Erste Sessions auf der #rp13

Die Beta-Version der Sessions auf der re:publica ist online. Ich habe mir grob nach Themengebieten schon einige Sessions vorgemerkt. Natürlich muss man noch abwarten, ob es zeitliche Überschneidungen gibt, aber diese Sessions klingen jedenfalls vielversprechend:

1. Radio Universal

Gut, Pritlove ist ein Formatradio-Basher. Aber er hat ja mit einigen Dingen durchaus Recht. Und sein Engagement im Bereich Podcasts ist vorbildlich. Bin gespannt auf neuen Input.

2. Sportblogs und Sportjournalismus – Von investigativen Journalismus aus der Nische

Komplette Logouts, also die Nicht-Akkreditierung eines Blogger zu einem Event, sind an der Tagesordnung. Die Podiumsdiskussion soll Einblicke in folgende Bereiche geben:
- Investigativer Journalismus in Blogs
- Zusammenarbeit mit Rechteinhabern und Veranstaltern
- Finanzierung und Kooperationen
- Community Management und Interaktion zwischen Fans, Blogger, Rechteinhabern und Sponsoren
- Fanprojekte

Ich hoffe, diese Session kann die Fußball-Panels der letzten zwei Jahre noch weiterdrehen. Bislang klingt es leider nach großen Schnittmengen.

3. Investigatives Bloggen – Das Informationsfreiheitsgesetz richtig nutzen

Das Informationsfreiheitsgesetz ist an und für sich eine gute Sache. Aber ich bin darin überhaupt nicht fit. Daher hoffe ich auf neue Erkentnisse.

4. “Und warum sind da jetzt Brüste?” – Warum auch die Gamerszene mehr als einen Aufschrei verdient hat

47% der gamenden Population sind Frauen. Eine Zahl, die eigentlich dafür ausreichen sollte, als Zielgruppe ernst- und vorallem wahrgenommen zu werden.

Sagt eigentlich alles.

Serienalarm!

TV-Serien: An 24 kam bisher nichts ran

Ich bin mit der vierten Staffel durch, sowohl bei The Mentalist, als auch bei Breaking Bad. Also muss irgendwie Nachschub her, denn das dauert wieder eine halbe Ewigkeit bis die fünfte Staffel gepresst wird. Nun steht in meinem Regal noch die komplette Serie Lost, aber irgendwie hatte ich da nicht so Lust drauf bisher. Und 24 oder Akte X zum x-ten (hihi) Mal anschauen, will ich nicht.

Also begab ich mich auf die Suche nach neuem Stoff, stieß dabei auf nette Storys und bin am Ende dann doch wieder in der Vergangenheit hängen geblieben. Letztendlich sind folgende DVDs im Warenkorb geblieben (Amazon-Partnerlinks, im übrigen):

1. The Wire

Drogenhandel bin ich ja schon von Walter White gewohnt. Wieso also nicht mal ein anderes Setting dazu ausprobieren, das in einem doku-ähnlichen Stil umgesetzt wird? Bisher habe ich nur Ausschnitte aus The Wire gesehen. Freunde sagten, die Serie sei gut, man käme aber nur schwer rein. Ich werde es versuchen.

2. Incredible Hulk (1982)

Einer meiner RTL-Favoriten aus Kindheitstagen. Da gibt es natürlich noch (New) Spiderman, die Jetsons und M.A.S.K. (lief das überhaupt auf RTL damals?). Aber die gesamte Serie für nen Zehner, das ist fair und ich hoffe, meine Erinnerungen an den Zeichentrick-Hulk sind auch Jahrezehnte später immer noch ungetrübt.

3. Der rosarote Panther

Paulchen Panther. Kennt jeder. Meinen ersten Kontakt zu ihm hatte ich irgendwann Mitte der 90er, im Vorabendprogramm des ZDF. Damals allerdings noch mit der blauen Elise und dem Inspektor. Diese Figuren fehlen hier zwar, dafür bekommt man für gut zehn Euro insgesamt 780 Minuten (hoffentlich) guter Unterhaltung.

Das sollte zunächst Mal für etwas Zeitvertreib sorgen. Viele Serien musste ich auch erstmal auf den Wunschzettel verschieben und werde darüber schreiben, sobald ich sie bestellt habe. Aber welche TV-Serien auf DVD/Blu-Ray könnt ihr mir empfehlen? Rein in die Kommentare damit!

