Der weltbeste EM-Spielplan zum Ausdrucken

Morgen startet die UEFA Euro 2012. Und wenn ihr euch noch nicht die Sonderhefte von Kicker, 11 Freunde, transfermarkt.de oder Spielverlagerung geholt habt und trotzdem unterwegs den Überblick behalten wollt, nehmt diesen schön gestalteten Spielplan von rekord.cc. Da müsst ihr zwar noch selbst ausdrucken, falten und schneiden, dafür sieht’s aber auch wirklich umwerfend aus.

“I don’t know, the ref was on drugs”

Offensichtlich haben einige Leute immer noch nicht kapiert, dass das Netz öffentlich ist und dort die selben Verhaltensregeln gelten wie in der Offline-Welt. Den obigen Satz schrieb Hoffenheims Ryan Babel über seinen Twitter-Account und beleidigte damit Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer. Das DFB-Sportgericht verhängte eine Strafe in Höhe von 3000 Euro und Babel löschte den Tweet.

Es grünt so grün

Deutschland spielt gerade gegen Frankreich – zum ersten Mal mit den neuen Auswärtstrikots. Die grünen Teile sehen ja eigentlich ganz ok aus. Mir gefiel die schwarze Version zwar besser, aber wenn man ein wenig nostalgischer werden will, ist das in Ordnung. Immerhin ist das Design die grüne Variante des Club-Trikots. Oder eben die, des Chelsea-Dresses.

Der DFB präsentiert den neuen Look heute also erstmals während eines Spiels. Aber genau da liegt doch der Witz. Das Spiel steigt gerade in Bremen, mit anderen Worten in Deutschland. Und nur weil das Spiel auch den Präsentationszwecken dient, spielt Deutschland in grün und Frankreich muss auf weiß ausweichen. Ja, das ist Kleinscheißerei, ich finde es trotzdem eine etwas kuriose Situation auf dem Platz. Und jetzt liegt Deutschland auch noch hinten.

Update nach Abpfiff:

Aus Google wird Goal

Geht es Euch auch so, dass die letzten Tage vor der Weltmeisterschaft in Südafrika von großer Vorfreude begleitet werden? Selbst Menschen, die sonst mit Fußball nicht viel am Hut haben, können sich während eines solchen Turniers für den Fußball begeistern. Google lässt es sich zur FIFA WM auch nicht nehmen, ein kleines Feature auf seiner Seite anzubieten.

Im Normalfall sieht die Navigationsleiste nach einer Suchanfrage so aus:

Normale Google-Navigationsleiste

Gebt ihr aber bei Google die Begriffe Weltmeisterschaft oder World Cup ein, wird aus Google Goal:

Schöne Idee.
(via ritman77)

Kein Internet im DFB-Medienzentrum Südafrika

Logo: DFB

Alle reden vom schnellen Internet und den noch im ländlichen Bereich nicht mit DSL erschlossenen Ortschaften. Vielleicht wird es gerade dort in den kommenden Monaten spannend, denn mit den neu erworbenen LTE-Lizenzen (Long Term Evolution) für die nächste Generation des Breitband-Mobilfunks könnte hier eine Lücke geschlossen werden. Anscheinend hat aber auch Südafrika ein Internetproblem.

Gestern landete eine Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in meiner Inbox. Der DFB sendete Informationen über den Verleih und Verkauf von UMTS-Karten im Rahmen der Weltmeisterschaft in Südafrika:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei senden wir Ihnen Hinweise zum Erwerb von Mobil-Telefonen und UMTS-Karten, die Sie bei Ihrem Aufenthalt in Südafrika auf Leihbasis kostengünstig nutzen können.

Zunächst dachte ich an ein Sponsoring des Anbieters Rent a mobile, der mehrmals in der Pressemitteilung auftaucht. Doch schnell leuchtete mir der Rat des DFB ein, wieso sich die Journalisten UMTS-Karten zulegen sollten:

Bitte beachten Sie, dass im DFB-Medienzentrum am Hotel Velmore Grande KEINE Internet-Verbindung besteht und wir Ihnen daher die Anschaffung einer UMTS-Karte dringend empfehlen.

