Ein Trikot für Afrika

Das Africa Unity Kit / Foto: PUMA

Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs gibt es ein einheitliches Nationaltrikot für einen ganzen Kontinent. Die 13 von PUMA gesponserten afrikanischen Nationalmannschaften teilen sich mit dem Africa Unity Kit das gleiche Trikot. Leider beitrfft dies nur das Dritt-Trikot der jeweiligen Mannschaften (darunter die Elfenbeinküste und Kamerun), dennoch ist das in der Geschichte des Fußballs ein einmaliges Event.

Die FIFA hat inzwischen das Africa Unity Kit als Ausweichtrikot anerkannt. Stellt sich nur die Frage, ob es überhaupt bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen wird. In der Regel werden die Afrikaner mit den gewohnten Heim- oder Auswärtstrikots antreten. Mit dem Trikot wird das Internationale Jahr der Artenvielfalt 2010 im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen unterstützt. Ein Teil des Erlöses dieser Produktreihe kommt der UN zugute.


 


Brieffreundschaft 2.0

Früher schrieb man keine E-Mails sondern Briefe. Teilweise sogar in großem Stil. Wie viele Jugendliche damals, pflegte auch ich eine Brieffreundschaft – nach Australien. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen des Jungen erinnern, dem ich Fotos aus Deutschland schickte und der mir im Gegenzug Interessantes aus seinem Leben mitteilte. Doch die Vorfreude, die ich immer empfand, ist nicht in Vergessenheit geraten. Einen Brief aus dem fernen Ausland zu bekommen, war für mich ein tolles Ereignis.

In einer Zeit voller Echtzeitkommunikation versucht das Projekt Postcrossing nun, einen Schritt zurück zu gehen und nutzt dabei das Web 2.0. Statt Briefe kommen hier Postkarten zum Einsatz. Nach Anmeldung auf der Seite mit eurer vollständigen Adresse, bekommt ihr die Adresse eines anderen Users zugeteilt – irgendwo auf der Welt, per Zufall. Außerdem wird eine einmalige ID generiert, die das Nachverfolgen der Postkarte ermöglicht. Der Empfänger kann, nachdem er eure Karte erhalten hat, diese über Eingabe der ID bestätigen. In diesem Moment wird euch ein Credit gutgeschrieben. Dadurch wird eure Adresse in den Rotationspool aufgenommen und kann einem anderen User angezeigt werden.

Das bedeutet: Nur wer auch eine Postkarte schickt, kann eine bekommen. Nach dem Zufallsverfahren. Je mehr Karten verschickt werden, desto mehr wird man auch erhalten. Was genau auf die Karte geschrieben wird, bleibt jedem selbst überlassen. Die Seite zeigt außerdem an, wieviele Kilometer die Postkarte unterwegs ist und bietet auch die Möglichkeit ein Foto anzuhängen ist vorhanden. Darüber hinaus bietet Postcrossing übliche Community-Funktionen.

Mit einigen Wartezeiten müssen die Teilnehmer derzeit aber aufgrund der Aschewolke rechnen.

Link: Postcrossing – The Postcard Crossing Project


 


Flickr und das Weiße Haus

Intime und beeindruckende Momente aus dem Lebens des US-Präsidenten Barack Obama liefert der Fotostream des Weißen Hauses. Auf Flickr werden die Fotos des offiziellen Fotografen Pete Souza nahezu täglich veröffentlicht.

Sicher wird das ein oder andere Foto gestellt sein, dennoch finde ich diese Einblicke interessant. Da versteckt sich Obamas Tochter hinter einem Sofa im Oval Office; der Präsident selbst wirft sich einen Football zu oder blickt nachdenklich in den Spiegel.

Den Fotostream findet ihr hier.


