Es grünt so grün

Deutschland spielt gerade gegen Frankreich – zum ersten Mal mit den neuen Auswärtstrikots. Die grünen Teile sehen ja eigentlich ganz ok aus. Mir gefiel die schwarze Version zwar besser, aber wenn man ein wenig nostalgischer werden will, ist das in Ordnung. Immerhin ist das Design die grüne Variante des Club-Trikots. Oder eben die, des Chelsea-Dresses.

Der DFB präsentiert den neuen Look heute also erstmals während eines Spiels. Aber genau da liegt doch der Witz. Das Spiel steigt gerade in Bremen, mit anderen Worten in Deutschland. Und nur weil das Spiel auch den Präsentationszwecken dient, spielt Deutschland in grün und Frankreich muss auf weiß ausweichen. Ja, das ist Kleinscheißerei, ich finde es trotzdem eine etwas kuriose Situation auf dem Platz. Und jetzt liegt Deutschland auch noch hinten.

Update nach Abpfiff:

Dumm und Geld absahnen

Wisst ihr warum ich mich nie für “Wer wird Millionär” bewerben würde? Ich hätte Schiss mich zum Gespött zu machen, bei einer ganz billigen Frage zu versagen und mein Lebtag im Freundes- und Kollegenkreis verarscht zu werden. Das geht ja schnell – bei nicht gängigen Redewendungen zum Beispiel. Und dann sitzt du da, siehst auf den TFT und verstehst die Welt nicht mehr. Dafür muss man nicht mal dumm sein.

Wieso also denken die WIRKLICH Dummen Unschlauen dieser Welt nicht einmal nach, bevor sie nach Köln-Hürth fahren, sich vor die Kamera setzen und ihre Dämlichkeit zur Schau stellen? Was ich meine, könnt ihr bei RTL NOW noch einmal ansehen. Oder am Montag einschalten und dem jungen Mann weiter beim Raten zuschauen.

Trotzdem war die Doppelfolge am Freitagabend eine der besten überhaupt. Nicht zuletzt aufgrund eines überragenden Günther Jauchs, der sich schlagfertig präsentierte und selbst den unsympathischen Kandidaten mehrere Chancen gab.

150 Euro – Und jetzt mal kreativ sein!

Das Wulff-Interview zieht im Internet weite Kreise. Im Fokus steht natürlich die selten dämliche Aussage von Bettina Schausten, sie würde ihren Freunden bei einer Übernachtung 150 Euro bezahlen. Natürlich, wie man das eben so macht.

Die Kreativität im Netz reicht von Chuck-Norris-Witzen über Unbezahlbar-MasterCard-Fakewerbungen bis hin zu Gutscheincodes. Airbnb hatte hierbei die bisher beste kommerzielle Idee:

Wer hat das Thema noch kreativ genutzt?

Threadless: Beste Charity-Aktion 2011

Threadless, mein Lieblings-Shirtladen in den USA, hat nun gemeinsam mit UNICEF ein tolles Projekt gestartet. Man kauft ein Shirt und spendet mit dem Kauf das Motiv, das aufgedruckt ist für einen guten Zweck. Schwer verständlich? Ok.

Auf einem Shirt ist ein Mosquito zu sehen. Das Shirt kostet knapp 18 Dollar und der Preis geht zu 100% an UNICEF, das davon Mosquito-Netze kauft. Wer mehr Geld ausgeben will, kauft sich ein Shirt mit einer aufgedruckten Wasserpumpe. Das kostet dann aber schon 500 Dollar. Prinzip verstanden? Dann unterstützen!

Wenn ihr übrigens jemanden mit einem Frachtflugzeug-T-Shirt seht, hat er wohl 300.000 Dollar gespendet.

Sieben Stunden von Hamburg nach Leipzig

Mit diesem Stempel war die Zugbindung aufgehoben

Gestern war es anders als sonst. Die Bahn hatte zwar wieder Verspätung, aber dieses Mal lag es nur bedingt an der Deutschen Bahn. Weil irgendwelche Idioten Brandsätze gelegt hatten, kam der gesamte Zugverkehr Deutschlands durcheinander. Auch auf der Strecke zwischen Hamburg und Leipzig, für die wir eigentlich ein Ticket mit Zugbindung hatten. Doch der ICE um 15:08 Uhr fuhr nicht.