Wie kann es in einem Medienzentrum kein Internet geben?

Wäre der Club abgestiegen

Frankenstadion während der Relegation 2010 / Foto: Konstantin Winkler

Das Radio ist das schnellste klassische Medium der Welt. Deshalb muss es auch schnell reagieren können, wenn Dinge absehbar sind oder bevorstehen. Im Falle der Relegation um die 1. Bundesliga hätte der 1. FC Nürnberg durchaus absteigen können. Das Aus hätte aber schon nach dem Spiel gegen Köln kommen können. Für diese Eventualität produzierte ich für 90elf einen Abstiegsbeitrag, der die Saison des Clubs zusammengefasst hat. Es verhält sich hier wie bei Nachrufen auf anderen Radiosendern. Diese werden meist schon vorab geschrieben und kontinuierlich ergänzt und aktualisiert. Im Todesfall hat die Redaktion dann umgehend einen aktuellen Nachruf für die verstorbene Person parat.

Damit die Arbeit nicht ganz umsonst war, könnt ihr hier meinen Abstiegsbeitrag über den 1. FC Nürnberg hören. Stellt Euch also vor, der FCN wäre abgestiegen…

Der 1. FC Nürnberg ist abgestiegen

Zum Glück musste dieser Beitrag nie laufen. In der Relegation gewann der Club das Hinspiel gegen Augsburg mit 1:0 und das Rückspiel mit 2:0. Berücksichtigt man außerdem die Relegation 2009, so hat Nürnberg in vier Relegationsspielen keine Gegentore kassiert.

Dieser Artikel ist auch im offiziellen 90elf-Blog erschienen.

Wiederkehr der T-Frage

Kurz vor der WM wird traditionsgemäß jeder Deutsche zum Nationaltrainer. Diskussionen über Taktik, Aufstellung und vor allem Zusammenstellung des deutschen Kaders hört man von der Baustelle bis ins Büro. Ob die Entscheidung gegen Stürmer Kevin Kuranyi oder die verletzungsbedingte Absage von Mittelfeldspieler Simon Rolfes, jeder hat seine eigene Meinung. Am Donnerstag gibt Bundestrainer Joachim Löw den endgültigen Kader bekannt. 38 Tage vor Turnierbeginn schien zumindest die Nr. 1 schon festzustehen. Heute Mittag kam dann der Schock: Leverkusens Torhüter Rene Adler muss aufgrund seines Rippenbruchs das Ticket nach Südafrika wieder abgeben.

Plötzlich steht also wieder die T-Frage im Vordergrund. Der Kampf um die Nummer 1 wird voraussichtlich unter Schalkes Keeper Manuel Neuer und Bremens Hintermann Tim Wiese ausgetragen. Die große Unbekannte ist die Nummer 3, die Löw für Südafrika braucht. Weiterlesen

Robert Enke ist tot

Alex Ibenhain und ich saßen im Studio. Wir wollten eigentlich über das erste Saisondrittel sprechen und das Blogprojekt 18mal18 vorstellen. Interviewgäste waren bereits terminiert, die Sendung nahm ihren Lauf. Um kurz vor halb neun bekamen wir dann die erste Meldung zum Tod von Robert Enke. Sofort stellten wir die Musik um, telefonierten mit den entsprechenden Stellen. Die Bestätigung kam kurze Zeit später, dann auch die Gewissheit, dass Enke Selbstmord begang.

Und dann steht man vor dieser irrealen Situation, einen Nachruf machen zu müssen, für einen Fußballer, der gerade einmal 32 Jahre alt geworden ist. Für einen Mann, der seine Frau und eine acht Monate alte Adoptivtochter hinterlässt. Ein Spieler, der vielleicht im nächsten Jahr die Nummer 1 im Kasten der DFB-Elf geworden wäre. Für den Fußball in Deutschland war das gestern ein schwarzer Tag.