 


Von Pakistanern und Albanern

Meteora bei Sonnenaufgang
Es ist jedes Jahr dasselbe in Griechenland. Alle lästern über die Albaner, die sich irgendwie ins Land eingeschlichen haben und für den Müll und Dreck der Städte verantwortlich sein sollen. Diese Geschichten kenne ich schon seit ich klein bin. In diesem Jahr bemerkte ich allerdings ein neues Feindbild der Griechen: Pakistaner. Im Taxi, auf der Straße und in den Cafés wird gelästert was das Zeug hält. Weshalb nun die Wut so groß ist, konnte ich nicht wirklich erörtern. Im Athener Stadtteil Plaka, wo sich die Touristen überwiegend aufhalten, stehen viele Jamaikaner und Pakistaner. Sie verkaufen Handtaschen aus Leder, Spielzeug und Schmuck. Manche sprechen kein Griechisch, haben sich nur die wichtigsten Wörter angeeignet und kommunizeren überwiegend mit den Händen. Ich habe sie stets als unaufdringlich und freundlich erlebt. Wer nichts kaufen will, läuft einfach weiter. Gestört wird dort niemand.

Für die Äußerungen, die ich teilweise wahrnehmen musste, schämt sich der griechische Teil in mir. Das sind Behauptungen, die sich jeder Grundlage entbehren und einfach nur dumm sind. So wurde mir beispielsweise von meiner Tante geraten, nur zum Bezahlstrand zu gehen, denn dort seien die Pakistaner ja nicht. Dort sei es sicherer. Da fehlen einem die Worte.

Mein Urlaub war relativ entspannt, viel Stress wollte ich mir in den drei Wochen ohnehin nicht machen. Ich lag fast jeden Tag am Strand in Athen und besuchte mehrmals das neue Akropolis Museum. Bis Ende des Jahres kann man die alten Schätze Griechenlands für einen Euro Eintritt sehen. Für alle Frauen möchte ich einen kurzen Tipp loswerden: Zieht Hosen an und keine Röcke! Die Böden bestehen überwiegend aus Glas, so dass man in darunter liegenden Stockwerken mühelos einen unfreiwillig tollen Blick haben kann. Nicht, dass ich das getan hätte. Reine Beobachtung.

Die Fotos meines Urlaubs findet ihr hier.


 


Sie wissen, wo du bist.

Moderne Mobiltelefone mit eingebautem GPS können auf einer Landkarte (z.B. bei “Google Maps“) anzeigen, wo sich der Handybesitzer gerade aufhält. Selbst Handys, die nicht über ein solches Modul verfügen, können mit Hilfe des GSM und den umliegenden Funkmasten die Position relativ genau lokalisieren. Interessant wird es jedoch, wenn mp3-Player, wie der “iPod touch”, ohne GPS und GSM den Aufenthaltsort exakt bestimmen können. Ermöglicht wird dies durch Verwendung des WLAN, der dadurch bekannten IP-Adresse und einer Datenbank bei Google, von deren Existenz ich bisher nichts wusste.

WLAN-Router haben – wie alle anderen Netzwerkkarten auch – eine einmalige Kennung, die sogenannte MAC-Adresse (Media Access Control). Durch das Abfahren von Straßen und Protokollieren aller sich in der Nähe befindlichen WLAN-Router können die vorhandenen MAC-Adressen geographisch sehr genau archiviert werden. Das macht zum Beispiel die Firma “Skyhook Wireless” und bietet diese Daten in ihrem sogenannten WPS (Wi-Fi Positioning System) an. Wer also eine Standortbestimmung via “Google Maps” vornehmen lässt und dies ausschließlich über die Internetverbindung realisiert, nutzt oft solche Daten. Der “iPod touch” registriert in welchem WLAN er eingebucht ist, scant die Netzwerke in der Umgebung und vergleicht die MAC-Adressen mit den abgelegten Daten in der Datenbank. Die moderne Art sich selbst zu finden. Erschreckend.

Danke an BA für die Anregung zu diesem Thema.