Heute ist einer der wenigen Tage, an denen ich montags in die Redaktion komme und nicht belächelt werde. 4:1 gegen Stuttgart ist eben doch eine Marke. Sogar der sonst sarkastische Kollege aus der Technik kommt zu mir und flüsterte irgendwas von internationalen Plätzen. Wobei das dann wohl eher Ironie war. Der Mann ist offenbar wandlungsfähig.
Aber ich bin stolz auf die Nürnberger. Der dritte Sieg in Folge und das gegen Mannschaften wie Hamburg, Leverkusen und – nun gut – Stuttgart. Aber auch die muss man zuhause erstmal schlagen. Die Qualität des Kaders ist mindestens gleichwertig und da staunt man als Clubfan schon, wenn die Buden fallen, wie sie fallen. Ein wenig Mitleid hatte ich mit Julian Schieber, der nach seinem grandiosen Tor per Flugkopfball zunächst am Boden liegen blieb. Das hatte mich in der 90elf-Konferenz sogar so irritiert, dass ich anstatt “Tor” zu sagen, den Kollegen Hilgers noch einmal gefragt habe, ob der Treffer auch wirklich zählt. Er zählte.
Nürnberg ist in der Rückrundentabelle auf Platz 2, in der Heimtabelle auf Platz 4. Und so langsam glaub ich, dass der Club in diesem Jahr ausnahmesweise mal kein Depp sein wird. Hoffen wir’s.


