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Social Media am Beispiel von Borussia Dortmund und Holstein Kiel

Schon etwas peinlich, wenn Spieler einer Regionalliga-Mannschaft im Rahmen der DFB-Pokal-Auslosung den nächsten Gegner beleidigen:

Natürlich macht sowas im Netz die Runde, das YouTube-Video wird weitergeleitet, bei Twitter geht’s ab und auch bei Facebook bleiben die Seiten von Borussia Dortmund und Holstein Kiel unter Dauerbeschuss.

Dialog auf der Facebook-Seite des BVB

Selbst Beleidigungen, die Stunden zuvor geäußert wurden, bleiben auf der BVB-Seite (knapp 700.000 Fans) unkommentiert stehen. Die Kieler reagierten dagegen schnell und sperrten die Posting-Funktion der Facebook-Seite (knapp 5000 Fans). Schreiben kann dort also niemand mehr auf die Pinnwand. Ob das unbedingt der richtige Umgang ist, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht hatte Holstein Kiel auch keine andere Wahl, diesem Besucheransturm entgegenzuwirken, denn das Kräfteverhältnis dürfte klar sein. Zumal das Blog schwatzgelb.de zu einer Anti-Choreografie auf Kiels Seite aufgerufen hatte.

Das DFB-Pokal-Viertelfinale wird also bereits jetzt auf Facebook ausgetragen.

Wenn die Deutsche Telekom versagt

Am kommenden DFB-Pokalwochenende wird in vielen kleinen Stadien gespielt. Die unterklassigen Vereine haben nämlich das Heimrecht in der ersten Runde des nationalen Pokals. Mein Arbeitgeber 90elf ist Lizenznehmer des DFB-Pokals und überträgt die Spiele. Für die Partie ZFC Meuselwitz gegen den 1. FC Köln am Sonntag gibt es nun aber Leitungsprobleme.

Dass nicht überall die telekommunikative Infrastruktur so ausgebaut ist wie in der Allianz Arena ist klar. Dass die Deutsche Telekom allerdings keine Kapazitäten mehr haben soll, uns einen ISDN-Anschluss zu legen, ist mir nicht verständlich. Nach etlichen Telefonaten im Laufe des Mittwochs teilte man uns mit, dass ein Anschluss prinzipiell doch noch möglich sei. Dieser sei aber mit Umbaumaßnahmen verbunden, die man uns anteilig in Rechnung stellen würde. Ein Betrag von mindestens 1000 Euro wurde uns genannt. An Dreistigkeit ist das nicht zu überbieten.

Unverständnis für die Aussagen der Telekom zeigte anschließend der Vorstand des ZFC Meuselwitz am Telefon. Es seien genügend Anschlüsse im Stadion vorhanden und die könnten unmöglich alle belegt sein. Er nimmt sich der Sache nun an.

To be continued…

Bayern oder doch Fürth?

Als Clubfan fällt es schwer, heute Partei zu ergreifen. Hält man eher zu den Bayern oder doch zur Nachbarstadt Fürth. Oder versucht man sich gar als neutraler Beobachter? Gut, wir reden hier vom Fußball und wenn ich nicht gerade im Konferenzstudio stehe, ist es mit der Neutralität dann doch etwas schwieriger. Fußball ist verdammt nochmal emotional und da kann man dezent auf Neutralität pfeifen, im privaten Umfeld. Im Zweifel drücke ich also vielleicht doch den Fürthern die Daumen, weil es einfach der kleinere Verein ist, die Sensation bei einem Sieg umso größer wäre und weil dann wenigstens eine fränkische Mannschaft im Pokal bleibt.

Ich hab eben mit Günther Koch telefoniert. Und siehe da, er sieht’s ähnlich wie ich: “Im Zweifelsfall bin ich natürlich für die Fürther. Solange die Bayern aber nicht gegen einen fränkischen Verein spielen, bin ich für den FCB”, sagte er mir. Damals hatte Günther übrigens auch den 1:0-Sieg des TSV Vestenbergsgreuth kommentiert, bei dem der FC Bayern 1994 in der 1. Runde des DFB-Pokals ausschied. Und Sensationen mögen wir ja alle.

Dieser Artikel ist im offiziellen Blog von 90elf veröffentlicht worden.