Kategorien-Archiv: Leben

Berlin will eine Million Facebook-Freunde. Gut, wer will das nicht? Aber die Hauptstadt ist nur knapp davon entfernt. Schon weit über 800.000 Menschen haben auf “Like” geklickt. Jetzt soll die Millionen-Marke geknackt werden. Dazu hat Klaus Wowereit eine neue Kampagne eingeläutet, bei der man seine Liebe zu Berlin in einem Kurzfilm (30 Sekunden) auf die Fanseite hochladen kann. In fünf Schritten funktioniert das Ganze, vielleicht ein wenig kompliziert für Teilnehmer, dennoch bin ich auf die Videos gespannt.

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Der Vorsatz, meinen Computer nicht länger als eine halbe Stunde am Tag zu gebrauchen, wäre wie der Befehl eines kriegserfahrenen Großvaters, in Zeiten allgegenwärtiger Verfügbarkeit von Lebensmitteln statt der frischen Semmeln das schimmlige Brot aus der Plastiktüte in der Speisekammer aufzuessen. Es ist schlicht und ein­fach: unzeitge­mäßer Bullshit.

Mercedes Lauenstein über die vermeintliche Internetsucht.

Commodore 64 mit Ubuntu

Foto: Daniel Wehner / Flickr (CC-BY)

Load “$”,8. Das war damals mein erster Befehl, den ich auf meinem Commodore 64 ausgeführt hatte. Er zeigt den Inhalt einer im Floppylaufwerk eingelegten Diskette an. Das war schon eine besondere Zeit, vor allem wenn man die Entwicklung verfolgt hat und den aktuellen Stand der Technik mit damals vergleicht. Kassetten und Disketten mit Daten, Programmen und Spielen, und eine hervorragend schlechte Auflösung. Das hat mich gepackt, förmlich gefesselt. Eine Liebe zu 8-bit ist entstanden.

Meine ersten IT-Erlebnisse hatte ich also mit dem C64. Von einem Bekannten kauften meine Eltern den Rechner ab, samt einer riesigen Sammlung verschiedener Disketten. Viele Schrottspiele aber auch ein netter Flugsimulator waren darunter. Damals war man nicht um realistische Grafik bemüht. Überhaupt war Grafik eher ein weit gefasster Begriff. Viele der Spiele waren Textadventures und auch dafür verantwortlich, dass ich später in Basic solche Spiele am PC programmiert hatte.

Nostalgie pur. Doch auch heute gibt es noch aktuelle Modelle des Commodore 64. Allerdings kann man diese nicht mit der früheren Konfiguration vergleichen. Lediglich der Look ist identisch. Die Hardware ist den heutigen Maßstäben angepasst. Zumindest kann ich mich nicht an einen Arbeitsspeicher von 4 GB erinnern. Und einen Videoausgang in HD-Auflösung hatte ich früher auch nicht. Außerdem kann jetzt ein DVD-Laufwerk benutzt werden, die 5,25-Zoll-Disketten gehören damit weiterhin der Vergangenheit an. Als Betriebssystem baut Commodore USA auf Ubuntu in der Version 10.10. Bald soll aber ein eigenes Linux-Derivat mit dem Namen Commmodore OS 1.0 erscheinen, das dann Ubuntu ersetzen wird.

Für knapp 600 Dollar gibt es die neue Generation des C64 in der Grundkonfiguration, die individuell erweitert werden kann.

Gedanken zu Oslo

Ihr werdet Euch denken: “Mein Gott, der Typ sitzt auf Mallorca und hat nicht besseres zu tun als zu bloggen.” Wenn ihr das Wetter auf der Insel gerade sehen könntet, wüsstet ihr, dass ich ganz gut daran tue, die Hotel-Lobby nicht zu verlassen.

Und so sitze ich hier auf gelben, gepolsterten Sofas und spüre den leichten Luftzug in meinem Nacken. Heute mal ein kühler Luftzug. Draußen plätschert der Regen vor sich hin. Eigentlich wollten wir heute einen Earthcache im 12 Kilometer entfernten Cala Domingos aufsuchen.

