Kategorien-Archiv: Sport

42′ Der Reporter Bernd Schmelzer sagt: “Hope Solo hat noch bis eine Stunde vor Anpfiff getwittert. Das muss man sich mal vorstellen.” Muss man das den Leuten nicht erklären? Der durchschnittliche ARD-Zuschauer könnte das für eine Anzüglichkeit halten.

Oliver Fritsch – Live-Blog zum WM-Finale der Frauen

Vor den Frauenfußballverstehern fliehen. Till Hein vom Tagesspiegel mit seiner Ansicht über Frauenfußball, die man nicht unbedingt teilen muss. Oder doch? Ein kleiner Auszug:

Y. sagt zum Beispiel, es sei “unter aller Sau”, sich über Damenfußball lustig zu machen. Schon aus politischen Gründen. Sie selbst hat sich bisher kein einziges WM-Spiel angesehen. Ich hingegen hielt bei Deutschland gegen Nigeria tapfer bis zum Ende durch. Vom Niveau her war es ein bisschen wie bei Eisern Union. Nur ohne Stimmung.

Nadine Angerer twittert. Der DFB ist mit vielen Accounts bei Twitter vertreten. Die A-Nationalmannschaft hat ihren eigenen Account, ebenso die U-Mannschaften und die DFB-Frauenelf. Torhüterin Nadine Angerer pflegt aber ihren eigenen Twitter-Account. Für 90elf bastelte ich heute diesen Beitrag über unsere Keeperin.

Neues Trikot von LA Galaxy. Ich hab ja ein Faible für schwarze Trikots. Das nächste, das ich mir kaufe, wird das Alternativtrikot von LA Galaxy sein. Bisher in meinem Besitz: Deutsche Nationalmannschaft (auswärts), Olympiakos Piräus (auswärts), Neuseeland (auswärts).

Neue Schriftarten für die DFB-Frauentrikots. Das Fontblog mit einem Appell an den DFB und der Bitte, neue Schriftarten für die Trikots der DFB-Frauennationalmannschaft zu verwenden. Dabei wurden direkt drei Vorschläge geliefert. Diese Comicschrift geht ja auch wirklich nicht.

kicker online scant Print-Artikel ein. Eigentlich ja löblich, wenn sich ein Magazin diese Arbeit macht und über die potenziellen Champions-League- und Europa-League-Teilnehmer informiert. Aber hätte man das für online nicht anders aufbereiten können als einfach die Übersicht der Print-Schwester einzuscannen und als Bild verfügbar zu machen?

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ohne Livestream

Habt ihr auch schon versucht, die Frauen-WM auf der FIFA-Seite im Livestream zu verfolgen?

Wo bleibt das WM-Fieber?

Foto: Nicola Egelhof / Heinrich-Böll-Stiftung (CC BY-SA)

Ab morgen sind wir mit 90elf auch bei der FIFA Frauen-WM am Start. Frauenfußball. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land. Was mich wirklich nervt ist, dass ich überhaupt kein WM-Fieber wahrnehme. Weder bei mir noch bei anderen. Dabei hätte ich das gerne, dieses Kribbeln, diese Vorfreude auf ein großartiges Turnier. Dass ich mir die Spielpläne anschaue und mir denke: “Wow, das wird ein geiles Spiel”. Aber von alledem ist nichts da. Die Frauen-WM packt mich einfach nicht. Dabei hätte es die Frauen-Nationalmannschaft verdient, vor allem weil die WM bei uns stattfindet. Aber soll man’s erzwingen?

Ich erinnere mich noch an das Auftaktkonzert zur WM in Südafrika, mit den Black Eyed Peas und der großartigen Alicia Keys. Ich konnte das erste WM-Spiel kaum erwarten. Oder 2006, als Ghana und die USA in Nürnberg gastierten. Das waren geniale Wochen. Ich durfte das Achtelfinale zwischen Portugal und Holland im Stadion erleben. Und 2011? Da sitze ich vor der Sonderausgabe des Kickers und versuche die Namen mit den Gesichtern in mein Gehirn zu brennen. Damit ich überhaupt weiß, worüber ich da im Radio erzähle.

Sie ist nicht leicht, die Sache mit dem Frauenfußball. Auf der einen Seite hätte der Frauenfußball gerne die Popularität, die die Männer genießen, auf der anderen Seite kokettieren die Spielerinnen und der DFB mit der Weiblichkeit. Das führt dann zu Werbekampagnen wie die von Nike und Lira Bajramaj: “Wer scharf aussieht, schießt auch schärfer.” Das hilft dem Sport nicht. Wenn auf der Pressekonferenz Spielerinnen ihre Kolleginnen interviewen und fragen, wie lange sie morgens im Bad brauchen, hilft das dem Sport auch nicht.

Wie will der Frauenfußball für voll genommen werden, wenn die Leistungsträger selbst auf Klischees herumreiten?

Natürlich haben der DFB und die FIFA ein berechtigtes Interesse daran, die WM zum Erfolg werden zu lassen. Für eine große Reichweite gilt auch in diesem Fall: Sex sells. Nur, zu welchem Preis? Das lässt den Frauenfußball vielleicht öfter in den Massenmedien auftauchen und die Bekanntheit steigen, dem Image des Frauenfußballs fügt es aber immensen Schaden zu.