Am 19. Mai treffen der FC Bayern München und der FC Chelsea im Champions-Leauge-Finale in München aufeinander. Das Spiel ermittelt den Gewinner des höchsten europäischen Club-Wettbewerbs. Klar, dass alle Verantwortlichen möglichst hohe Sicherheitsstandards gewähren wollen. Doch zu welchem Preis?
Der FC Bayern München verschickte in diesen Tagen eine Erklärung an Ticket-Käufer. Im Schreiben werden Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Straße, Ort und den Anreiseweg (Auto, ÖPNV, Bus, Zug oder Flug) angefordert. Laut dem Schreiben (s.u.) wurden diese Informationen “verschärft angefordert”. Darüber hinaus müssen Besucher der Champions-League-Finales eine Erklärung zum Verzicht auf Pyrotechnik unterschreiben.

Die Tickets für das Finale behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Erklärung nicht unterschrieben zurückgeschickt wird. Wer sich aber weigert, bekommt in Zukunft keine Karten mehr für Partien des FC Bayern München.
Hier wird also ein Druck ausgeübt, der äußerst fraglich ist. Ein Zwang, seine personenbezogenen Daten an den FC Bayern zu schicken, der diese dann an UEFA und Polizei weiterleitet. Mir stellt sich die Frage, wo die Polizei diese Daten speichert und wieso nicht direkt im Vorfeld personenbezogene Tickets erstellt wurden. Dann hätte jeder Fan direkt gewusst, was ihn erwartet. Ob dieser Vorgang datenschutzkonform ist, erzieht sich meiner Kenntnis, ein fader Beigeschmack bleibt aber in jedem Fall.
Inwieweit prüfen die denn die Daten auf Richtigkeit?
Ich mein, Name und Adresse ist klar, haben die ja sowieso schon. Aber was ist, wenn ich andere Daten falsch angebe? Also angeblich mit dem Flugzeug statt Auto anreise?
Oder die Erklärung von jemand anderem unterschrieben wird?