Nun bleibt mir jedenfalls Zeit über die Ereignisse in Norwegen nachzudenken. Und über Amy Winehouse. Ja, da treffen zwei Ereignisse fast zeitgleich aufeinander und genießen eine ähnliche Gewichtung. Aber wieso? Ich fand die Musik von Amy Winehouse immer gut, aber die Frau hat sich mit Alkohol und Drogen in den Ruin getrieben, hat die Kontrolle verloren und sich selbst ins Aus katapultiert. Sicher eine tragische Geschichte, aber mein Mitleid hält sich da trotzdem in Grenzen.

In Norwegen verhält es sich anders. Da läuft ein Irrer durch ein Jugendcamp auf einer Insel, von Zelt zu Zelt und knallt nacheinander 80 Jugendliche ab. Junge Menschen, die sich politisch engagieren und austauschen wollten. Damit die Rechten in Norwegen keine Chance bekommen.

Die Polizei brauchte 45 Minuten bis zum Ort des Geschehens. Außerdem hatten die Einsatzkräfte im Regierungsviertel Oslos nach der Bombendetonation sowieso genug zu tun. Und dessen war sich der Attentäter, der zuvor zu Gewalt gegen Muslime und Kommunisten aufgerufen hatte, sicher bewusst. Er hatte alle Zeit der Welt seine Kaltblütigkeit auszuleben. Allein diese Vorstellung macht mich fertig. Wie krank muss ein Mensch sein, der einen Bauernhof betreibt nur um Unmengen Dünger für den Bau einer Bombe zu kaufen? Welche Todesängste haben die Überlebenden auf dieser Insel erleiden müssen? Und wie viel Schmerz und Leid hat dieses Arschloch den Hinterbliebenen zugefügt?

Mir fehlen die Worte.

Obama ruft auf der ISS an [Video]

Die Raumfähre Atlantis ist zum letzten Mal in Cape Canaveral gelandet. Nach ihrer Mission an der Internationalen Raumstation ISS werden Spaceshuttle-Flüge nun nicht mehr durchgeführt. Vor diesem historischen Moment sprach Barack Obama mit den Astronauten an Bord. Ein bewegender Moment.

Einmal wieder Fan sein

Das Frankenstadion nach der Saisoneröffnung gegen Ajax Amsterdam

Viel zu selten kann ich im Stadion sein, wenn mein Heimatverein spielt. In den meisten Fällen sehe ich den Spielen des 1. FC Nürnberg aus dem Konferenzstudio bei 90elf zu. Ab und zu ergibt sich aber die Gelegenheit und dann zieht es mich nach Nürnberg.

Am Samstag hatte der Club die neue Spielzeit eingeläutet, mit einem Familienfest, einer Autogrammstunde und einem Freundschaftsspiel gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Das war schön, auch wenn die Kulisse mit 15.000 Fans eher mau war. Ferienzeit eben. Hat mich aber nicht gestört, denn ich konnte mir ein Bild von Nürnbergs Neuzugängen machen und einen verdienten 2:0-Sieg miterleben. Am meisten hat mich Robert Mak überzeugt, der im Gegensatz zu den anderen Spielern tatsächlich 100 Prozent gegeben hatte und darüber hinaus ein Traumtor erzielte. Anschließend ließ ich mein mitgebrachtes Trikot von den Spielern unterschreiben. Wie früher eben.

Gestern in Gondwanaland [Video]

Ein Besuch im neuen Gondwanaland des Leipziger Zoos lohnt sich. Das hier war gestern bei den Zwergottern.

101 Helden in der Halbzeit. Martin Neuhof ist ein sehr feiner Kerl. Der Twitterer, mit dem ich nebst einem Fotoshooting auch das ein oder andere Twitgrillen miterlebt habe, hat ein tolles Projekt. Er fotografiert 101 Leipziger, die ihm in Leipzig über den Weg laufen. Da Leipzig die Heldenstadt ist, heißt das Projekt 101 Helden. Am Wochenende knipste er seinen 51. Helden, Poetry-Slammer André Herrmann.