Zu Gast im aktuellen sportstudio

Gut, auf die Torwand darf ich nicht schießen, weil ich auch gar nicht vor Ort bin. Dafür aber im Hangout nach dem aktuellen sportstudio. Das ZDF veranstaltet diese Hangouts auf Google+ und zdf.de als Sendungskritik mit Zuschauern und Experten bzw. Journalisten. Und ich freue mich, dass wir von 90elf eingeladen wurden und ich Samstagnacht direkt nach Ende der Sendung – etwa 00:15 Uhr – zugeschaltet sein werde. Der Spaß dauert dann circa eine halbe Stunde.

Falls ihr nicht gucken könnt, am Tag darauf findet ihr die kleine Runde auch in der ZDF-Mediathek.

Sabine Töpperwien über Fußball im Radio

Das Interview, das Sabine Töpperwien, dem Medienmagazin DWDL gab, hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Die Teamchefin der ARD-Radios bei der EM, die auch beim WDR federführend für die Bundesliga-Konferenzen ist, wurde über Fußballreportagen im Radio und die anstehende EM befragt. Dabei gibt es neben der Mehrfachbetonung, wie viel Verantwortung sie vor diesem Turnier doch habe, auch folgende Erkenntnis:

Wir sind mit nur 30 Programm-Mitarbeitern in Polen und der Ukraine ein recht kleines Team, haben aber trotzdem den Anspruch, alle Spiele live abzubilden. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, acht der 24 Vorrunden-Spiele mit nur einem Reporter zu besetzen. Der wird mit einem kleinen Übertragungsgerät in das jeweilige Stadion geschickt. Es handelt sich dabei um ein ISDN-Gerät, das gerade einmal maximal 30 x 20 Zentimeter groß ist. Wir nennen dieses Gerät “Scoobi-Doo”. Das muss sich der Reporter selbst in einen bestellten Anschluss auf der Reporter-Tribüne einstöpseln und den technischen Kontakt zum Schaltraum nach Warschau in das IBC finden, sich seinen Kopfhörer aufsetzen und drauf los reportieren. Er hat dann keinen Assistenten und keinen Techniker dabei.

Bei 90elf sind unsere Reporter fast immer alleine im Stadion, schließen alles selbst an, machen den Leitungscheck und die Reportage auf eigene Faust. Da steht kein Ü-Wagen vor dem Stadion und es sitzt auch kein Techniker mit am Platz. Im Übrigen ist das auch bei allen anderen privaten Radiosendern so. Das funktioniert seit Jahren reibungslos und daher musste ich schon ein wenig schmunzeln, wie dieses Vorgehen als bahnbrechend neu und riskant verkauft wird:

Wir drücken alle ganz fest die Daumen, dass dieses Modell aufgeht, denn wenn unsere HörerInnen den Reporter hören, werden sie keinen Unterschied merken, weil es eine fantastische Studioqualität ist – es muss nur klappen. Das ist sozusagen unsere One-Man-Show, womit wir natürlich so kostengünstig sind, wie es weniger gar nicht mehr geht. [...] Für ein Großereignis ist es die Premiere, aber wir haben das ganz intensiv bei uns in der 2. Fußball-Bundesliga getestet. Dort hat das Modell den Herausforderungen Stand gehalten.

Das gesamte Interview mit Sabine Töpperwien gibt’s hier.

Die Wahrheit über Personalitys im Radio

Yvonne Malak zählt zu der Gattung Menschen, von denen es nur wenige gute gibt: Radioberater. Und Malak schreibt gerne kleine Geschichten über ihre Sicht der Dinge auf die deutsche Radiolandschaft und auf Persönlichkeiten im Radio im Speziellen. Klar, damit kann man Reputation aufbauen und seine Ein-Frau-Beratung auch werbewirksam ins Szene setzen.

Heute veröffentliche Malak in der RadioWoche einen Artikel über – natürlich – Personalitys. Ich mache es kurz: Nichts Neues, typisches Berater-Gelaber und im Grunde einige Punkte, die meiner Meinung nach falsch sind. Ansichten, die zudem dazu führen, dass Radio in Deutschland überall so gleich und künstlich klingt.

