Der Cybermonday wurde in den letzten Wochen von Amazon ordentlich beworben. Aus 100 Produkten wählten die Kunden 30 aus, die am heutigen Montag angeboten wurden. Doch die Freude hielt sich bei den meisten Nutzern in Grenzen. Die Produkte waren nämlich nur wenige Sekunden verfügbar. Und meine Laune ist immer noch getrübt.
Alle zwei Stunden wurden die Angebote aktiviert. Den Zeitplan gab es bereits ab Mitternacht auf amazon.de. Doch den genauen Preis erfuhr man erst mit der Freischaltung des Angebots. Ich wusste also, dass die Playstation 3 eigentlich 299 Euro kostet, aber um 14:00 Uhr deutlich günstiger sein wird. Erstaunt war ich dann, als ich um Punkt 14:00:00 Uhr die Playstation in meinen Einkaufswagen legen wollte und parallel dazu auf der Aktionsseite des Cybermondays sah, dass sie ausverkauft sei – zumindest zum reduzierten Preis von 177 Euro. Das war natürlich ein Riesenschnäppchen, doch genau so riesig war der Ärger. Wenige Sekunden vergingen nur, ehe der Deal vorrüber war. Das ging so schnell, dass einige Kunden nicht einmal der reduzierte Preis angezeigt wurde, sondern direkt das „Ausverkauft“-Symbol.
Mit dem Cybermonday hat Amazon einige wenige Benutzer glücklich gemacht, den Großteil aber verärgert. Denn dieser Tag ist nicht etwa ein Angebot für Kunden sondern eine reine Lotterie. Und in erster Linie natürlich eine große PR-Nummer für den Konzern.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz
In dieser Form ist eine Aktion, für die man wochenlang abstimmen konnte sinnlos. Mehr Transparenz beim Kontingent würde zumindest deutlich machen, was überhaupt über den virtuellen Ladentisch geht. Wenn ich weiß, es gibt nur – sagen wir einmal – 30 Playstation 3 zu diesem Preis, kann ich mich darauf einstellen.
Reduzierten Preis bekanntgeben
Kunden, die sich zunächst über den Rabatt informieren wollen, haben keinerlei Chance dazu. Denn bis sie das gemacht haben, ist die Ware längst ausverkauft. Amazon sollte also auch den reduzierten Preis im Vorfeld bekannt geben.
So gibt es für mich zumindest erst einmal keine Next-Gen-Konsole. Ich bleibe vorerst bei der Wii.



