Kühlschrank ICE

Eigentlich fahre ich sehr gerne mit der Bahn. Das kann durchaus anders rüberkommen, wenn ich aufgrund von Verspätungen oder anderen Umständen die Bahn bei Twitter verfluche.

Im jüngsten Fall störte mich die Klimatisierung des ICEs (1602) von Nürnberg nach Leipzig. Generell ist es ja imho so, dass man in der Bahn entweder friert oder schwitzt. Eine ordentlich eingestellte Temperatur erlebte ich tatsächlich nur selten. So auch am Dienstagabend. Im Wagen um mich herum begannen die Fahrgäste nach und nach ihre Jacken anzuziehen. Irgendwann wurde es mir dann so kalt, dass ich den Raum der Zugbegleiter aufsuchte, um ein paar Grad mehr anzuregen. Dort stand aber bereits eine junge Frau, die eingepackt in Jacke und einer Decke unter ihrem Arm das gleiche Problem hatte. Ich schloss mich ihrer Meinung an und hoffte auf Besserung.

Zugegeben, mein Tweet war pampig formuliert und natürlich hat Christian, der Redakteur der Deutschen Bahn, im Prinzip recht. Nachdem sich trotz Bitte an das Bahnpersonal im Zug nichts änderte, wechselte ich den Wagen. Zwar war es dort nur bedingt besser, aber immerhin überhaupt besser.

Jetzt war das aber am Dienstag keine Ausnahme. Deshalb die Frage an euch: Geht es euch auch so, dass die Temperatur in den ICEs der Deutschen Bahn oft unangenehm ist, oder bin ich da wirklich hypersensibel?

UEFA und Polizei fordern personenbezogene Daten an

Am 19. Mai treffen der FC Bayern München und der FC Chelsea im Champions-Leauge-Finale in München aufeinander. Das Spiel ermittelt den Gewinner des höchsten europäischen Club-Wettbewerbs. Klar, dass alle Verantwortlichen möglichst hohe Sicherheitsstandards gewähren wollen. Doch zu welchem Preis?

Der FC Bayern München verschickte in diesen Tagen eine Erklärung an Ticket-Käufer. Im Schreiben werden Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Straße, Ort und den Anreiseweg (Auto, ÖPNV, Bus, Zug oder Flug) angefordert. Laut dem Schreiben (s.u.) wurden diese Informationen “verschärft angefordert”. Darüber hinaus müssen Besucher der Champions-League-Finales eine Erklärung zum Verzicht auf Pyrotechnik unterschreiben.

Die Tickets für das Finale behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Erklärung nicht unterschrieben zurückgeschickt wird. Wer sich aber weigert, bekommt in Zukunft keine Karten mehr für Partien des FC Bayern München.

Hier wird also ein Druck ausgeübt, der äußerst fraglich ist. Ein Zwang, seine personenbezogenen Daten an den FC Bayern zu schicken, der diese dann an UEFA und Polizei weiterleitet. Mir stellt sich die Frage, wo die Polizei diese Daten speichert und wieso nicht direkt im Vorfeld personenbezogene Tickets erstellt wurden. Dann hätte jeder Fan direkt gewusst, was ihn erwartet. Ob dieser Vorgang datenschutzkonform ist, erzieht sich meiner Kenntnis, ein fader Beigeschmack bleibt aber in jedem Fall.

YPS kommt wieder!

Yps kommt wieder! →

Die letzte Wiedereinführung von YPS war weniger erfolgreich. Umso schöner, dass man nun einen neuen Anlauf versucht. Weitere Details sind zwar noch nicht bekannt, aber auf der offiziellen Facebook-Seite wurde bereits das Release-Datum genannt: Am 11. Oktober 2012 erscheint YPS erneut. Ich hoffe doch mal standesgemäß mit den Urzeitkrebsen.

