Samstag, 06. Februar 2010 | Von Konstantin Winkler | Die Welt, Netzwelt

Intime und beeindruckende Momente aus dem Lebens des US-Präsidenten Barack Obama liefert der Fotostream des Weißen Hauses. Auf Flickr werden die Fotos des offiziellen Fotografen Pete Souza nahezu täglich veröffentlicht.

Sicher wird das ein oder andere Foto gestellt sein, dennoch finde ich diese Einblicke interessant. Da versteckt sich Obamas Tochter hinter einem Sofa im Oval Office; der Präsident selbst wirft sich einen Football zu oder blickt nachdenklich in den Spiegel.

Den Fotostream findet ihr hier.
Samstag, 30. Mai 2009 | Von Konstantin Winkler | Deutschland, Die Welt, Netzwelt
US-Präsident Barack Obama sieht in Internetangriffen auf die Regierung ein großes Gefahrenpotenzial. Nur so kann man sich die kürzliche Verlautbarung erklären, in der Obama einen Militärstab einrichten möchte, der sich ausschließlich mit Internetspionage und Hackerangriffen befassen soll. Der Chef dieses Stabs soll “Cyber-Zar” heißen.
Unklug ist dieser Schachzug nicht, betrachtet man unsere Abhängigkeit von Computern und Internet in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. Ein groß angelegter und erfolgreicher Hackerangriff könnte nicht nur sensible Informationen offenlegen, sondern auch wichtige Einrichtungen lahmlegen. Es wundert mich überhaupt, dass für das Internet in Deutschland nicht längst ein eigenes Gremium eingerichtet wird. Stattdessen gliedert man internetrelevante Themen (z.B. Urheberrecht, Jugendschutz) je nach Zuständigkeit in vorhandene Ministerien ein. Oder man gibt dem Bundeskriminalamt die Vollmacht, Seiten ohne Einbeziehen eines Kontrollorgans zu sperren. Dabei gibt es mehr als nur Rechtsverletzungen im virtuellen Raum, die es zu bekämpfen gilt. Eine intakte Abwehr von potenziellen Angriffen wäre nicht nur in den USA wichtig. Ich habe aber leider nicht das Gefühl, dass die Deutsche Regierung der Sicherheit im Internet eine große Bedeutung beimisst.
Mittwoch, 21. Januar 2009 | Von Konstantin Winkler | Die Welt
Auf diesen Moment hat die ganze Welt gewartet, vor allem das amerikanische Volk. Barack Hussein Obama wurde in seinem Amt als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Zwei Millionen Menschen sahen vor Ort bei der Zeremonie zu, bei der zum ersten Mal ein Farbiger das Staatsoberhaupt Amerikas wurde. Neben den Zuschauern wohnten auch Ex-Präsidenten, Gatinnen, Senatoren und weitere Persönlichkeiten der sogenannten “Inauguration” bei. Die ARD streamte bereits einige Stunden vor der geplanten Vereidigung das Geschehen am Capitol live und unkommentiert ins Internet. Ich gönnte mir immer wieder eine kleine Auszeit, um das historische Spektakel mitzuverfolgen. Bis auf einen Pastor, der mich schon nach wenigen Sekunden gelangweilt hat und den unnötigen klassischen Musikern, war die Veranstaltung in Ordnung. Der sonst souveräne Obama hatte bei der eigentlichen Vereidigung allerdings zwei Patzer. Zum einen unterbrach er den “Chief of Justice” beim ersten Satz, als dieser ihm den Text vorsprach. Zum anderen konnte sich Obama an einen weiteren Satz nicht erinnern und forderte per Kopfnicken die Wiederholung des Textes. Ok, Präsident der Vereinigten Staaten wird man auch nicht alle Tage, diese kleinen Aussetzer werden ihm seine Befürworter sowieso verzeihen.
Seit gestern erscheint auch die offizielle Seite des Weißen Hauses in neuem Gewand. Zeitgleich mit der Vereidigung wurde die neue Internetpräsenz von whitehouse.gov online gestellt. Das offizielle Porträt des neuen Präsidenten wurde übrigens erstmals mit einer digitalen Kamera geschossen, vom neuen offiziellen Fotografen des Weißen Hauses, Pete Souza.
Foto: Pete Souza / White House
Mittwoch, 05. November 2008 | Von Konstantin Winkler | Die Welt
Barack Obama wird der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Selten hat ein Politiker für ein so großes Interesse gesorgt – auch in Deutschland. Während Politiker wie Merkel, Seehofer und Co. vor wenigen hundert Zuschauern ihre Reden halten, begeisterte Obama jüngst in Berlin tausende von Bundesbürgern. Ein Ereignis, das unsere Politiker nachdenklich stimmen dürfte. Aber wieso zieht ein amerikanischer Senator überhaupt soviele Menschen in seinen Bann?
Obwohl Obamas Politik in Deutschland höchstens in Punkto Außenpolitik relevant ist, scheint es, als würden die Deutschen diesen Mann anhimmeln. Würde man eine Umfrage auf der Straße starten und die Leute fragen für welche Politik Obama steht, würde sie nur einen Bruchteil benennen können. Auch ich kenne mich nur oberflächlich mit seinem Wahlprogramm aus.
Ich denke hier spielen ganz andere Kriterien eine Rolle: Persönlichkeit, Ausstrahlung und Authentizität. Dinge, die den deutschen Politikern fehlen. Obama ist glaubwürdig, man kauft ihm das, was er sagt, ab. Seine Bühnenpräsenz ist überdurchschnittlich, seine rhetorischen Fähigkeiten beneidenswert.
Die Amerikaner scheinen eingesehen zu haben, dass Bushs Politik weder ihr Land noch die Welt voran gebracht hat. Ob Obama auch wirklich alles umsetzen wird, was er im monatelangen Wahlkampf angekündigt hat, wird die Zeit zeigen. Eines steht aber jetzt schon fest: Barack Obama ist ein Mann mit Mut und vielen Ideen, die in die richtige Richtung zeigen.
Foto: wikipedia / Public Domain