Das Schneechaos hat auch mich heimgesucht. Gestern hatte ich keine gravierenden Probleme mein Auto fortzubewegen. Heute morgen sah das anders aus. Nach einer kurzen Nacht dank Basketball, habe ich morgens im Auto feststellen müssen, daß sich beim zünden nichts tut – aber auch rein gar nichts. Nicht einmal das übliche Rattern des Motors konnte ich hören. Der Griff zum Handy war die logische Konseqzenz für mich. Wissentlich, daß der ADAC gut ne Stunde braucht, um an einem Einsatzort anzukommen, habe ich mit Anja telefoniert, um auszumachen, wie wir am Besten vorgehen. Normalerweise hole ich Anja ab, da sie zur Zeit kein Auto hat. Nun ist sie aber sicherheitshalber verspätet mit den Öffentlichen losgefahren.
Der ADAC hat mich nach dem Telefonat mit Anja erneut angerufen und mir vorgeschlagen, ein Taxi vorbeizuschicken, das mir beim Überbrücken helfen soll. Gesagt, getan. Mit einer großen Portion Hoffnung, daß mir dieses Taxi noch das rechtzeitige Erscheinen im Sender sichert, habe ich mich in den Hausflur zurückgezogen und auf den Anruf gewartet. Wenige Minuten später kam eine sehr freundliche Taxifahrein, mit der ich erstmal mein Auto aus der Parkbucht hinausgeschoben habe, da das Überbrückungskabel zu kurz war. Geholfen hat uns dabei ein Nachbar, der mit seinem Wagen ebenfalls nicht vorangekommen war. Nach einiger Zeit schafften wir es sowohl meine Karre wiederzubeleben, als auch meinen Nachbarn dabei zu unterstützen, seinen Wagen wieder auf die Straße zu bekommen. Gerade noch rechtzeitig!