Bundestagsabgeordnete und Twitter

Das sind die Web-Champions im Bundestag →

Christian Stöcker analysiert in diesem SPON-Artikel eine Studie über die Social-Web-Nutzung der Bundestagsabgeordneten aus dem Jahr 2010:

Es sind nur einige wenige Volksvertreter, die wirklich auf hohem quantitativen Niveau online mit dem Wahlvolk kommunizieren, es sind vielfach die jüngeren – und die ganz prominenten. Bei letzteren allerdings ist davon auszugehen, dass viele von ihnen Profileinträge und Status-Updates eher nicht selbst verfassen. Social Media, daran lassen die Ergebnisse keinen Zweifel, ist im Bundestag vor allem eine Altersfrage.

Cem Özdemir versteigert Bundesversammlungs-Ausweis

Özdemirs Bundesversammlungs-Ausweis bei eBay →

Cem Özdemir, der Bundesvorsitzende von Bündis 90/Die Grünen, versteigert bei eBay seinen Ausweis zur 15. Bundesversammlung. Der Erlös geht an die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin. Gute Idee, aber vielleicht sollte man den Titel der Auktion ändern. Dort steht derzeit noch “autogramm”.

Es grünt so grün

Deutschland spielt gerade gegen Frankreich – zum ersten Mal mit den neuen Auswärtstrikots. Die grünen Teile sehen ja eigentlich ganz ok aus. Mir gefiel die schwarze Version zwar besser, aber wenn man ein wenig nostalgischer werden will, ist das in Ordnung. Immerhin ist das Design die grüne Variante des Club-Trikots. Oder eben die, des Chelsea-Dresses.

Der DFB präsentiert den neuen Look heute also erstmals während eines Spiels. Aber genau da liegt doch der Witz. Das Spiel steigt gerade in Bremen, mit anderen Worten in Deutschland. Und nur weil das Spiel auch den Präsentationszwecken dient, spielt Deutschland in grün und Frankreich muss auf weiß ausweichen. Ja, das ist Kleinscheißerei, ich finde es trotzdem eine etwas kuriose Situation auf dem Platz. Und jetzt liegt Deutschland auch noch hinten.

Update nach Abpfiff:

Dumm und Geld absahnen

Wisst ihr warum ich mich nie für “Wer wird Millionär” bewerben würde? Ich hätte Schiss mich zum Gespött zu machen, bei einer ganz billigen Frage zu versagen und mein Lebtag im Freundes- und Kollegenkreis verarscht zu werden. Das geht ja schnell – bei nicht gängigen Redewendungen zum Beispiel. Und dann sitzt du da, siehst auf den TFT und verstehst die Welt nicht mehr. Dafür muss man nicht mal dumm sein.

Wieso also denken die WIRKLICH Dummen Unschlauen dieser Welt nicht einmal nach, bevor sie nach Köln-Hürth fahren, sich vor die Kamera setzen und ihre Dämlichkeit zur Schau stellen? Was ich meine, könnt ihr bei RTL NOW noch einmal ansehen. Oder am Montag einschalten und dem jungen Mann weiter beim Raten zuschauen.

Trotzdem war die Doppelfolge am Freitagabend eine der besten überhaupt. Nicht zuletzt aufgrund eines überragenden Günther Jauchs, der sich schlagfertig präsentierte und selbst den unsympathischen Kandidaten mehrere Chancen gab.

150 Euro – Und jetzt mal kreativ sein!

Das Wulff-Interview zieht im Internet weite Kreise. Im Fokus steht natürlich die selten dämliche Aussage von Bettina Schausten, sie würde ihren Freunden bei einer Übernachtung 150 Euro bezahlen. Natürlich, wie man das eben so macht.

Die Kreativität im Netz reicht von Chuck-Norris-Witzen über Unbezahlbar-MasterCard-Fakewerbungen bis hin zu Gutscheincodes. Airbnb hatte hierbei die bisher beste kommerzielle Idee:

Wer hat das Thema noch kreativ genutzt?