Als bekannt wurde, dass Gina Lewandowski zur Frauenfußball-Mannschaft des FC Bayern München wechseln wird, war die Headline natürlich klar: Lewandowski wechselt zu den Bayern. Ich würde behaupten, dass jeder Fußballfan in Deutschland diese Meldung sofort anklickt. Erst recht nach dem DFB-Pokalfinale, in dem Dortmund die Münchener mit 5:2 abgezogen hatte.
Entdeckt hatte ich die Meldung bei Reviersport, die allerdings schon in der Überschrift klar andeuteten, dass es sich hierbei um Frauenfußball handelt. Auf der Website durchaus eine nachvollziehbare Entscheidung. Doch selbst auf Facebook übernahm man die Meldung eins zu eins und bremste somit jede Möglichkeit der Viralität:

Hier erkennt man zwei Sachen: Einerseits ist der Post unnötig umständlich formuliert. Außerdem nimmt er der Meldung wie bereits erwähnt einiges an Dynamik weg. Wir hatten diese Meldung (inkl. Link) noch vor Reviersport auf unserer Facebook-Seite gepostet und hielten uns kurz und knapp, nahmen “Frauen” aus dem Titel und erzielten damit eine großartige Interaktion und Viralität:

Fairerweise muss man sagen, dass Reviersport bei Facebook “nur” etwa 13.000 Fans hat, wir liegen derzeit bei gut 91.000. Dennnoch hätte Reviersport mit einer besseren Kommunikation sicher mehr erreichen können.
@Konni Ein paar mehr ist gut. Er ist der beste Artikel aller Zeiten geworden.
— RevierSport (@RevierSport) Mai 15, 2012
Würde das anders bewerten: die lewandowski- Sache hatte extremes virales Potenzial. Aber nur, wenn man dafür bereit ist, den User ein bisschen in die Irre zu führen. Die Entscheidung muss jeder für sich treffen.