Hier ein Auszug:

Idealerweise ist dieser “Personality” dabei auch noch überwiegend sympathisch, polarisiert in einem gesunden Maße (klar, ohne geht es nicht! Wer nur “nett” ist, kann nur wenig Profil aufbauen) und hat bei allem, was er tut, die Unterhaltung der Hörer zum Ziel.

Wer nur “nett” ist, kann also nur wenig Profil aufbauen. Ich halte diese Aussage nicht nur für ausgemachten Quatsch, sondern auch für einen der Gründe, weshalb Moderatoren oft so klingen wie sie klingen: Überdreht, oder bewusst beleidigend und provkant. Weiterlesen

Bill Cosbys Sweatshirts

The Cosby Sweater Project →

Manchmal lande ich aus Versehen immer noch bei der Cosby Show. Alte Wiederholungen einer Sendung, die ich als Kind gern gesehen habe und die mich immer wieder zum Lachen brachte. Später übernahm dann der Prince von Bel Air das Unterhaltungszepter. Doch eines blieb: Der schlechte Klamottengeschmack von damals. Und der wird bei oben genannntem Blog wunderbar in Szene gesetzt. Hier werden die Muster der Cosby-Outfits nachgezeichnet. Aus jeder Folge einer jeden Staffel.

TV-Tipp: @Rundshow

Fernseh-Tipps gibt es hier selten. In diesem Fall mache ich aber gerne eine Ausnahme.

Generalprobe der Rundshow | Foto: Konstantin Winkler (cc-by-sa)

Richard Gutjahr startet heute Nacht ein interessantes TV-Projekt im Bayerischen Fernsehen: Die Rundshow. Eine Sendung, die den Zuschauer besser ins Programm integrieren soll als alle Versuche zuvor. Und dass so etwas ausgerechnet im etwas eingestaubten dritten Programm des BR geschieht, ist hervorzuheben.

Via Google Hangout könnt ihr euch mit Video und Ton einklinken, über eine eigene App (“Die Macht”, Android / iOS) können Stimmungen direkt ins Studio übertragen werden. Ein Abstimmungsmodul und eine Art Kontaktformular mit maximal 140 Zeichen stehen außerdem in der App zur Verfügung.

Die Themen werden – wie bei der klassischen Rundschau – tagesaktuell sein, die Aufbereitung dieser aber alles andere als konservativ. Ich habe die Vorbereitungen zum Projekt intensiv verfolgt. Auf der re:publica wurde die Rundshow genauer vorgestellt, die anschließende Generalprobe in der letzten Woche verfolgte ich via Hangout, konnte aber aufgrund meines Mittagessens nur wenig mitmischen. Die Sendung macht einen soliden Eindruck und erinnerte mich phasenweise an GIGA von einst. Und das kann durchaus als Kompliment gewertet werden.

Die Rundshow wird ab heute vier Wochen lang im BR zu sehen sein. Sendebeginn ist jeweils 23:15 Uhr. Zum Glück ist bis dahin auch die Relegations-Sendung bei 90elf vorbei. Es sei denn natürlich, das Ding geht in die Verlängerung.

In dieser Woche steht Daniel Fiene als Co-Moderator an Gutjahrs Seite. Auch Sascha Lobo gehört wohl zu den Kandidaten, die in den kommenden Wochen co-moderieren werden.

Tatort-Erkenntnisse #2: Die Ballade von Cenk und Valerie

Ja, die Banker waren überzeichnet. Diese Tradingscheiße war nicht zum Aushalten. Und trotzdem:

Die Schauspieler waren alle großartig. Die Storyline war für eine Finalfolge, in der ein Tatort-Kommissar stirbt, in Ordnung. Immer wieder musste ich die Luft anhalten, und ich kann mich nicht erinnern, wann ich ein solches Erlebnis bei einem Tatort zuletzt hatte. Das war Spannung, Leute. Das hat gefetzt. Und die üblichen pseudo-moralischen Aspekte blieben auch fast außen vor.

Man hätte sicher auch einen Kommunalpolitiker nehmen können statt des Kanzlers. Oder einen Bundesminister. Aber hey, das ist Cenk Batu, der Jack Bauer der deutschen Krimis. Der kriegt die großen Fische.

Mehmet Kurtulus hat mich als Schauspieler schon immer überzeugt. Ich bin gespannt wie sich Til Schweiger in Zukunft anstellen wird. Die Fußstapfen, in die er treten muss, sind gewaltig!