Der Beste Junge Spieler des Turniers und gleichzeitig Top-Torjäger. Wahnsinn, das hätte Thomas Müller vor der WM nicht geglaubt und ich hätte ihm diese Leistung wohl auch nicht zugetraut. Müller hat mich aber in diesen Wochen überzeugt. Er ein ein sympathischer Stürmer, der bodenständig wirkt und sicher noch zwei oder drei Weltmeisterschaften spielen und an Bedeutung gewinnen wird. Eine kurze Geschichte über Thomas Müller, die ich heute für 90elf produziert habe:
Thomas Müller feiert doppelt
Ab ins Halbfinale

Foto: Konstantin Winkler
Ich bin guter Dinge. 3:2 für Deutschland gegen Argentinien.
Stundenlanger Irrsinn
Die Bundespräsidentenwahl ist vorbei. Endlich. Sie zog sich über mehrere Stunden und das einzige, das mir in Erinnerung geblieben ist, waren die endlos aufgezählten Namen der Mitglieder der Bundesversammlung. Ein reines Festival an Verhörern und dafür lob ich mir einen Videolivestream auf bundestag.de. Am Ende ist es doch Christian Wulff geworden, doch irgendwie berührt mich das kaum.
Im Internet liest man seit dem Rücktritt Köhlers den Namen Joachim Gauck gepaart mit einer Euphorie, die sich Lena Meyer-Landrut nur gewünscht hätte. Ich habe natürlich meine Ansichten und Positionen, konnte mich aber nicht wirklich in diese Wahl hineindenken. Denn weder Wulff noch Gauck (noch die anderen beiden Nominierten) haben mir wirklich etwas gesagt. Die Funktion war mir natürlich bekannt, aber nicht wirklich deren Tun und Handeln. Vermutlich ist das für das Amt des Bundespräsidenten aber nicht relevant. Ein Bundespräsident muss in erster Linie repräsentieren – und die Gesetze unterzeichnen. Eloquenz, Rheotorik und ein halbwegs glaubwürdiges Erscheinungsbild sollte er inne haben. Da punktet für mich eher Gauck als Wulff, doch am Ende des Tages muss ich gestehen: eigentlich ist es egal. Ein großes Tamtam um nichts. Lediglich die Position von Schwarz-Gelb finde ich nun interessant, die sich mit ihrem Kandidaten so siegessicher gegeben haben und am Ende doch drei Anläufe brauchten.
Geiselnahme in Leipzig und die Medien
Heute vor einer Woche wurde die Geiselnahme in der Leipziger H&M-Filiale ohne Zwischenfälle beendet – zum Glück. Ich war zufällig in der Innenstadt, als die Einsatzkräfte anfingen, das Gelände abzusperren. Via Twitter habe ich als Erster über die Geiselnahme berichtet und schilderte meine Eindrücke. Das Echo darauf war groß, ich bekam positives und negatives Feedback, einige Twitteruser, mit denen ich das Gespräch suchen wollte, hatten mich bereits geblockt. Andere wiederrum empfahlen mir einen Job bei der BILD-Zeitung. Viele bedankten sich für die Informationen, weil sie durch die Informationslage verunsichert waren. Ich habe mir im Anschluss viele Gedanken gemacht über die Verhältnismäßigkeit von Echtzeit-Nachrichten, über Gefahren und Risiken, über Medienethik und Mediennutzung. Angeregt von vielen kritischen Stimmen möchte ich an dieser Stelle die Diskussion eröffnen. Denn eines ist auch klar: wann immer es um Ethik geht, gibt es kein richtig oder falsch. Weiterlesen
Public Viewing – ganz alleine

Einsam vor der Leinwand beim Public Viewing
Zugegeben, das Spiel Algerien gegen Slowenien war nicht der Knaller bei der WM. Das hat auch niemand zuvor erwartet. Dass dann aber doch so viele Leute beim Public Viewing in der Leipziger Gottschedstraße waren, hat mich überrascht. Deutschland ist eben eine Fußball-Nation.

