Eigentlich war es klar, dass es so kommen würde. Die in der letzten Saison wieder eingeführten Relegationsspiele scheinen den Club magisch anzuziehen. Vielleicht kommt es bald zum neuen Höhepunkt beim 1. FC Nürnberg: Rekord-Relegationsmannschaft. Und dann auch noch gegen den FC Augsburg, gegen einen starken Zweitligisten in etwa 150 Kilometern Entfernung.
Kinder, wir hätten uns das alles ersparen können. Wenn der Club sich in wichtigen Momenten einfach mal zusammengerissen hätte, anstatt desolat auf dem Feld rumzustehen, wäre das alles anders gekommen. Dann hätte womöglich der gestrige Sieg gegen Köln für den Klassenerhalt gereicht, ohne die Relegation beanspruchen zu müssen. Stattdessen zittern wir als einziger Bundesligaverein noch, während für die anderen die Saison bereits gelaufen ist. Bescheuert. Und unnötig. Ganz davon abgesehen, dass der Kollege und bekennende 96-Fan Herwig nun von mir drei Kugeln Eis bekommt. Ja, ich sollte nicht auf den Club wetten. Das hat früher schon bei bwin nicht geklappt und bei lapidaren Wetteinsätzen ist man auch immer der Verlierer. Siehe Samstag.

Foto: Konstantin Winkler
Als der Club 2009 im Rückspiel gegen Cottbus den Einzug ins Oberhaus gefeiert hatte, war ich mit dabei. Ich saß neben unserem Reporter Günther Koch im wundervollen Frankenstadion und fieberte dem Aufstieg entgegen. Damals fegten wir Energie Cottbus vom Platz. Die Ausgangslage war aber eine leichtere und Cottbus ein ebenfalls leichterer Gegner. Zumindest empfinde ich den FC Augsburg mit seinem Torjäger Michael Thurk und dem gefährlichen Marcel Njeng als schwere Aufgabe.
Das Wiedersehen mit Dominik Reinhardt wird übrigens wohl erstmal das letzte sein. Denn der FCA hat den Clubverteidiger nicht nur wie bisher ausgeliehen sondern bis 2013 an den Verein gebunden. Dafür flossen rund 500.000 Euro. Aber was bedeutet schon Geld, wenn der FCN möglicherweise die Klasse nicht halten kann. Am Sonntag sind wir alle schlauer.
Wie die Relegation genau verläuft, könnt ihr hier, auf der offiziellen Seite des 1. FC Nürnberg, nachlesen.



