Blog-Archiv

Ein Herz für Blogs

Foto: uarrr.org

Der kommende Dienstag wird ein großartiger Tag. Er wird uns wieder viele neue Blogs aufzeigen, denen wir bisher kaum Beachtung geschenkt haben. An diesem Tag ist die deutsche Blogosphäre angehalten, tolle Blogs zu empfehlen. Die Aktion Ein ♥ für Blogs von Kai (stylespion.de) fand bereits zwei Mal statt, wurde aber nach einem großartigen Erfolg wieder eingestellt. Uarrr.org ruft die Aktion nun aber wieder ins Leben und fordert am 25. Mai 2010 zum dritten Mal Ein ♥ für Blogs. Schreibt einen Blogpost und sagt der Welt, welche Blogs ihr regelmäßig lest und weshalb. Damit kommen wir alle etwas weg vom Alltag, der uns meist nur immer wieder die selben Blogs lesen lässt und zeigt uns hoffentlich einige interessante Blogs, die wir bisher nicht kannten. Und: sagt es allen weiter!

Totgesagte leben länger

Das Internet hat einen großen Vorteil im Vergleich zu den konservativen Medien: Die Schnelligkeit. Doch dieser Vorteil wird dann zum Nachteil, wenn Journalisten ihre Quellen nicht überprüfen und Informationen einfach weitergeben. Meldungen verbreiten sich irrsinnig schnell, denn die Blogosphäre ist inzwischen groß genug, um als Multiplikator eine entscheidenen Rolle zu spielen. Soviel zur immer wieder in Frage gestellten Relevanz von Weblogs.

Ist eine Meldung erst einmal veröffentlicht und ist sie von Belang, kann man davon ausgehen, dass sie innerhalb weniger Minuten oder Stunden die Runde macht. In Blogs, auf Twitter, bei Facebook und sonstigen Plattformen. Der Schauspieler Patrick Swayze ist tot, davon gingen vor wenigen Stunden noch zig tausende Internetuser aus. Grund hierfür war eine (zu) schnell verbreitete Fehlinformation. Zwischenzeitlich hat das Management die Meldungen dementiert und stellte klar, dass Swayze noch am Leben sei und den Kampf gegen den Krebs noch nicht verloren habe.

Bei allem Enthusiasmus, den ich dem Internet gegenüber empfinde, müssen wir in Zukunft verstärkt aufpassen. Ich erlebte es in der Vergangenheit immer wieder, dass bei Recherchearbeiten auf Seiten wie Wikipedia zurückgegriffen wurde, ohne die dort enthaltenen Informationen an anderer Stelle zu verifizieren. Damit machen wir uns langfristig den Onlinejournalismus selbst kaputt.