Schon komisch wie schnell man sich in einer Egoismus-Spirale verfängt. Man entwickelt eine Wut gegen diejenigen, die in der Nacht Brandsätze an Bahnhöfen gelegt haben, fühlt sich persönlich verarscht und könnte die Leute reihenweise ohrfeigen. Weil man vier Stunden später ankommt als geplant, weil die Sitzplatzreservierung umsonst bezahlt wurde. Wie erbärmlich man doch rückblickend sein kann. Eigentlich muss man froh darüber sein, dass Schlimmeres verhindert werde konnte und die Brandsätze rechtzeitig entdeckt wurden. Und das bin ich inzwischen auch.

Steve Jobs: Ein paar Worte

Steve Jobs Gedenkwand aus Post-Its in Houston / Foto: Matt Mullenweg (ma.tt)

Als ich auf dem Weg nach Hamburg war, ereilte mich die Meldung über den Tod von Steve Jobs. Nun, ich bin kein Apple-Fanboy, ich habe nur ein iPad und lungere sonst mit Windows 7 und Android herum, aber trotzdem ist diese Nachricht natürlich irrsinnig traurig. Nicht, weil ich der Meinung bin, Jobs hätte diese Welt besser gemacht. Artikel, die in diese Richtungen gingen, fand ich etwas überzogen.

Aber Jobs hat eines definitiv: Die Kommunikation und unseren Umgang miteinander in neue Bahnen gelenkt. Er war ein kluger Kopf, ideenreich, geistreich und innovativ. Er hat den Tabletcomputer massentauglich gemacht und es immer verstanden Technik, Design und Marketing perfekt miteinander zu verbinden. Und das ist eine großartige Leistung. Ein ganz Großer ist von uns gegangen.

TIPP-KICK auf hohem Niveau

Zweitliga-Spieler Martin Arp hat Fabian Boll nachgebaut

Ich habe viele Stunden mit TIPP-KICK in meiner Kindheit verbracht. Auf einem kleinen Filzbrett-Spiel mit Spielfiguren und 12-eckigen Bällen. Die Regeln waren mir als Kind natürlich fast egal, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Zwischenzeitlich probierte ich dann auch Subbuteo aus, das aber irgendwie nicht den selben Reiz für mich hatte wie die Metall-Kicker. Und nun wurde ich wieder mit dem Spiel konfrontiert, allerdings auf ganz anderem Niveau.

Schon seit einigen Monaten haben wir im Team von 90elf eine eigene kleine TIPP-KICK-Liga. Angelehnt an den offiziellen Regeln des Deutschen TIPP-KICK Verbands spielen wir Woche für Woche auf einem handelsüblichen Spielbrett. Bei uns dauert ein Spiel nicht zwei Mal fünf Minuten, sondern so lange bis jemand fünf Tore erzielt hat. Unentschieden gibt es bei uns also nie. Während der modell-hobby-spiel in Leipzig war auch das Team von TIPP-KICK in Leipzig zu Gast und kam auf einen Besuch vorbei. Neben den beiden Geschäftsführern Mathias und Jochen Mieg, waren auch zwei Profi-TIPP-KICKer dabei, Martin Arp (Alemannia Neumünster) und Georg Lortz (Rheinland United). Außerdem besuchte uns der Projektleiter von Trikick. Wir drehten ein kleines Video für den 90elf-Bolzplatz und ich ließ mir einige Tipps geben. Zwei Tage später besuchte ich dann die Messe und spielte erneut. Weiterlesen

Wikipedia Italien vom Aussterben bedroht?

Italien hat möglicherweise bald ein Problem. Ein neuer Gesetzesentwurf könnte die Meinungsfreiheit im Netz stark einschränken, sollte er in den entscheidenen Gremien auf Zustimmung stoßen. Davor hat auch die italienische Ausgabe der Wikipedia Angst und schreibt auf ihrer Seite darüber:

Dieser Gesetzesentwurf, den das italienische Parlament zurzeit debattiert, enthält neben anderen Dingen eine Verpflichtung für Webseiten, innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur am Inhalt vorzunehmen, die der Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert.
Unerfreulicherweise verlangt dieses Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person. Ausschließlich die Meinung der angeblich beleidigten Person oder Organisation genügt, um die geforderten Korrekturen an der Webseite durchsetzen zu lassen.

So etwas geht natürlich gar nicht und hat auch nichts mehr mit Meinungs- und Pressefreiheit zu tun. Wollen wir hoffen, dass die Poltiker in Italien Köpfchen haben und den unsinnigen Entwurf ad acta legen.