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Dopingverstoß Hoffenheim: Milde Strafe

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Der Deutsche Fußballbund hat gestern gegen die TSG Hoffenheim eine harmlose Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro verhängt. Keine Spielersperren, keine Spielwiederholung. Selbst Borussia Mönchengladbach, die Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hatten, haben inzwischen ihre Klage zurückgezogen und müssen dadurch für die Kosten selbst aufkommen.

Zwei Hoffenheimer Spieler waren nach der Partie gegen Mönchengladbach vor einigen Wochen zehn Minuten zu spät zum Dopingtest erschienen. Die Regelungen eines solchen Verstoßes sind klar und keine Interpretationssache. Andreas Ibertsberger und Christoph Janker hätten gesperrt werden müssen, stattdessen plädieren diese auf Unwissenheit und werden vom Sportgericht als glaubwürdig eingestuft. Lediglich Peter Geigle, der Dopingbeauftragte der TSG 1899 Hoffenheim, muss 2500 Euro zahlen. Er hatte angeblich die beiden Spieler nicht rechtzeitig über die anstehende Probe informiert.

Ich möchte keinen der beiden Spieler der Manipulation bezichtigen, die Zeit dazu hätten sie aber rein theoretisch gehabt. Merkwürdig ist es allerdings schon, dass Verstöße gegen Anti-Doping-Vorschriften, die jeder Spieler (auch in diversen Sprachen) vor Saisonbeginn unterschreiben muss, nicht dementsprechend geahndet werden. Zumindest wurden jetzt als Konsequenz aus dem Vorfall neue Vorgehensweisen beschlossen, die das Thema Doping in Zukunft ernster anpacken sollen als bisher.

Foto: DFB.de

Ein Sport geht zugrunde

Mein Gott, wie erbärmlich! Radprofi Erik Zabel sitzt bei der Pressekonferenz heulend und scheinbar reuemütig und berichtet von seinen Doping-Eskapaden in den Neunzigern. Allmählich gibt es keinen Radsportler den ich noch ernst nehmen kann. Da wartet der Herr Zabel solange mit seinem Geständnis bis er sowieso nicht mehr suspendiert werden kann. Denn nach der Welt-Doping-Agentur (WADA) können Dopingvergehen nur acht Jahre lang rückwirkend geahndet werden. Glückwunsch! Ich kann nur hoffen, daß ARD und ZDF ihre Überlegungen in die Tat umsetzen und zukünftig dem Radsport in seiner jetzigen Form keinen öffentlichen Raum mehr geben. Von Sport kann hier meiner Meinung nach sowieso nicht mehr die Rede sein. Mal sehen was Bjarne Rijs morgen in seiner angekündigten Pressekonferenz von sich gibt. Ich ahne Böses!