Auf Enkes offiziellen Seite findet man ein Kondolenzbuch, in dem man sich eintragen kann.

Die 12-Stunden-Liga

Das war er also nun, der erste Bundesliga-Samstag in der Saison 2009/2010. Erkenntnis Nummer 1: Der Club hat verloren.

Wie so oft wenn etwas neu beginnt, verbringt man mehr Zeit damit. In der Bundesliga ist das vor allem durch die neuen Anstoßzeiten begründet. Statt bisher ein Mal, wird samstags nun drei Mal angepfiffen. Um 13:30, 15:30 und 18:30 Uhr rollt der Ball und ganz Fußball-Deutschland freut sich. Für uns im Sender ist das natürlich eine gewisse Herausforderung – technisch und personell. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ein solcher 12-Stunden-Samstag derartig schlaucht. Nach der Arbeit wollte ich nur noch heim und mich hinlegen. Die permanente Konzentration während der Live-Konferenz und die verschiedenen Arbeitsabläufe, die im Hintergrund stattfinden, kosten viel Kraft. Dafür macht der Job aber auch unglaublich viel Spaß.

Natürlich berichten wir objektiv von der Bundesliga, aber wie jeder andere Fußballfan auch, hat jeder bei uns im Team einen Lieblingsverein. Interessanterweise kann niemand von uns nach dem ersten Spieltag wirklich feiern. Die meisten Vereine unserer Wahl haben verloren oder zumindest nicht den erwarteten Sieg eingefahren. Andere Kollegen wiederrum ärgern sich über völlig in den Sand gesetzte Tipps beim internen Tippspiel.

Zum Glück ist das erst der Anfang und noch alles offen. Es wird eine spannende Saison.

Der Rekord-Aufsteiger ist wieder da!


Fußballfans stürmen auf das Spielfeld, schneiden Stücke des Rasens als Souvenir aus. Szenen, die man sonst nur von Meisterschaftsfeiern oder Pokalsiegen kennt. Oder von Club-Aufstiegen.

Der 1. FC Nürnberg ist – mal wieder – in die 1. Liga aufgestiegen. Im Rückspiel der Relegation machte der Club den Sack zu und siegte mit 2:0. Nach Abpfiff stürmten die Fans das Spielfeld, trotz der mehrfachen Aufforderung des Stadionsprechers, den Rasen nicht zu betreten. Pustekuchen, das war schon immer so in Franken. Club-Präsident Michael A. Roth kündigte im Vorfeld an, dass keine Aufstiegsfeier organisiert sei und dass man spontan feiern würde. Genau so wirkte das auch. Eher schlecht als recht standen die Spieler auf der Haupttribüne, auf der Fläche, wo sonst die TV-Kameras aufgebaut sind. Kapitän Andy Wolf bekam als erster das Mirkofon in die Hand und hatte nichts besseres zu tun als zunächst Anti-Fürth-Lieder einzustimmen: “Alle Blumen blühen, nur das Fürther Kleeblatt nicht”. Enttäuschend, sollte man doch vielleicht zunächst den Fans danken und solche Späße dann im Nachhinein veranstalten.

In der Mixed-Zone warteten die Medienvertreter auf die Spieler, um Interviews zu führen. Diese hatten aber vielmehr Lust die Presse mit Bierduschen zu erfreuen. Kameramänner und Fotografen versuchten ihr Equipment in Sicherheit zu bringen, das gelang allerdings nicht allen.

Gefeiert wurde im Anschluss nicht nur im Frankenstadion sondern auch auf der Wöhrder Wiese, wo bereits im Vorfeld eine Leinwand zum Public Viewing aufgebaut war. Ein toller Tag mit vielen Eindrücken, die ihr hier nachschauen könnt. WIR SIND DER CLUB!