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Datenschutz und Like-Button

Die ewige Geschichte mit dem Like-Button Facebooks und dem Datenschutz. Schon beim Laden einer Website mit Like-Button werden Daten an Facebook übertragen. Ein Klick darauf ist für die Übermittlung nicht einmal notwendig. Übrigens werden diese Daten Eurem Facebook-Account zugeordnet, selbst wenn ihr bei Facebook nicht angemeldet seid, dank Cookies. Wer sich daran stört, hat zwei Möglichkeiten:

Website-Beitreiber: 2-Klick-Button

Wie schon Stefan in seinem Blog schrieb, hat Heise einen 2-Klick-Button programmiert. Damit lassen sich Buttons für Twitter, Facebook und Google+ in Seiten und Blogs integrieren, die allerdings erst durch einen Klick aktiv werden. Ein zweiter Klick darauf führt dann die eigentliche “Like”-Funktion aus.

Website-Besucher: Chrome-Plugin

Wer mit Googles Chrome im Netz unterwegs ist, installiert einfach ein Plug-In. Mit Facebook Disconnect ist zwar Facebook nach wie vor verfügbar, jedoch werden Like-Buttons bei Drittanbietern gar nicht erst geladen bzw. angezeigt. Das Plug-In ist im chrome web store verfügbar.

Google scannt private WLAN-Netze

Im Rahmen der Erfassung von öffentlichen Straßen beim Projekt Street View, hat Google nebenbei WLAN-Netze gescannt und die Daten gespeichert. Das sorgt wieder für großen Ärger, der überwiegend von Datenschützern kommt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zeigte sich geschockt vom Geschäftsgebahren Googles. Der Konzern wiederrum entgegnet den Kritikern, dass es nichts neues sei WLAN-Zugangspunkte zu protokollieren und Google bisher solche Daten von externen Firmen gekauft habe.

In der Tat ist es nichts Neues, dass via WLAN eine sehr exakte Positionsbestimmung möglich ist und solche Datensätze exisiteren. Ich habe mit dem Titel “Sie wissen wo du bist” auf dieser Seite schon im Juni letzten Jahres darüber berichtet. Wieso kommt also erst jetzt die Krtik auf, dass Google so etwas macht, wenn andere Firmen dies seit Jahren tun? Die Antwort ist leicht: Es ist nicht irgendein Unternehmen, es ist die “Datenkrake” Google. Weiterlesen »

Die SPD im Wahljahr 2009


Das wird es wohl gewesen sein. In einer beispiellosen Art und Weise hat die ehemalige Volkspartei SPD die jungen Leute verstoßen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Wähler, der halbwegs mit dem Internet vertraut ist, die Entscheidungen dieser Partei auch nur ansatzweise nachvollziehen oder gar unterstützen kann. Ergo wird dies das mit Abstand schwärzeste Jahr in der Geschichte der Sozialdemokraten. Schade, denn Frank-Walter Steinmeier konnte ich mir sehr wohl in der Rolle als Kanzler vorstellen. Aber nicht mit diesen Ansichten, nicht mit dieser Politik. Die große Koalition verteilt zum Ende der Wahlperiode schallenden Ohrfeigen an alle freiheitsliebenden Menschen. Erst kam die Vorratsdatenspeicherung, dann die Stoppschilder gegen Kinderpornographie im Netz. Ich bin enttäuscht schockiert darüber, wie anscheinend Stück für Stück rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt werden.

An dieser Stelle möchte ich gerne ein Video empfehlen, das den Ex-SPD-Abgeordneten Jörg Tauss in einer Rede vor dem Bundestag zeigt. Es stammt vom 03. Juli aus der Debatte über die Grundrechte. Nach seinem Austritt aus der SPD-Fraktion ist Tauss nun zu den Piraten gewechselt. Sein Bundestagsmandat wird er behalten.

Links zum Artikel:

 

Facebook-Community siegt

Die Betreiber des Social Networks facebook hatten vor kurzem ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Demnach sollten alle Rechte an dort veröffentlichten Inhalten (Text, Fotos, Videos) auch nach einer eventuellen Löschung des Profils bei facebook bleiben. Im Klartext könnten also die Macher der Plattform beispielsweise diverse Fotos an Zeitungen verkaufen, Texte kommerziell verwerten und das weltweit und zeitlich unbefristet. Völlig egal, ob man seine Dateien im Portal bereits gelöscht hat oder nicht.

Nicht nur Datenschützer zeigten sich empört über dieses Geschäftsgebaren. Strittig war unter anderem die Tatsache, ob die neuen AGB überhaupt dem deutschen Recht entsprechen. Nachdem der Konzern die AGB nahezu unbemerkt änderte, gingen die auch User auf die Barrikaden. Am 01. März sollten alle Mitglieder in einer Gemeinschaftsaktion ihr Profil bei facebook löschen, hiess es in einem Aufruf. Es hagelte Kritik von allen Seiten.

Facebook gibt diesem öffentlichen Druck nun nach und ändert die AGB wieder zurück in die ursprüngliche Fassung – zumindest vorrübergehend. Zum Glück, denn meiner Meinung nach ist facebook das ausgereifteste aller Social Networks. Es wäre zu schade gewesen, wegen einem Datenirrsinn die Mitgliedschaft beenden zu müssen.