzstudio stehe, ist es mit der Neutralität dann doch etwas schwieriger. Fußball ist verdammt nochmal emotional und da kann man dezent auf Neutralität pfeifen, im privaten Umfeld. Im Zweifel drücke ich also vielleicht doch den Fürthern die Daumen, weil es einfach der kleinere Verein ist, die Sensation bei einem Sieg umso größer wäre und weil dann wenigstens eine fränkische Mannschaft im Pokal bleibt.

Ich hab eben mit Günther Koch telefoniert. Und siehe da, er sieht’s ähnlich wie ich: “Im Zweifelsfall bin ich natürlich für die Fürther. Solange die Bayern aber nicht gegen einen fränkischen Verein spielen, bin ich für den FCB”, sagte er mir. Damals hatte Günther übrigens auch den 1:0-Sieg des TSV Vestenbergsgreuth kommentiert, bei dem der FC Bayern 1994 in der 1. Runde des DFB-Pokals ausschied. Und Sensationen mögen wir ja alle.

Dieser Artikel ist im offiziellen Blog von 90elf veröffentlicht worden.


 


Bayern humorlos

Liegt es an der urigen, bayerischen Mentalität, an Arroganz oder an reiner Humorlosigkeit? Der FC Bayern München plant, die “taz” zu verklagen. Die Zeitung hatte eine Karikatur veröffentlicht, auf der Trainer Jürgen Klinsmann am Kreuz zu sehen ist. Dies sei die “vielleicht schlimmste Entgleisung, die es in den deutschen Medien jemals gegeben hat”, meint Mediendirektor Markus Hörwick. Nein, es ist nur schwarzer Humor, in Anspielung auf Monty Python. Aber vielleicht sollte man Humor bei den Vereinsbossen des Rekordmeisters nicht vorraussetzen. Wer eine schlechte Leistung abliefert, wird gelegentlich auf die Schippe genommen, auch der FC Bayern.

Fairerweise muss man auch hier differenzieren. Natürlich wird der FCB aufgrund seiner Auftritte gegen Wolfsburg und Barcelona gemessen, diese sind aber nicht unbedingt repräsentativ. Betrachtet man die Tabelle der 1. Bundesliga, geht es dem Verein sehr gut. Er klebt an den Fersen des VfL Wolfsburg und hat sich mit dem 4:0-Sieg gegen Frankfurt wieder freigespielt – vor allem mental. Die in der Öffentlichkeit so häufig angesprochene Krise ist vielmehr eine Formschwäche, die bewältigt werden kann. Der Sieg gegen die Eintracht war der erste Schritt dazu. Sollte es Klinsmann allerdings nicht gelingen einen Titel in dieser Saison zu holen, könnte es seine letzte Saison beim FCB gewesen sein. Die Meisterschaft ist also die Pflichtaufgabe für die verbleibenden Spieltage, denn andere Titel stehen nicht mehr zur Wahl.

Im Übrigen schicke ich dem Verein gerne “Die Ritter der Kokosnuss” auf DVD zu – leihweise.


 


Voronin oder Woronin?

Logo Hertha BSC Berlin
Hertha BSC ist nach dem 2:1 gegen den Bayern München neuer Tabellenführer der 1. Fußball-Bundesliga. Das ist aus meiner Sicht erfreulich, weil ich zwei Euro auf Hertha getippt habe und nun um fünf Euro reicher bin. Was mich allerdings zum Nachdenken gebracht hat, ist die Nachberichterstattung der Kollegen von n-tv.de und spox.com. Beide schreiben den zweifachen Torschützen Andrey Voronin mit einem “W”, also “Woronin”. Als ich das zunächst gelesen hatte, musste ich an Jörg Wontorra denken. Muss ja nicht sein am Valentinstag.

Wer irrt sich denn nun? Auf der offiziellen Seite von Hertha findet man die V-Schreibweise, ebenso auf dem Trikot. Voronin wurde in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Durch die unterschiedlichen Übersetzungsmöglichkeiten aus dem Ukrainischen und dem Russischen könnten beide Schreibweisen korrekt sein. Ist das der Grund, weshalb man auch beim Vornamen (“Andrej” und “Andrey”) unterschiedliche Angaben findet? Wer kann Aufklärungsarbeit leisten?

Foto: Hertha BSC Berlin