Ich besitze ein iPad (1. Generation), weil mich Android-Tablets damals nicht überzeugen konnten. Mein Handy dagegen ist ein Samsung Galaxy S II und läuft auf Icecream Sandwich. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Der für mich größte Nachteil bei Android ist die Haptik und das Gefühl, das ich bei der Oberfläche habe. Irgendwie wirkt es immer ein wenig laggy, selbst auf einem Dual-Core-Handy. Hier hat iOS klar die Nase vorn. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass Apple in Sachen Design und Oberflächengestaltung einen guten Geschmack hat. Trotzdem verliert man auch beim iPad schnell die Übersicht – selbst bei gruppierten Apps.

Doch was wäre, wenn ihr einen neuen Homescreen für euer Android-Tablet hättet? Wenn euer Tablet erkennen würde, sobald ihr in der Arbeit seid und euch dementsprechend relevante Neuigkeiten wie Firmen-Mails in einem Homescreen anzeigen würde. Oder wenn es nach dem Feierabend automatisch in einen Multimedia-Modus geht, so dass ihr problemlos auf Musik und Videos zugreifen könntet?
An einem solchen Homescreen arbeitet gerade Gabor Vida. Er nennt ihn passenderweise Chameleon. Die Idee folgt dem Prinzip, dass wir alle zu unterschiedlichen Tageszeiten und ortsabhängig unterschiedliche Anwendungen aufrufen und nutzen. Morgens checken wir vielleicht als erstes Mails, das Wetter und den RSS-Reader, nachmittags dagegen sind Kalendereinträge und Firmenmails wichtiger. Das Konzept finde ich klasse, denn diese Gewohnheiten haben wir letztendlich alle, nur eben individuell unterschiedlich.
Die verschiedenen Layer werden zeitgesteuert oder via GPS auch ortsgebunden eingestellt und können über diverse Widgets zusammengestellt werden. Zum eigentlichen Homescreen (minimale Auflösung: 1280×800 Pixel) kommt zudem ein eigener App-Launcher.
Derzeit versucht Vida, Chameleon über Kickstarter zu realisieren und hat bereits die Hälfte seiner angepeilten 50.000 Dollar erreicht. Bis Mitte Juni läuft die Crowdfunding-Runde und für fünf Dollar bekommt ihr den neuen Homescreen sobald er fertig ist. Wer kein Android-Tablet hat, die Idee aber unterstützenswert findet, kann sich natürlich trotzdem finanziell beteiligen.
Interessante Geschichte.
Da mich mein lahmes iPad 1 zur Zeit dermaßen nervt, höre ich hier gleich doppelt interessiert mit.