Telekolleg

Der Entschluss ist gefasst, die Anmeldung abgeschickt. Ab sofort nehme ich am Telekolleg 2008/2010 teil, um meine Fachhochschulreife über den zweiten Bildungsweg abzuschließen. Zwar habe ich das Gymnasium bis zur 13. Klasse besucht, erhielt aber aufgrund der mehrfachen Unterpunktung im Leistungskurs Chemie keine Zulassung zur Abiturprüfung. Nun will ich zumindest das Fachabi nachholen.

Natürlich habe ich mich gründlich informiert und alle Wege zu einem höheren Schulabschluss verglichen. Ich bin zu dem Resultat gekommen, dass der Telekolleg, die für mich beste Variante ist. Der Unterricht erfolgt über Fernsehsendungen, die im Bayerischen Fernsehen und auf BR-alpha ausgestrahlt werden. Dazu gibt es Lehrmaterial in Form von Büchern und CD-ROMs. Regelmäßig stattfindende Kollegtage an der Berufsschule und eine Newsgroup runden das Lernangebot ab.

Die Sendungen sind teilweise uralt. Wenn auch der Lehrstoff sich kaum verändert hat, wünscht man sich manchmal aktuellere Aufnahmen. Ich denke jeder hat schon einmal den “Telekolleg Englisch” gesehen, den bärtigen Mann im nostalgisch eingerichteten, britischen Arbeitszimmer, mit dem Gemälde im Hintergrund. Das ist zwar irgendwie kultig, aber auch leicht überholt.

Alle Folgen werden nach einem bestimmten Stundenplan ausgestrahlt. Derzeit läuft im Vorkurs montags Mathematik und mittwochs Englisch. Vor allem in Mathe hilft mir dieser Auffrischungskurs ungemein. Strahlensatz und Steigungsdreiecke hatte ich anscheinend nach der Schulzeit vollkommen verdrängt. Erfreulicherweise hat Katharina hier nen sehr guten Durchblick, und steht mir zur Seite. Auf Englisch verzichte ich im Moment, weil es wirklich bei Null anfängt.

Die Lernperioden werden in sogenannte Trimester unterteilt. Ein Trimester hat 3 Monate, wieso hier nicht gleich der Begriff “Quartal” verwendet wird, ist mir ein Rätsel. Ich hoffe, dass ich das alles packe, denn leicht wird es keineswegs. Alleine wieder in eine Lernsituation zu kommen, ist eine Umgewöhnung. Da sind Schiedsrichterprüfungen bezüglich des Lernumfangs eher Kleinigkeiten.

Alle Erfolge, Misserfolge und erreichte Ziele poste ich ab sofort in der Kategorie “Telekolleg“. Wünscht mir viel Glück!

Schönes Wetter

Vielleicht könnt ihr Euch noch erinnern, als ich Wismar als nicht wintertauglich eingestuft habe. An diesem verlängerten Wochenende ist es tatsächlich so, daß das Wetter endlich mal mitspielt. Heute war mein erster Tag an der Hochschule. Katharina hat mich in die Werkstoffkunde-Vorlesung und die Mathe-Übung eingeschleust. Bittere Erinnerungen an meine Schulzeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Trotzdem eine interessante Erfahrung ohne Abitur einen Tag lang Student zu sein. Allerdings habe ich inzwischen wieder die Schnauze voll von Integralen und abgeleiteten Funktionen.

Das Essen in der Mensa war übrigens sehr lecker. Auf die Frage hin, ob ich auch Student bin, antwortete ich der Kassenkraft “Ja, aber leider habe ich meinen Studentenausweis vergessen”. Diese Antwort brachte mir den äußerst günstigen Studentenpreis von 3,15 EUR für ein gesamtes Gericht samt Nachspeise. Nicht umsonst ist die Mensa an der HS Wismar unter den Top 3 in ganz Deutschland (Stand 2004).

Voting integriert

Ab sofort stelle ich Euch in unregelmäßigen Abständen einige Fragen, die ihr anhand eines Votings im Naviagtionsmenü rechts beantworten könnt. Die erste Frage befasst sich mit meiner Entscheidung über das Nachholen meines Abiturs. Hier bin ich zumindest um den Schritt weiter, nicht an einem Fernstudium teilzunehmen sondern wenn schon, dann am Privaten Abendgymnasium Nürnberg. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Vorbereitungsunterricht, geringere Kosten, ein Klassenzimmer, in dem man nicht immer wieder durch PC oder Fernsehen abgelenkt wird. Den endgültigen Entschluß fasse ich am Wochenende.

Bildung kostet

Zur Zeit mache ich mich vielerorts schlau, wie ich mich weiterbilden kann. Irgendwie fühle ich mich danach. Ganz oben auf meiner Liste steht hierbei das Nachholen des Abiturs, da ich damals in der 13. Klasse nach dem dreifachen Unterpunkten des Chemie-Leistungskurses keine Zulassung zum Abitur erhalten hatte.

Abendschulen und Fernschulen gibt es so einige. Alle haben jedoch eins gemeinsam: Horrende Summen. Auch der Zeitaufwand mit ca. 15 Stunden wöchentlich für das Abitur ist nicht zu verachten. Bei voller Berufstätigkeit bleibt dann für ein erfolgreiches Bestehen des Kurses nicht viel Raum für Freizeit oder Hobbys.

Einen Lichtblick hat die Angelegenheit allerdings: Die Kosten für einen solchen Kurs sind als Werbungskosten komplett steuerlich absetzbar. Vorerst kommt für mich dieses Vorhaben aber dennoch nicht in Frage.